Dortberghaus
Hängepartie um Hotel am Hauptbahnhof hält an
16.08.2010 | 09:29 Uhr 2010-08-16T09:29:00+0200
Innenstadt.Von einem 4-Sterne-Hotel ist das leerstehene Gebäude an der Katharinentreppe weit entfernt. Grund für den Stillstand am Hauptbahnhof: Lehmann Brothers und Merril Lynch sind pleite – waren aber mit 20 Mio. Euro eingeplant.
Zu Beginn ihrer Umbaupläne träumten die Investoren, erste Fans der Fußball-WM 2006 in die Zimmer des neuen Hotels einquartieren zu können. Ein Trugschluss. Noch heute, vier Jahre später, ist von einem Vier-Sterne-Hotel im früheren Dortberghaus an der Katharinentreppe weit und breit nichts zu sehen. Doch die Investoren halten unverdrossen an ihren Umbauplänen fest.
Der Grund für die Hängepartie ist noch immer die Pleite der US-Bankhäuser Lehmann Brothers und Merril Lynch, die als Geldgeber für den mit 20 Mio. Euro bezifferten Umbau des Gebäudes ausgefallen sind. Dennoch macht Christian Deharde, Kopf des Wiesbadener Projektentwicklers KPE, in Optimismus. Man befinde sich „in abschließenden Gesprächen“ mit Banken, Am Ende könne es auch auf ein Konsortium hinauslaufen. „Ich bin überzeugt, dass wir ein gutes Produkt entwickeln“, sagt Deharde. Eines, in das er sich persönlich reinhängt: Er werde gemeinsam mit einem Partner in die Betriebsgesellschaft für das Vier-Sterne-Hotel einsteigen. Sein Partner, den Deharde noch unbenannt wissen möchte, betreibe bereits ein Hotel in Dortmund und sei auch in anderen Ruhrgebietsstädten mit Hotels und Gastronomie präsent. Man habe nicht vor, das Objekt nach Fertigstellung zu veräußern. „Wir werden das Haus in unserem Besitz halten.“ Er gehe davon aus, die Arbeiten im Herbst fortsetzen und das 156 Zimmer große Haus nach zehn- bis zwölfmonatigem Umbau 2011 eröffnen zu können. Und weil dabei rund 40 neue Arbeitsplätze entstehen, hofft Deharde auf Landesförderung - maximal 20 Prozent der zuschussfähigen Kosten.
Starten könnte der Eigentümer mit den Arbeiten sofort: Die Baugenehmigung hat KPE seit November 2009 in der Tasche. Sie gilt drei Jahre. Weitergereicht hatte die Stadt die Immobilie aber schon Anfang 2005 - außer vorbereitenden Arbeiten, die obendrein wieder ruhen, ist nichts passiert. Wie lange sich die städtischen Liegenschaftler die jahrelange Hängepartie mit endlosen Verhandlungen noch ansehen wollen - dickes Fragezeichen. Eine Stellungnahme war nicht zu erhalten. Frenchisegeber, auch daran hält Deharde fest, soll nach wie vor die Interconti-Gruppe werden.
02:48
@#6 Ja, das werde ich auch. Und bleib Du schön daheim im westfälischen Provinznest, ok;)
02:46
Was ich vergaß: Hast Du den Schrotthaufen mal gesehen, erst recht nach dem aktuellen Umbau? Allein der Tunnel ist bald so breit wie unser lang ist. Ach ja - und etwa 10x so viele Menschen sind drin unterwegs...aber was zählt das schon für einen großen Experten wie dich, was...
02:42
@#5
Auf welchem Planeten lebst du denn? Düsseldorf IST eine Weltstadt und Kölle wohl eher das Provinzklüngelnest. Jedes Kind weiss das. Oder hat Kölle eine Kö, eine Börse, einen Weldststadtairport und und und?
Aber ist schon klar. Hamburg kann Bremen sicher auch nicht das Wasser reichen...Ironie aus
10:33
Wir haben soviele Traumtänzer in den Etagen der Stadt Dortmund, dass glaubt keiner!
Vor 10 Jahren noch träumte man von einem
300 Mio. Objekt (Kinos, Läden, Kongresszenten, Hotels...) am Haupthof...
Was ist daraus geworden: eine Luftsblase!
Dann sollte mal das Uniongelände mit einem Einkauftszentrum über Luftbrücken und dem Westenhellweg verbunden werden...
Luftnummer...Nummer zwei!
Das Gesundheitsamt sollte auch mal zu einem Hotel, oder Bürokomplex umgebaut werden.
Doch dann kamen die Denkmalschützer und die Schrottimmobilie bleibt ist jetzt 3. Luftnummer...
Kein Geld für Denkmalschutz, aber es wird geschützt, weil zwei Herren das Treppenhaus des Gesundheitsamtes so schön und einzigartig finden!
An den realen Bedürfnissen der Gesellschaft und der Wirtschaft wird alles irgendwie vorbei gehändelt!
Und dann wundern sich alle, wenn in Dortmund nichts Neues (vorzeigbares) geschieht!
Falls jetzt einer mit Phönixsee und dem U-Kunstzentrum kommt: Beides teure und unnutzige Prestijprojekte für eine gutbetuchte Minderheit!
04:01
dennoch gleicht die Innenstadt einer riesigen Baustelle. Spätestens in zwei bis drei Jahren ist Dortmund eine Reise wert!
Das hab ich schon mal in den Achtzigern gelesen und gehört. Muss was mit der Gnade der späten Geburt zu tun haben.
23:38
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
19:02
tim..dann bleib doch in deiner soooooo schönen neuen heimat düsseldorf..der weltstadt..
19:02
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
17:59
@#3
Der Düsseldorfer Hbf ist ebenfalls ein Schrotthaufen. Außerdem ist Düsseldorf eine möchtegern Weltstadt, die Kölle nicht das Wasser reichen kann.
Zurück zum Dortberg-Haus: Sicherlich ist die Entwicklung unschön, dennoch gleicht die Innenstadt einer riesigen Baustelle. Spätestens in zwei bis drei Jahren ist Dortmund eine Reise wert!
17:34
Eine weitere stadtplanerische Pleite.