Hunderte Liter Diesel liefen in Dortmund ins Hafenbecken

Die Luftblasen-Sperre - das weiße Band im Wasser - half dabei, dass der Diesel nicht in den eigentlichen Kanal gelangte. Die Feuerwehr war mit ihrem Löschboot im Einsatz und legte eine zusätzliche Ölsperre aus.
Die Luftblasen-Sperre - das weiße Band im Wasser - half dabei, dass der Diesel nicht in den eigentlichen Kanal gelangte. Die Feuerwehr war mit ihrem Löschboot im Einsatz und legte eine zusätzliche Ölsperre aus.
Foto: Helmut Kaczmarek
Was wir bereits wissen
Umwelt-Unfall im Dortmunder Hafen: Hunderte Liter Diesel liefen am Freitagvormittag in das Becken des Petroleumhafens. Feuerwehr und Hafenverwaltung setzten im Kampf gegen die Verschmutzung auf ein ungewöhnliches Mittel: Luftblasen.

Dortmund.. Diesel war am Freitagvormittag bei nicht näher beschriebenen Umfüllarbeiten einer am Dortmunder Petroleumhafen ansässigen Firma ins Hafenbecken gelangt. Was beim Umfüllen im Hafen schief gelaufen war, darüber hat die Feuerwehr keine Informationen. Sie musste jedoch mit den Konsequenzen fertig werden.

Als die Feuerwehrleute gegen zehn Uhr am Tankweg ankam, war bereits die gesamte Wasseroberfläche des Hafenbeckens unmittelbar südlich des Fredenbaumparks mit einem Ölfilm überzogen.

Internet-Karte Vorhang aus Luftblasen

Damit sich der Diesel nicht weiter in den Dortmund-Ems-Kanal ausbreitete, aktivierte die Hafenverwaltung eine fest installierte Ölsperre: Dabei wird vom Boden des Hafenbeckens Luft freigesetzt. Dadurch entsteht ein dichter Luftblasen-Vorhang, Durch den der Diesel im Hafenbecken gehalten wurde. Zusätzlich legte die Feuerwehr an der Wasseroberfläche eine aus einem Schlauch bestehende Ölsperre aus. Nun wird eine Spezialfirma damit beauftragt, den Treibstoff abzusaugen.

Wie viel Diesel genau in das Hafenbecken gelangte, konnte die Feuerwehr am Freitagmittag nicht sagen. Fest stehe aber, dass es sich um hunderte Liter handeln muss.