Das aktuelle Wetter Dortmund 10°C
Emscherkunst

Heute geht's um die Weltreise

08.08.2012 | 07:00 Uhr
Heute geht's um die Weltreise
Auch wenn die Bewerber noch nicht genau wissen, wohin die Reise geht, wollen sie die Chance gerne wahrnehmen.Foto: Ralf Rottmann

Dortmund  Aus hundert Bewerbungen sind ihre herausgestochen: Ida Andrae und Klaus Steiner wollen Botschafter des Strukturwandels werden. Die Emschergenossenschaft hat Menschen aus der Region dazu eingeladen, auf einer Reise durch die USA, Japan und Afrika den Strukturwandel von einer anderen Seite kennenzulernen.

Um 9 Uhr geht es los! Ida Andrae muss vor einem Gremium aus sechs Leuten ihr Konzept vorstellen. Auf Englisch! Ist sie überzeugend, reist die 26-Jährige demnächst vier Wochen lang durch drei Kontinente und kommt als Botschafterin des Strukturwandels zurück in die Emscherregion.

Aus hundert Bewerbungen ist ihre herausgestochen. Genauso wie die von Klaus Steiner. Die beiden Dortmunder sitzen heute in einem ungewöhnlichen Vorstellungsgespräch. Sie haben sich für die Teilnahme am Kunstprojekt „Grand Tour Nouveau“ beworben. Drei Menschen aus dem Ruhrgebiet sucht die Emschergenossenschaft für das Projekt. Nach der Weltreise sollen die Teilnehmer ihre Erkenntnisse so aufarbeiten, dass sie bei der Emscherkunst-Ausstellung im Sommer 2013 einer breiten Öffentlichkeit präsentiert werden können.

Ida Andrae kann sich auf spontane Weltreise begeben, weil sie gerade ihr Fotografie-Studium an der Fachhochschule abgeschlossen hat. Klaus Steiner ist in einer ganz anderen Lebensphase: Der 59-jährige Dortmunder geht in die passive Phase der Altersteilzeit. „Jetzt kann ich solche Chancen wahrnehmen“, sagt der Leiter der Unternehmensentwicklung des Rechenzentrums kommunaler Unternehmen „rku.it“.

Reise nach Afrika und Japan

Zeit hatte der leitende Angestellte bisher wenig für seine Hobbys. Nun hat er sie und zahlreich Pläne, wie sie zu füllen wäre. Die Emscherkunst ist eine Option. „Eine sehr, sehr schöne“, betont Steiner. Zumindest höre sich das so an. Schließlich wissen die Bewerber bisher wenig über die Aufgaben, die auf sie zukommen. Auch die Eckdaten der Reise liegen noch im Dunklen. „Sicher ist: Es geht aus Europa raus nach Südafrika, USA, China und Japan“, sagt Ilias Abawi, Sprecher der Emschergenossenschaft.

Drei Menschen schickt die Genossenschaft auf drei Reisen. Jede mit einem eigenen Schwerpunkt. Gesucht wurde ein junger Mensch mit künstlerischer Ausbildung, ein Student der Stadtplanung oder der Soziologie und ein Menschen über 50 Jahre, der Erfahrung in einer leitenden Position im Politik- oder Wirtschaftssektor hat.

  1. Seite 1: Heute geht's um die Weltreise
    Seite 2: Überzeugungsarbeit für das Ruhrgebiet

1 | 2



Kommentare
Aus dem Ressort
Das sind die Kandidaten für den Dortmunder des Jahres
Abstimmung läuft
Die drei Kandidaten stehen fest, ab jetzt zählt jede Stimme: Die Wahl zum Dortmunder des Jahres 2014 startet am Samstag. Das sind die drei Kandidaten für den wichtigsten Dortmunder Ehrenamtspreis.
Vierköpfige Bande überfällt Seniorenpaar zu Hause
Überfall
Überfall auf ein Ehepaar in Eving: Vier Männer sind am Donnerstag in die Wohnung eines Seniorenpaars eingedrungen. Sie erbeuteten laut Polizei einen "hohen" Geldbetrag. Der Fall erinnert an einen brutalen Raub vom Montag in Witten, bei dem eine 79-Jährige brutal überfallen wurde.
Tickets für Kraftklub und Thees Uhlmann an der Abendkasse
Visions-Festival
Am Samstag ist es soweit: Mit einem hochkarätig besetzten Festival in der Westfalenhalle feiert das Dortmunder Musikmagazin Visions sein 25-jähriges Bestehen. Thees Uhlmann, Royal Republic, Marcus Wiebusch und Kraftklub geben sich die Ehre. Für spontane Fans gibt es noch Tickets an der Abendkasse.
Brüder sollen BVB-Ordner im Stadion misshandelt haben
Gewalt
Beim Spiel des BVB gegen Augsburg im April 2013 sollen sich zwei Fans aus Ahlen mit einer Reihe Stadion-Ordner angelegt haben. Seit Freitag beschäftigt der Fall das Amtsgericht. Die Staatsanwaltschaft wirft den Brüdern vor, die Ordner misshandelt zu haben. Die Fans haben eine ganz andere Version.
So würden Dortmunds Kliniken auf Ebola reagieren
Seuche
Keines der Krankenhäuser in Dortmund könnte im Fall der Fälle einen Ebola-Patienten behandeln, auch nicht das größte Krankenhaus in NRW, das Klinikum Dortmund. Zum Einsatz müsste ein Spezial-Rettungswagen kommen. Die Sicherheitsstandards für die Isolation eines Ebola-Kranken sind einfach zu hoch.
Fotos und Videos
Im Haus der kleinen Forscher
Bildgalerie
Fotostrecke
Martener Kindergarten hat neue Spielgeräte
Bildgalerie
Fotostrecke