„Hitler-Gruß“ bringt Neonazi ins Gefängnis
11.05.2011 | 16:46 Uhr 2011-05-11T16:46:00+0200Dortmund.Das hatte sich der 31-Jährige nicht gedacht, als er sich mit ausgestrecktem Arm und „Sieg heil“-Ruf in der U-Bahn von der Fahrkartenkontrolleurin verabschiedete: Für seinen unsäglichen Auftritt am Nachmittag des 3. Dezember 2010 wandert er jetzt ins Gefängnis. Wegen „Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“ und „Erschleichens von Leistungen“, wie Juristen das Schwarzfahren nennen, verhängte Amtsrichter Georg Junglas eine Haftstrafe von sieben Monaten.
„Sie sind einschlägig vorbestraft und scheinen aggressiv zu sein. Schon die letzte Bewährungsstrafe war ein Gnadenakt“, sparte Amtsrichter Junglas nicht an klaren Worten. Dass der arbeitslose 31-Jährige, so jedenfalls erzählte er selbst, einen Job als Staplerfahrer in Aussicht habe und sich heute angeblich zum Vorstellungsgespräch bei einer Firma meldet, reiche für eine günstige Sozialprognose nicht aus. „Das haben Sie auch schon beim letzten Mal so angegeben. Geändert hat sich seitdem nichts, Sie sind weiter straffällig geworden.“
Vorstrafen wegen Sachbeschädigung und Körperverletzung
Diebstahl, Körperverletzung, Sachbeschädigung, die Liste der Vorstrafen ist lang. Allein vier Mal ist der Mann wegen rechter Straftaten – Zeigen des Hitlergrußes oder ähnlichem – verurteilt worden.
Seine Version jenes Vorfalls in der U-Bahn von Scharnhorst nach Dortmund: „Ich hatte auf der Straße Streit, bin in die Straßenbahn geflüchtet und hatte keine Zeit mehr, einen Fahrschein zu ziehen.“ An die ihm vorgeworfenen Taten wollte er sich nicht so recht erinnern. „Ich hatte einiges getrunken.“
Sowohl auf die couragierte Kontrolleurin als auch auf einen weiblichen Fahrgast machte er damals jedoch einen ganz anderen Eindruck: „Der hatte keine Fahne, wusste genau, was er tat. Er kam mir entgegen, zeigte mir seinen Personalausweis, hatte aber keine Fahrkarte.“ Aggressiv habe er gesagt: „Hier fliegen gleich die Stahlkappen, du Mistgeburt.“ Beim Herausgehen habe er kurz und kräftig gegen die Tür getreten. Und dann den Arm ausgestreckt...
„Die anderen Fahrgäste in der Bahn waren richtig eingeschüchtert“
„Ich war total entsetzt, wie aggressiv sich der Mann aufführte, die anderen Fahrgäste in der Bahn waren richtig eingeschüchtert. Da waren auch Kinder, die hatten Angst“, erinnert sich eine Frau (39), die damals hinter dem Neonazi gesessen hatte. Für sie sei sofort klar gewesen, sich als Zeugin zur Verfügung zu stellen. „So etwas muss bestraft werden.“
14:52
@33: ich weiss zwar nicht, wovon du klubchef bist, sicherlich nicht vom matheklub. hitler hat sich 1945 umgebracht, das sind, na, weisst du es? richtig. keine 55 jahre, sondern? na? richtig. 66 jahre. aber wieso sollte man den abschaffen? wieso will sich jemand mit einem gruß grüßen, deren ausüber für millionenfaches leid weltweit stehen? bleibt mir schleierhaft.
13:50
Ich finde mit nem Hitlergruß macht man sich selbst schon lächerlich genug, der Paragraph kann 55 nach Hitler getrost abgeschafft werden.
13:44
@messerjockel
Genau darum geht es !
13:40
#12 Was hat der Hitlergruß mit Geschmacklosigkeit zu tun? Hoffe bei euch zu Hause wird anders gegrüßt.
13:39
sorry, ich meinte #27
13:38
@23
Nunja, Relation hin oder her, Tatsache ist nunmal, dass das Früchtchen bereits einige Dinge auf dem Kerbholz hatte. Wenn man nun zweimal einen Warnschuss abgibt sollte der dritte aber treffen. Nichtsdesto trotz sind manche Strafen, gerade bei Gewalttaten, aber sowas von wischiwaschi, dass man nur noch schreien möchte
13:35
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13:23
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12:02
Angesichts seiner Vorstrafen ist das Urteil völlig ok!
11:12
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