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Heißer Bläser ein wenig unterkühlt

05.11.2012 | 19:00 Uhr
Heißer Bläser ein wenig unterkühlt
Terence Blanchard im domicilFoto: Christoph Giese

Cool wirkt er, der Terence Blanchard, wenn er so mit dem Publikum spricht und seine Band und die Stücke des Abends vorstellt. Im domicil präsentiert er sich aber auch als heißer Bläser.

Cool wirkt er, der Terence Blanchard, wenn er so mit dem Publikum spricht und seine Band und die Stücke des Abends vorstellt. Und ein wenig unterkühlt wirkt manchmal auch die Musik des Trompeters aus New Orleans. Auch wenn er sich im „domicil“ durchaus als heißer Bläser präsentiert.

Was wie ein Widerspruch klingt, geht bei Blanchards vorzüglichem Quintett Hand in Hand. Die Jungs verstehen ihr Handwerk, können ungemein energiegeladen aufspielen und solistisch brillieren. Und vor allem die beiden Bläser, neben dem Bandleader ist das der Tenorsaxofonist Brice Winston, geben sich dafür viel Raum.

Aber ein wenig Seele fehlt dann und wann dann vielleicht doch in den langen, treibenden Songs, die die vier Amerikaner und der kubanische Pianist dem Publikum im „domicil“ servieren. Dafür dominiert Energie, mittels Elektronik verfremdete Sounds auf der Trompete und an den Tasten.

Ein Schuss Musiktradition aus Blanchards Heimatstadt New Orleans blinzelt in den Songs aber auch immer wieder mal durch. Terence Blanchard, der auch als Komponist für Filmmusik, etwa für gleich mehrere Streifen von Spike Lee, einen guten Namen besitzt, versteht eben sein Handwerk als Klangtüftler. Die 19. Jazztage Dortmund, in deren Rahmen Terence Blanchard in Dortmund auftrat, versprechen bis zum 24. November noch einige weitere hochkarätige Abende. Etwa am 15. November, wenn der Posaunist Nils Wogram mit seiner Band „Root 70“ ins „domicil“ kommt. Oder wenn nur zwei Tage später der New Yorker Gitarrist John Abercrombie mit seinem neuen Quartett mit Billy Drewes, Drew Gress und Joey Baron an derselben Stelle vorbeischaut.

Christoph Giese



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