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Mobbing

„Hamster-Affäre“ in Dortmund - Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Lehrerin abgewiesen

27.01.2012 | 13:19 Uhr
„Hamster-Affäre“ in Dortmund - Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Lehrerin abgewiesen
Eine Schülerin soll wegen ihres Hamsters aus der Schule gemobbt worden sein. Foto: Rottmann

Dortmund.   Vorläufiges Ende der „Hamster-Affäre“: Nach den Mobbing-Vorwürfen gegen eine Lehrerin an Dortmunds Johann-Gutenberg-Realschule hat die Bezirksregierung die Dienstaufsichtsbeschwerde eines Elternpaares gegen die Lehrerin zurückgewiesen. Dienstrechtlich sei der Fall erledigt, weitere Gespräche folgen.

Vorläufiges Ende der „Hamster-Affäre“: Die Bezirksregierung Arnsberg hat nach eigener Darstellung die Dienstaufsichtsbeschwerde eines Elternpaares gegen eine Lehrerin an der Johann-Gutenberg-Realschule in Dortmund sorgfältig geprüft und als unbegründet zurückgewiesen. Nach Angaben des Patenonkels des Mädchens soll eine Lehrerin das Kind regelrecht gemobbt haben, nachdem es seinen Hamster mit in die Schule gebracht hatte

Dienstrechtlich ist der Vorgang abgeschlossen, schreibt die Bezirksregierung in einer Mitteilung am Freitag. In pädagogischer Hinsicht sollen die Vorgänge jedoch noch einmal gründlich mit der beteiligten Lehrerin und dem Schulleiter aufgearbeitet werden.

„Der Lehrerin, gegen die sich die Beschwerde der Eltern gerichtet hat, kann in dienstrechtlicher Hinsicht kein Fehlverhalten vorgeworfen werden. Gleichwohl werden wir den gesamten Geschehensablauf aber noch einmal mit der Lehrkraft und der Schulleitung reflektieren und in pädagogischer Hinsicht bewerten“, betont Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann. Zu diesem Zweck werde die Schulabteilung der Bezirksregierung den Dialog mit der Schulleitung fortsetzen.

Schüler der Johann-Gutenberg-Realschule sammelten Unterschriften für ihre Lehrerin. Montage: Felix Degenhardt

Der Vorfall an der Johann-Gutenberg-Realschule hatte im November 2011 für Aufregung gesorgt. Die Intention der Bezirksregierung sei gewesen, vermittelnd einzugreifen und neben den Interessen des Kindes und seiner Eltern auch den Standpunkt der Lehrerin sowie Tierschutzaspekte zu berücksichtigen. Alle Beteiligten seien diese Woche umfassend über das Ergebnis der Ermittlungen informiert worden.

Streit um Einmischung Bollermanns

Nach Darstellung des Patenonkels war das Mädchen, nachdem es seinen Hamster mit in die Schule gebracht hatte, gemobbt und alleine auf den knapp sieben Kilometer langen Heimweg geschickt worden. Regierungspräsident Bollermann hatte sich daraufhin für die Schülerin eingesetzt und war dafür von der Lehrergewerkschaft GEW öffentlich kritisiert worden, da die betroffene Lehrkraft vorher nicht befragt worden sei.

Auch hatten sich im Nachhinein die Schilderungen des Patenonkels nicht belegen lassen. Die Eltern von Mitschülern hatten sich zu Wort gemeldet und den Sachverhalt anders dargestellt. Ob die Lehrerin nun nach der für sie positiven Ermittlung eine öffentliche Entschuldigung bekommt, steht unterdessen auf einem anderen Blatt.

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Kommentare
28.01.2012
08:02
„Hamster-Affäre“ in Dortmund - Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Lehrerin abgewiesen
von Linker-Genosse | #8

ZU: Der Lehrerin, gegen die sich die Beschwerde der Eltern gerichtet hat, kann in dienstrechtlicher Hinsicht kein Fehlverhalten vorgeworfen werden. Gleichwohl werden wir den gesamten Geschehensablauf aber noch einmal mit der Lehrkraft und der Schulleitung reflektieren und in pädagogischer Hinsicht bewerten“, betont Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann.

