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Grüne sehen keine Zukunft für Flughafen Dortmund

06.09.2012 | 22:00 Uhr
Grüne sehen keine Zukunft für Flughafen Dortmund
Den Flughafen Dortmund würden die Grünen am liebsten komplett abschaffen.Foto: Hans Blossey

Dortmund  Die Wahl ist vorbei und die Grünen haben ihre politischen Ziele für Dortmund formuliert: RWE soll seine Beteiligung bei DEW21 verlieren, die OWIIIa nach Osten nicht weitergebaut werden und es sollen U3-Betreuungsplätze geschaffen werden. Die radikalste These betrifft allerdings den Flughafen.

Die Dortmunder Grünen haben sich nach der Wahl neu formiert und die Marschroute für die nächsten 18 Monate ausgegeben. Dabei wollen Ingrid Reuter und Ulrich Langhorst vom Vorstand schon mal deutliche kommunalpolitische Pflöcke einschlagen: beim Flughafen, bei der DEW, beim Straßenverkehr und im Sozialen.

Am radikalsten muten die Thesen zum Flughafen an, für den die Grünen aufgrund der sich anbahnenden EU-Auflagen überhaupt keine Zukunft mehr sehen. „Der Flughafen ist so nicht haltbar , und wir müssen uns fragen, was wollen wir damit anfangen?“ sagte gestern Ingrid Reuter. „Wir können ihn nicht einfach abschließen und den Schlüssel wegwerfen“, zeigt sie mit Entschlossenheit. Aber Dortmund habe „Erfahrungen mit schwierigen Konversionsflächen“.

Keine RWE-Beteiligung bei DEW21

Die Stadt werde schon „eine sinnvolle neue Nutzung“ finden. Reuter: „Es geht so nicht weiter. Wir müssen uns von der Lebenslüge verabschieden, dass der Flughafen wirtschaftlich zu betreiben ist.“ Es sei bereits ein Schuldenberg von 300 Millionen Euro angehäuft worden.

Klare Position der Grünen auch beim Straßenbau: Sie lehnen einen Weiterbau der OWIIIa in Richtung Osten ab.

Dafür sind die Grünen hingegen in Sachen DEW21 . Und zwar dafür, dass der zur Hälfte kommunale Versorger ganz in die Hände der Stadt kommt und die Beteiligung von RWE beendet wird, wenn die Konzessionsverträge neu verhandelt werden.

Keine eindeutige Koalitionsaussage

Im Sozialen wollen sich die Grünen für die Umsetzung von U3-Betreuungsplätzen einsetzen. Spitzenpositionen bei den Stadttöchtern sollen mit Frauen besetzt werden.

Zurzeit nehmen die Grünen keine eindeutige Koalitionsaussage vor. Ingrid Reuter will in den nächsten 18 Monaten mit wechselnden Mehrheiten grüne Positionen durchsetzen. Das könne wie bei der Schulpolitik mal mit der SPD sein oder in der Personalfrage der Stadtverwaltung auch mal die CDU sein.

„Wir werden die 18-monatige Übergangszeit zum Sondieren nutzen“, sagte Reuter. Wenn die SPD in Zukunft sich eine Rot-Grüne Koalition vorstellen kann, wie von Franz-Joseph Drabig geäußert, dann müsse sich auf jeden Fall der Umgangston ändern“, so die Grünen.

Gerald Nill

Kommentare
07.09.2012
12:25
Grüne sehen keine Zukunft für Flughafen Dortmund
von westfalendamm | #2

Die Grünen in Dortmund wollen alles ab schaffen wenn es nach denen geht müssen wir uns bald auch von Borussia verabschieden

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http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/gruene-sehen-keine-zukunft-fuer-flughafen-dortmund-id7067114.html
2012-09-06 22:00
Dortmund, Die Grünen, Flughafen Dortmund, Verkehr, DEW21, RWE, Politik
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