Das aktuelle Wetter Dortmund 16°C
Rettungsdienst

Gutachter soll Notruf-Anstieg klären

24.02.2013 | 18:01 Uhr
Immer öfter wird in Dortmund der Rettungsdienst gerufen.
Immer öfter wird in Dortmund der Rettungsdienst gerufen.Foto: Peter Bandermann

Dortmund.  100.000 Einsätze koordiniert die Leitstelle der Feuerwehr im Jahr. Tendenz: stark steigend. Bei der Feuerwehr kann man sich den Anstieg kaum erklären - und schaltet einen Gutachter ein.

"Wir erkennen eine erhebliche Erhöhung, können aber nicht sagen, woher sie kommt", so der Leiter des Rettungsdienstes, Volker Schulz. Ein Gutachter nimmt deshalb die Einsatzzahlen und -anlässe unter die Lupe, um den Anstieg zu erklären. "Mit Ergebnissen rechnen wir Ende März", sagte Schulz weiter. Mit diesen Daten muss die Feuerwehr weiter planen.
Mehr ältere Menschen
Fest steht jetzt schon, dass der Rettungsdienst vor großen Herausforderungen steht. Treiber ist der demografische Wandel: Immer mehr Menschen erreichen ein höheres Alter und nehmen medizinische Hilfe in Anspruch. Wer den Notruf 112 wählt und einen medizinischen Notfall meldet, löst einen Rettungsdienst-Einsatz aus. Ein Rettungswagen und - wenn das geboten ist - auch ein Notarzt rücken aus.
Zurzeit kann die Leitstelle der Feuerwehr 18 Rettungswagen und fünf Notarztwagen einsetzen. Der Bedarf wird steigen, weil strengere Hygienevorschriften Folgen für den Fuhrpark haben. Die Krankenhäuser müssen vor dem Transport eines mit gefährlichen Keimen belasteten Patienten dieses Risiko melden.

Desinfektion in Hörde

Um keine weiteren Patienten oder weiteres Personal zu infizieren, müssen Rettungsdienstkräfte und Fahrzeug nach solchen Fahrten zur Desinfektion auf die Feuerwache 4 in Hörde. Personal und Fahrzeug sind für die Dauer der Desinfektion mindestens zwei Stunden aus dem Verkehr gezogen. Bereits jetzt ist das täglich der Fall. Eine Alternative zur Desinfektion gibt es nicht: Gegen Medikamente resistente Keime sind leicht übertragbar und können für einen alten kranken Menschen lebensgefährlich sein. Weil Rettungsdienst-Personal und -Fahrzeuge permanent Kontakt zu solchen Patienten haben, sind scharfe Schutzmaßnahmen enorm wichtig, um Gesundheit und Leben zu schützen.
Volker Schulz: "Der Rettungsdienst wird sich den Veränderungen in der Bevölkerung anpassen müssen. Wenn die Menschen älter werden, sind auch immer mehr Menschen krank. Das fällt auf uns zurück."

Von Peter Bandermann

Facebook
Kommentare
Fotos und Videos
Familientag in Huckarde
Bildgalerie
Fotostrecke
Dortmunds hässlichste Kaffeetassen
Bildgalerie
Fotostrecke
Verfall im Schrebergarten
Bildgalerie
Lost Place
Aus dem Ressort
Feuerwehr rückte zu Brand in der Nordstadt aus
Clausthaler Straße
In einer Wohnung an der Clausthaler Straße in der Nordstadt hat es am Mittwochmorgen gebrannt. Rauch drang gegen 7 Uhr aus den Räumen im vierten Stock. Die Feuerwehr vermutete, dass noch Menschen in der Wohnung waren.
Polizei sucht mit Fahndungsfotos nach Taschendieb
Geldbörse gestohlen
Mit Fotoaufnahmen aus einer Überwachungskamera fahndet die Polizei nach einem Taschendieb. Vor zwei Monaten, am 17. Juli, stahl der mutmaßliche Täter einer Dortmunderin die Geldbörse aus der Handtasche - und bediente sich wenig später am Konto der Frau.
Politik stutzt Radfahr-Verbotszone am Phoenix-See
Bezirksvertretung Hörde
Die umstrittene Radfahr-Verbotszone am Phoenix-See wird wieder kleiner: Das Tiefbauamt hat sich mit der Bezirksvertretung Hörde am Dienstag darauf geeinigt, dass Radfahren auf einem zentralen Stück der Fußgängerzone demnächst wieder erlaubt ist. Bei Hördes Senioren löste die Entscheidung harsche...
Dortmunder Firmen haben kein Interesse an Opelanern
Jobsuche
Ende des Jahres schließt das Opel-Werk in Bochum - und damit ist auch die Zukunft von 500 Dortmunder Opelanern offen. Auf einen neuen Job in ihrer Heimatstadt sollten sie jedoch nicht spekulieren. Eine Umfrage der Arbeitsagentur unter Dortmunder Unternehmen lieferte ein niederschmetterndes Ergebnis.
Dortmund denkt über Wohn-Container für Flüchtlinge nach
Flüchtlinge
Bei der Unterbringung von Bürgerkriegs-Flüchtlingen aus Syrien denkt die Stadt inzwischen auch über ungewöhnliche Wege nach. Sollte die Zahl der Flüchtlinge im Winter weiter steigen, könnten die Betroffenen vorübergehend auch in Wohn-Containern auf städtischen Flächen untergebracht werden.