Was passiert denn mit der DAB wenn sich im Nachgang der Reflektion der pädagogischen Sichtweise doch herausstellen sollte dass die Bürger Recht hatten?
Es wird nichts passieren, da der Lehrerin mittlerweile ein Heiligenschein verabreicht wurde.
Aufklärung sieht wahrlich anders aus.

1 Antwort
Linker Genosse ...
von runningvalentino | #8-1

versuchen Sie doch bitte einmal das "Bürokratendeutsch" in dem Satz zu interpretieren/verstehen.
"...werden wir den gesamten Geschehensablauf aber noch einmal mit der Lehrkraft und der Schulleitung reflektieren und in pädagogischer Hinsicht bewerten“ - in diesem Satz liegt etwas mehr als Sie villeicht vermuten...egal, wer nun recht bekommt oder nicht!

Eine "Hamsteraffäre" wird es an dieser Schule - zumindest in der letzten Fassung - nie wieder geben :-)

28.01.2012
07:04
Woran das wohl liegt...?
von mspoetnik | #7

Vielleicht am oftmals arroganten,überheblichen Auftritt.

1 Antwort
Hm?
von runningvalentino | #7-1

Das kann ich aus eigener Erfahrung mit Polizisten NICHT bestätigen!

Vielleicht hat aber auch "unsere Oma " recht gehabt, wenn sie sagte " Wie man es in den Wald hjnein ruft, so schallt es heraus". Könnte in manchen Gesprächen durchaus wahr sein.

28.01.2012
06:25
Es nimmt nicht wunder...
von runningvalentino | #6

dass es in der nahen Zukunft zumindest vorübergehend schwierig sein wird, genügend gute und motivierte Junglehrer an die Schulen zu bekommen.

Warum ? Welcher halbwegs gescheite Mensch will sich denn Folgendes bei bescheidener Entlohnung antun?

1. Immer auffälligere Kinder
2. Beratungsresistente, dreister werdende Eltern, die zunehmend seitens der
Schulaufsichten unterstützt werden. Man möge sich einmal dokumentieren lassen,
welchen hirnrissigen Widersprüchen aus Angst statt gegeben wurde!
3. Zunehmende Demontage des Lehrerbildes durch Medien, Stammtischgebrabbel und
auch Politikern

Welcher junge Mensch möchte sich denn freiwillig zum " Deppen der Nation" küren lassen? Nur Polizisten haben - ebenfalls völlig zu unrecht- ein vergleichbar schlechtes Image. Aber auch hier wird händeringend um Nachwuchs geworben.

Woran das wohl liegt ...

27.01.2012
17:14
„Hamster-Affäre“ in Dortmund - Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Lehrerin abgewiesen
von wimmel | #5

Vielleicht sollte man dem Onkel des Mädchens und dem Mädchen selber auch mal den Marsch blasen.
Dem Hn. Ballermann muß man auch mal erklären was seine Pflicht als RP ist, jedenfalls nicht den Anschein von Schuld einer Untergebenen zu erwecken um, sich interessant zu machen.
Anzetteln von Rufmord ist doch auch strafbar.

27.01.2012
15:23
„Hamster-Affäre“ in Dortmund - Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Lehrerin abgewiesen
von rudizehner | #4


Nicht verwunderlich:

Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus; Beamte unter sich...

2 Antworten
„Hamster-Affäre“ in Dortmund - Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Lehrerin abgewiesen
von dortmunder2012 | #4-1

..offenbar den sachverhalt nicht verstanden und/oder keine lust ausgewogen zu informieren....offenbar grundsätzlich gegen alles was mit staat zu tun hat....

Dieter Nuhr...
von runningvalentino | #4-2

lieber Rudi Ratlos, gab einmal von sich "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die F.... halten ". In Ihrem fall hat er mehr als recht.

