Heizung defekt: Feuerwehr räumt Haus an der Kaiserstraße

Das hätte für die Bewohner eines Mehrfamilienhauses an der Kaiserstraße schlimm enden können: Wegen einer defekten Heizung verteilte sich am Mittwochabend Rauch im ganzen Haus. Als das Kohlenmonoxid-Messgerät der Feuerwehr ansprang, musste alles ganz schnell gehen.

Dortmund.. Gegen 18 Uhr war die Feuerwehr am Mittwochabend zur Kaiserstraße gerufen worden. Da sah es nach einem Routine-Einsatz aus. "Verdächtiger Geruch im Treppenhaus", hieß es zunächst. Doch es drang auch das hochgiftige Kohlenmonoxid aus.

Auch in den Wohnungen wurde eine leichte Konzentration festgestellt. Die Feuerwehr musste blitzschnell handeln und evakuierte die Bewohner sämtlicher sechs Wohnungen. Auch das Umweltfahrzeug der Wache Eichlinghofen rückte an.

Verdacht auf Vergiftung

Noch am Einsatzort wurde allen Hausbewohnern Blut entnommen um festzustellen, ob sie eine Kohlenmonoxid-Vergiftung erlitten haben. Zum Glück blieben aber alle Hausbewohner unverletzt.

Anschließend begann die Suche nach dem Fehler. "Das war knifflig", berichtet Oliver Körner, Mitarbeiter der Feuerwehr-Pressestelle. "Denn im Haus gibt es zwei Heizungen. In der Parterre wird mit Öl geheizt, für die Obergeschosse gibt es eine Gastherme." Die Feuerwehrleute mussten den Fehler unter Atemschutz suchen.

Rauch und Gas strömten durch Kabelschacht

Letztlich stellte sich heraus, dass die Ölheizung defekt war. Der Rauch und das Gas konnten über einen Kabelschacht in alle Wohnungen eindringen. Das gesamte Haus wurde dann noch gelüftet und sämtliche Wohnungen überprüft. Anschließend konnten die Bewohner zurück in ihre Wohnungen. Um 19.45 Uhr war der Einsatz beendet.