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Handelspreis für Angelfachgeschäft Ussat in Dortmund

25.10.2012 | 15:14 Uhr
Handelspreis für Angelfachgeschäft Ussat in Dortmund
Westfälischer Handelspreis 2012 im Industrieclub am 25.10.2012.Foto: Knut Vahlensieck

Dortmund.   Auszeichnung für Angel Ussat: Das Fachgeschäft in Dortmund-Aplerbeck hat den Westfälischen Handelspreis 2012 erhalten. Etwa 150 Gäste waren bei der Verleihung anwesend. Die eigentlich eingeplante politische Prominenz ließ sich allerdings vertreten.

Sie hatten sozusagen einen dicken Fisch an der Angel: Uli Beyer, Inhaber von Angel Ussat aus Dortmund Aplerbeck, ist Träger des Westfälischen Handelspreises 2012. Er ist Experte zu Wasser und zu Land: als Kauf- und Raubfisch-Fachmann.

Nach der Präsentation der fünf nominierten Kandidaten der Endrunde verkündete Michael Radau, Vorsitzender des Einzelhandelsverbandes Westfalen-Münsterland, vor etwa 150 geladenen Gästen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung die Entscheidung der Jury. Der Preis, der in diesem Jahr zum 12. Mal von der Nationalbank und dem Einzelhandelsverband vergeben wurde, ist mit 5000 Euro Preisgeld dotiert.

Konsumlaune ist noch vorhanden

„Es ist der Tag der Alternativen“, lachte Wirtschaftsförder Udo Mager. Die waren nicht die schlechtesten – sowohl was die vier Mitbewerber des Siegers betraf, als auch die Redner bei der Veranstaltung. Mager sprang für den Oberbürgermeister ein; der Geschäftsführer der Wirtschaftsbank NRW, Manfred Thivessen, für einen erkrankten Finanzministers Dr. Norbert Walter-Borjans.

Noch ist die Konsumlaune vorhanden, attestierte Michael Radau; der Handel verzeichne einen Zuwachs an Beschäftigten und ein Umsatzwachstum von noch 2,6 Prozent. Und er empfand die Nominierten als eine Art Gut-Wetter-Macher gegen dräuende dunkle Wolken am Horizont. Es seien Kaufleute, die sich anders positionieren am Markt, die mit stationären Konzepten punkten und sich untereinander verzahnen. Dazu gehört auch eine gesunde Portion Selbstbewusstsein: „Ich verstehe nicht, wie man von Rabatten leben kann“.

Politische Schnellschüsse

Und es sind garantiert nicht die Billigheimer, die Dortmund als Einkaufszone auf Platz 9 im Wettbewerb mit Städten wie Köln und Düsseldorf katapultieren – „das ist ein Beleg für die Qualität des Handels“. 3400 Geschäfte in der Stadt, 490 davon in der City: der Einzelhandel, so Udo Mager, sei mit 17.400 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten auch die zweitstärkste Säule Dortmunds gemessen an der Beschäftigtenzahl.

Dass politische Schnellschüsse wie City-Maut, verkaufsoffene Sonntage und Factory Outlets das Stimmungsbild im Handel negativ beeinflussen – Mager hätte gerne die Gelegenheit genutzt, das mit Borjans zu diskutieren. Für den zeichnete stattdessen Manfred Thivessen ein Bild der Bürgschaftsbank NRW und betonte mit Blick auf die Preisverdächtigen: „Wir setzen auf solche Unternehmer“. Er stellte Fördermöglichkeiten für die Weiterentwicklung von geschäftlichen Aktivitäten vor.

Von Anja Schröder



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