Es gibt auf dieser Welt zu viele Dumpfbacken, die bei völliger Ahnungslosigkeit immer noch den Schlaumeier geben wollen. Mann oh Mann !!!!

27.01.2012
14:50
„Hamster-Affäre“ in Dortmund - Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Lehrerin abgewiesen
von Syndikus | #3

Für Aufregung hat aus meiner Sicht nur die einseitige - und wohl auf Aufregungserzielung ausgerichete - Berichterstattung von WAZ/WR geführt, die unverantwortlicherweise nur auf die Darstellung des Patenonkels gestützt war. Die Ruhrnachrichten haben bspw. von Anfang an auch berichtet, dass das liebe Kind mit seinen netten Schulkameraden mit dem in einem Transportbehälter untergebrachten Hamster auf dem Schulhof Fussball gespielt haben sollen. Wer das gelesen hat, der hat den Gesamtzusammenhang natürlich besser nachvollziehen können und war automatisch entsprechend weniger "aufgeregt"!

4 Antworten
„Hamster-Affäre“ in Dortmund - Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Lehrerin abgewiesen
von Ruhrbuerger | #3-1

Selbst, wenn das wahr ist. Ist das ein Grund für eine Lehrerin, so auszurasten und das Kind 7 km allein nach Hause zu schicken. Wenn das alles ist, was die Lehrerin zur Konfliktlösung beträgt, ist das doch nur arm.
Im übrigen zweifel ich. Das wäre ja wohl der erste Satz gewesen, mit dem sich Lehrerin, Schule und Bezirksregierung verteidigt hätten.

"Arm" ist es...
von runningvalentino | #3-2

wenn man einen Sachverhalt nicht beurteilen kann, weil man den Hintergrund überhaupt nicht kennt , aber dennoch eine Person diskreditiert. Das ist "arm " im Geiste und ""arm" an Niveau, Ruhrbuerger!

Merke: Jeder sollte / darf eine eigene Meinung haben , er oder sie muss sie aber nicht kundtun. Zu oft manifestiert das Posten eines Kommentares absolute Unkenntnis, mit hohem "Fremdschämfaktor"...

„Hamster-Affäre“ in Dortmund - Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Lehrerin abgewiesen
von Ruhrbuerger | #3-3

Hab ich Dir Aua getan, lieber runningvalentino? Das tut mir leid, aber die Wahrheit ist nun manchmal hart und es ist noch härter, sie lesen zu müssen.

Merke: Ob ich meine Meinung poste, oder auch nicht, dass entscheide ich ganz allein. Glücklicherweise lebe ich in einer Welt, in der ich mich äußern darf, ohne es erst genehmigen zu lassen.

Wenn SIE...
von runningvalentino | #3-4

Sinn entnehmend gelesen hätten, dürften SIE bemerkt haben, dass IHNEN niemand das Recht auf freie Meinungsäußerung nehmen wollte und auch gar nicht darf.

Auch als ruhrbuerger sollte man indes überlegen, ob es sinnvoll ist, etwas zu kommentieren, was man nur unzureichend recherchiert hat oder gar nicht beurteilen kann. Alles Andere sollte besser *Experten* überlassen bleiben; wobei.... na ja , das ist ein anderes Thema!

27.01.2012
14:33
„Hamster-Affäre“ in Dortmund - Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Lehrerin abgewiesen
von jokel | #2

Det is aba peinlich, erst grätscht der RegPrä angestachelt von der Presse dazwischen und dann gibt es eine Klatsche. Und jetzt?
Dienstaufsichtsbeschwerde?

27.01.2012
13:30
„Hamster-Affäre“ in Dortmund - Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Lehrerin abgewiesen
von SusanneStreek | #1

Herr Bollermann kann es wohl nicht ertragen ist das er im Unrecht ist, sonst würde er ja nicht so nachtreten. Anstatt sich zu entschuldigen "werde die Schulabteilung der Bezirksregierung den Dialog mit der Schulleitung fortsetzen.".

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