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Heute kocht doch keiner mehr ein

20.05.2012 | 17:40 Uhr
Heute kocht doch keiner mehr ein
Auch die ehemalige Fruchtbörse Limberg in Scharnhorst ist mittlerweile in eine Rewe-Niederlassung umgewandelt worden.

Dortmund.   Die Fruchtbörse Limberg (FBL) - im Jahr 2000 gab es in und um Dortmund noch 16 Filialen - wurde groß durch den Verkauf von Waren zum kleinen Preis. Ende Juni 2012 ist die Fruchtbörse Geschichte.

Hier wurden die Kohlköpfe in Zehner-Säcken, Pfirsiche in 30 Stück-Steigen und Einmachgurken im 5-Kilo-Gebinden und vieles mehr in großen Mengen verkauft - zu den guten Zeiten. Die Fruchtbörse Limberg(FBL) - im Jahr 2000 gab es in und um Dortmund noch 16 Filialen - wurde groß durch den Verkauf von Waren zum kleinen Preis. Ende Juni 2012 ist die Fruchtbörse Geschichte. Die letzte Filiale in Bodelschwingh behält bis dahin ihren Namen, danach schließt sie endgültig (unsere Zeitung berichtete).

In diesem Jahr sind die letzten noch verbliebenen acht FBL umfirmiert worden, die weitergeführt werden: zu Rewe-Filialen. Begonnen wurde damit in Aplerbeck und an der Borsigstraße. Seit dem 1. Mai 2012 prangt das rote Rewe-Signet auch an den Filialen Germaniastraße, Wickeder Hellweg, Baroper Bahnhofstraße, Droote und an den Filialen in Bergkamen und Schwerte.

Zehn Kohlköpfe im Sack

Schon lange gehörte die Marke FBL zur Rewe Großhandels eG in Dortmund. Und bereits im Jahre 2005 blies man man in der Rewe-Geschäftsführung zum Rückzug aus der Marke, weil die Tochter zuvor jahrelang Verluste einbrachte.

Ältere Dortmunder erinnern sich noch an die - spartanisch und oft in wilder Stapelung - eingerichteten Fruchtbörsen, die der Unternehmer Limberg an Güterbahnhöfen - beispielsweise in Barop, Aplerbeck und am Güterbahnhof Ost - einrichtete. Limberg kaufte große Mengen, Obst und Gemüse direkt an den Güterbahnhöfen, wo die Ware ankam und verkaufte sie dort auch vergleichsweise preiswert weiter. Damals legten viele Hausfrauen ihre Gurken oder das Sauerkraut noch selbst ein, weckten Gemüse und Obst ein. „Heute kocht doch keiner mehr selbst ein“, nennt Kira Limbrock, Pressesprecherin der Rewe Großhandel eG., einen der Gründe für den sinkenden Reiz des Geschäftsmodells.

Die Güterbahnhofstandorte hatten die FBL schon lange verlassen. Die Kunden-Anforderungen an die Ladenausstattung sind ständig gestiegen. Das Sortiment entsprach schon seit geraumer Zeit dem Rewe-Angebot.

Klaus Buske



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