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Heidnische Festtage im Wandel der Zeit

08.11.2012 | 19:00 Uhr
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Heidnische Festtage im Wandel der Zeit
Hartmut Gloger (vorn) und Tom Fliege stellen in der Galerie Fischer im Depot aus.Foto: Ralf Rottmann

Um Fest- und Feiertage geht es in der neuen Austellung der Galerie Fischer im Depot. Aber auch um das Vergängliche, das Ewig. Mit der Eröffnung der Ausstellung „SpiraleLeben /Zeit“ öffnet sich die Galerie neuen Kunstformen.

Fest- und Feiertage geben dem Jahr Struktur. Oft bieten sie Gelegenheit zum Innehalten, ragen als zeitliche Landmarken aus dem Meer der vor-überziehenden Tage. Das Vergängliche, das Ewige, das Leben selbst sind Thema der neuen Ausstellung der Galerie Fischer im Depot.

Diesen Dreiklang sieht Hartmut Gloger durch die Festtage widergespiegelt. Seine Ausstellung soll auch Auftakt für die Neuausrichtung der Galerie sein. Zusammen mit Dieter Fischer führt Hartmut Gloger die Galerie weiter. „Ich möchte das Programm durch Lesungen und Musik ausweiten“, erzählt er von seinen Zukunftsplänen. „Auch der Schwerpunkt der konkreten Kunst fällt weg.“ Im neuen Jahr werden auch Fotografien und Skulpturen in der Galerie zu sehen sein.

Nun aber erstmal die Werke des neuen Mitinhabers. Für die Serie „SpiraleLeben/ Zeit“ hat sich Gloger straffe Vorgaben gesetzt: Acht Motive zu heidnischen und christlichen Feiertagen hat er entworfen. Die Arbeit an den Bildern hat er jeweils am betreffenden Feiertag begonnen, um sich von den Eindrücken der Jahreszeit beeinflussen zu lassen. Wiederkehrendes Thema ist eine Spirale. „Ich habe die Spirale ausgesucht, weil sie für mich unmittelbar mit dem Leben verbunden ist.“ Die Spirale als ewiger Kreislauf der Jahreszeiten, die sich aber nicht nur wiederholen, sondern von Jahr zu Jahr verändern.

Ergänzt werden Glogers Bilder von einem Film. Tom Fliege ist Dozent für Astronomie und hat sich dem Thema Zeit von multimedialer Seite genähert. Dazu hat er eine Kollage aus bewegten Bildern zusammengesetzt: Selbst fotografierte Sternenbilder stehen für die Unendlichkeit, der Sonnenuntergang für den Tag. Alltagseindrücke von Autobahn und Rolltreppenfahrt wechseln sich ab, werden schneller bis zur Unerträglichkeit. „Es geht um die Zeit, die verrinnt, aber die wir uns auch klauen lassen.“

Maike Rellecke

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