PCB-Skandal
Hafenanlieger sollen Envio-Opfer einstellen
25.08.2010 | 17:07 Uhr 2010-08-25T17:07:00+0200
Dortmund.Die ehemaligen Envio-Mitarbeiter können auf neue Jobs hoffen: Der Vorsitzende des Hafenanlieger-Vereins, Hans-Dieter Kahleyß, hat seine Kollegen dazu ermutigt, den PCB-Opfern freie Stellen anzubieten. Er selbst macht den Anfang.
Rund 100 Firmen sind im Dortmunder Hafen angesiedelt. Sie alle zeigen sich solidarisch mit den Opfern des Envio-Skandals – den ehemaligen Mitarbeitern und Leiharbeitern der Giftfirma. Den Anfang macht der Vorsitzende des Hafenanlieger-Vereins, Dr. Hans-Dieter Kahleyß: Er will einen zufällig frei gewordenen Arbeitsplatz bei den Deutschen Gasrußwerken mit einem bei Envio mit PCB vergifteten Mitarbeiter besetzen.
100 Hafenfirmen – 60 PCB-Opfer
„Ich meine, dass die Unternehmen im Hafen zumindest eine moralische Verpflichtung haben, den Opfern von Envios mutmaßlichem unternehmerischen Fehlverhalten zu helfen“, so Kahleyß. Er forderte die rund 100 Firmen auf, seinem Beispiel zu folgen: „Alle Unternehmen zusammen sollten in der Lage sein, etwa 60 PCB-Opfern zu helfen.“ Wer die Solidaritätsaktion unterstützen will, solle sich an Janina Lewinski von der Arbeitsagentur (0231/842 12 40) wenden.
Die für Envio zuständige Berufsgenossenschaft trage alle Kostenrisiken, die sich aus der PCB-Belastung ergeben. Eine Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit sei durch PCB nicht zu erwarten.
00:25
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
21:38
Zeigt das es doch noch Menschen / Unternehmer mit Anstand und Verantwortungsbewußtsein gibt.
Contituare
Hoffe es nützt den Betroffenen.
20:16
Mir würde als Arbeitnehmer wohler sein, wenn ich wüsste, dass *alle* Hafenbetriebe, die mit Gefahrstoffen umgehen (und das sind nicht Wenige), sich erweiterten Kontrollen und Überprüfungen ihrer Anlagen und Gelände stellen. Sonst droht das Vom Regen in die Traufe-Spiel.
19:52
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.