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Gutachter schätzt Wert der EDG auf 207 bis 313 Mio Euro

15.04.2008 | 20:21 Uhr

Was ist die EDG wirklich wert? Das hatte Regierungspräsident Helmut Diegel von der Stadt Dortmund, mit 51 % Mehrheitseigentümerin, wissen wollen. Die Antwort liegt Arnsberg inzwischen schriftlich vor. Sie lautet: bis zu 313 Mio Euro.

In seiner Not, die Zweifel Diegels an der Gesetzmäßigkeit des Ratsbeschlusses zum Doppelhaushalt 2008 / 2009 ausräumen zu müssen, hatte sich OB Dr. Gerhard Langemeyer in der Ratssitzung am 13. März von der rot-grünen Mehrheitsfraktion freie Hand geben lassen. Prokura dazu, bei Bedarf so viele Anteile der Stadt an ihrer Entsorgungstochter die 49 %-Mitgesellschafterin Dortmunder Stadtwerke (DSW) zu verkaufen, dass der Haushalt um 20 Mio Euro entlastet wird, die Stadt dennoch im Besitz der Sperrminorität von 25,1 % der EDG-Anteile bleibt und die für 2008 und 2009 fest eingeplanten Einnahmen aus der Gewinnausschüttung der EDG ungeschmälert fließen.

Was das bringen und wie das laufen soll, wollte Arnsberg denn doch genauer wissen - und verlangte, die Stadtkämmerin möge der Kommunalaufsicht ein Wert-Gutachten vorlegen. Was das Verfahren mächtig beschleunigte: Eine relativ aktuelle Expertise zum Wert der EDG lag bereits in der Schublade.

Was steht drin? Nun, dass die EDG mindestens 207, vielleicht sogar 313 Millionen Euro auf die Waage bringt.

Nettoerlös von mindestens 29,3 Mio

Ihre Berechnungen stützten die Gutachter vor allem auf die zuletzt erzielten und die zukünftig geplanten Unternehmensergebnisse in den Jahren 2007 bis 2011.

Heißt in diesem Fall: Würde sich die Stadt von allen Anteilen trennen, die jenseits der 25,1-Prozent-Marke liegen, könnte sie von ihrer 100 %-Tochter DSW mindestens 53,6 Mio Euro kassieren. Bei einem vorsichtig angesetzten Buchwert im Haushalt von knapp 21 Mio Euro blieben unterm Strich 32,7 Mio Euro übrig. Zieht man vom Kaufpreis die anteilige Dividende von 3,4 Mio Euro für 2008 und 2009 ab, schlügen netto 29,3 Millionen zu Buche.

Von Rolf Maug

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