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Jahresrückblick

Haftstrafen, Messerattacken, Mord — das Blaulicht-Jahr 2012

27.12.2012 | 18:27 Uhr
Haftstrafen, Messerattacken, Mord — das Blaulicht-Jahr 2012
Foto: WAZ FotoPool

Dortmund.   Zugegeben: Unser Blaulicht-Rückblick auf 2012 verbreitet nicht gerade eine positive Grundstimmung. Trotzdem haben wir mal die vergangenen zwölf Monate voller spannender Polizeiarbeit und spektakulärer Gerichtsprozesse zusammengefasst. 2013 wird schöner — versprochen!

Das Jahr 2012 glänzt sicher nicht vor guten Nachrichten. Raubmord auf einen Juwelier an der Bornstraße, ein gestohlenes Weihwasserbecken und ein rückfälliger Sexualstraftäter, der vorzeitig aus der Sicherungsverwahrung entlassen wurde. Wir haben das erste Halbjahr in unserem Blaulicht-Rückblick zusammengefasst.

Das zweite Halbjahr folgt in ein paar Tagen!

 

Das wichtigste aus jedem Monat:

JANUAR Ein 34-Jähriger wird zu lebenslanger Haft wegen Raubmordes verurteilt. Er hatte 2008 das Juwelier-Geschäft „Italy Gold“ an der Bornstraße überfallen. Inhaber Francesco La Paglia (51) starb bei dem Raub.

FEBRUAR Ein Pflegevater (50) muss wegen schweren sexuellen Missbrauchs für fast vier Jahre ind Gefängnis. Er hatte zwischen 1994 und 2007 drei der ihm anvertrauten Pflegekinder missbraucht — teils über mehrere Jahre bis zum zehnten Lebensjahr. Zwei der Mädchen sind geistig behindert.

MÄRZ Ein stark selbstmordgefährdeter Senior (76) bekommt 56.000 Euro Schmerzensgeld von der LWL-Klinik in Aplerbeck. Die Ärzte hatte die Suizidgefahr falsch eingeschätzt und den Mann in der offenen Abteilung untergebracht. Beim Ausgang warf er sich an der Marsbruchstraße vor die Straßenbahn.

APRIL Bei einer Messerstecherei in der Nordstadt wird ein 18-Jähriger getötet. Zwei Gruppen waren aneinander geraten — erst mit Worten, dann mit Messern. Offenbar hatte Imponiergehabe vor den Freundinnen den Streit eskalieren lassen. Der Angreifer kommt wegen Notwehr mit einer Bewährungsstrafe davon.

MAI Der vorzeitig aus der Sicherungsverwahrung entlassene Sexualstraftäter Heinrich K. muss für drei Jahre ins Gefängnis. Zudem verhängt das Gericht eine weitere Sicherungsverwahrung. Er war kurz nach seiner Freilassung rückfällig geworden und hatte ein Mädchen (7) in einer Tiefgarage sexuell missbraucht.

JUNI Drei Jahre nach dem Überfall auf die DGB-Demo am 1. Mai spricht as Gericht die angeklagten Rechtsextremisten Dennis G. und Alexander D. frei. Eine Anstiftung zur Gewalt sei ihnen nicht nachzuweisen. Das Urteil schlägt hohe Wellen der Kritik.

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