Haus Rode: Betreiber machen 2015 weiter

Was in den vergangenen vier Monaten aus der alten Gaststätte Haus Rode am Hörder Neumarkt geworden ist, gehört zu den positivsten Hörder Geschichten des Jahres 2014. Kultur und ein lebendiger sozialer Treffpunkt statt Leerstand das hat eine Zukunft auch nach dem 1. Januar.

Hörde.. Denn seit wenigen Tagen steht fest: Die Betreiber des Neumarkt-Wohnzimmers dürfen bleiben, eine Einigung zwischen dem Eigentümer des Hauses und dem neu gegründeten Verein "Wir am Hörder Neumarkt" ab dem 1. 1. ist gefunden. Und so wird die heutige, ausgebuchte Silvesterfeier nicht wie lange befürchtet zur Abschiedsparty, sondern zum Aufbruch in das neue Jahr.

"Dass es sich so entwickelt hat, war ja nicht planbar", sagt Marco Rudolph, der den ganzen Plan mit vorantrieb. Nach dem Umbau im Sommer war das Neumarkt-Wohnzimmer mit kleinem Budget von Null gestartet - mit kleineren und größeren Konzerten, mit Lesungen, mit Ausstellungen und viel lokaler Kultur.

Der Ort wird angenommen

"Dass wir ohne Eintritt arbeiten, sondern einen Hut herumgehen lassen, hat sich bewährt", meint Rudolph, der gerade die Anfragen für die kommenden Wochen sortiert. Von Künstlern und Besuchern wird der Ort angenommen - und Hörde ist um einen Veranstaltungsort für Kreative reicher.

Die altehrwürdigen Räume am Neumarkt sind dabei noch mehr: "Der soziale Charakter entwickelt sich gerade", sagt Marco Rudolph.

Dazu gehört etwa das Kinderprogramm an jedem dritten Sonntag im Monat. Aber auch Konzepte wie Food Sharing (Menschen tauschen untereinander nicht mehr benötigte Lebensmittel aus) oder ein Tauschraum für Bücher finden hier eine Plattform. "Wir wollen nicht nur ein Club sein, sondern auch Familien erreichen.".