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Hundehasser legen schon wieder Giftköder aus

26.11.2013 | 22:23 Uhr
Greta hat Glück gehabt. Dem Parson-Terrier geht es wieder gut, nachdem er am vergangenen Freitag in der Bolmke von einem Giftköder gefressen hatte.
Greta hat Glück gehabt. Dem Parson-Terrier geht es wieder gut, nachdem er am vergangenen Freitag in der Bolmke von einem Giftköder gefressen hatte.Foto: Schaper

Dortmund.  Erst Schrauben in der Wurst, jetzt Rattengift im Plätzchen: Schon wieder haben offenbar Hundehasser in Dortmund gefährliches Futter ausgelegt. Wir berichten über den aktuellen Fall.

Vera Brockmann hatte gleich einen Verdacht, als ihre Hündin Greta von den Schokoplätzchen naschte, die am Wegesrand in der Bolmke auf einem Haufen lagen. Sie nahm einen mit.

In der Nacht wurde Greta unruhig, bekam Krämpfe und jaulte vor Schmerzen. Wilhelm Brockmann ging mit seinem Parson-Terrier am nächsten Morgen zum Tierarzt, wo sich der Verdacht nach einer Blutuntersuchung erhärtete: Die Kekse waren ein Giftköder. "Das war Rattengift", stellte Tierarzt Christoph Pilarski an der Blutgerinnung fest.

Entkrampfungsmittel

Zum Glück hatte Greta, die immer etwas vorsichtig ist, nicht allzu viel von den Keksen gefressen, die im Waldstück westlich hinter der Gesamtschule Brünninghausen lagen. Greta bekam Vitamin K, dazu ein Entkrampfungsmittel und weitere Medikamente. Am Sonntag ging es ihr wieder besser, jetzt ist sie wieder voll auf dem Damm.
Andere hatten weniger Glück. "Ein Dalmatiner ist letzte Woche gestorben", hörte Wilhelm Brockmann von anderen Hundehaltern: "Die Buschtrommeln verbreiten das ganz schnell." Die Hundehalter in der Bolmke halten sich auf dem Laufenden.

Schrauben in Dorstfeld

In Dorstfeld waren es vor gut zwei Wochen Nägel und Schraubemn in einer Wurst. Fast gefressen hätte diese ’Bacon‘", der Hund von Stephan Meyer. Denn hätte die zweieinhalb Jahre alte englische Bulldogge den mit Nägeln und Schrauben versetzten Köder gefressen, hätte das übel für sie enden können.

"Mein Tierarzt hat mir bestätigt, dass der Hund daran durchaus qualvoll hätte verenden können", berichtet der geschockte Hundebesitzer.

Polizei und Arche: Keine Häufung

Nachdem bei Facebook eine Liste mit angeblichen Fundorten gefährlicher Köder auftauchte, hat unsere Redaktion bei Polizei nach einer Häufung dieser Fälle in Dortmund gefragt. Doch die Beamten konnten keine Anzeigenflut feststellen. Auch bei der Tierschutzorganisation Arche90 ist keine Häufung von Fällen festgestellt worden.

 

Von Gaby Kolle, Nils Heimann und Tobias Großekemper

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