Gute Zahlen für Signal Iduna - Stellenabbau ohne Kündigungen

Signal Iduna hat am Donnerstag Zahlen für das Geschäftsjahr 2014 vorgelegt: Die Versicherungsgruppe steigerte ihr Gesamtergebnis um 14,9 Prozent auf 854,2 Millionen Euro. Trotzdem sollen weiterhin 1400 Stellen gekürzt werden - allerdings ohne betriebsbedingte Kündigungen.

Dortmund.. Im Oktober 2014 wurde der Plan der Versicherungsgruppe angekündigt, 1400 Stellen im Konzern bis 2018 kürzen zu wollen. Und Signal Iduna hält daran fest, wie Vorstandsvorsitzender Ulrich Leitermann am Donnerstag bekräftigte. In den Verwaltungen in Dortmund und Hamburg sollen 700 Stellen wegfallen. Wie viele Arbeitsplätze genau wo gekürzt werden, dazu sagte Leitermann nichts Neues.

Vorruhestand und Altersteilzeit

Weitere 700 Stellen will man in der Fläche einsparen. Was die Art des Personalabbaus angeht, sagte er: "Wir halten es aufgrund der Altersstruktur, die wir haben, und der Gespräche mit dem Betriebsrat für realistisch, es ohne betriebsbedingte Kündigungen zu schaffen." Man wolle stattdessen auf Vorruhestandsregelungen und Altersteilzeit setzen oder Mitarbeitern Abfindungen zahlen. Ab 2018 sollen 140 Millionen Euro pro Jahr eingespart werden.

Abseits davon will die Signal Iduna Gruppe auch investieren: 100 Millionen Euro sollen in die Automatisierung fließen. Die gestiegenen Erträge, so Leitermann, würden dringend benötigt - für Investitionen etwa in die Digitalisierung sowie für Rückstellungen aufgrund der niedrigen Zinsen. Mehrfach ging er auf die niedrigen Zinsen ein, die nicht nur für Versicherungen ein Problem seien, sondern - durch die höheren Aufwände für Pensionsrückstellungen - alle Unternehmen massiv belasten würden.

Lebensversicherer wachsen stark

Die Zahlen der Signal Iduna Gruppe für 2014 lassen sich sehen: Die Lebensversicherer der Gruppe wuchsen zusammen um 6,3 Prozent auf 1,65 Milliarden Euro und damit deutlich stärker als der Markt (3,1 Prozent). Der Bereich Lebensversicherungen sei nach wie vor sehr wichtig, betonte Leitermann.

Die beiden Krankenversicherer der Gruppe erzielten Beitragseinnahmen in Höhe von 2,73 Milliarden Euro - 0,6 Prozent weniger als 2013. Grund dafür: ein verhaltenes Neugeschäft sowie stabile Beiträge, die auch dieses Jahr nur "moderat" steigen sollen. Der Jahresüberschuss der Gruppe stieg um 32,9 Prozent auf 175,5 Millionen Euro.

Die Signal Iduna Gruppe hat zwei Hauptverwaltungsstandorte - in Dortmund und Hamburg. Durchschnittlich hatte die Gruppe 2014 12.500 Mitarbeiter, davon 2500 in Dortmund.