Großbäcker zahlt 1000 Euro wegen mangelnder Hygiene im Betrieb
02.09.2010 | 17:46 Uhr 2010-09-02T17:46:00+0200
Dortmund. Bereits zum vierten Mal hat der Chef einer Großbäckerei (44) gegen das Lebensmittelgesetz verstoßen, weil er es mit der Sauberkeit nicht so genau nahm. 1000 Euro Geldbuße muss er diesmal zahlen. Drehte es sich beim letzten Prozess um ein Geschäft in Unna, lag jetzt in einer Dortmunder Filiale einiges im Argen.
Wer Teig, Brötchen und Plätzchen anfasst, sollte dies mit penibel sauberen Händen tun. Doch statt der vorgeschriebenen Einmalhandtücher entdeckten die Kontrolleure neben den Waschbecken der Mitarbeiter schmutzige Tücher aus Baumwolle. Der Chef holte tief Luft. Und wollte die eindringlichen Worte des Vertreters der Staatsanwaltschaft erst nicht hören: „Sie haben erhebliche Vorbelastungen, da ist ein Bußgeld von 1000 Euro äußerst günstig. Ich an Ihrer Stelle würde den Einspruch zurücknehmen und zahlen.“
Schmutzige Handtücher für die Mitarbeiter
Seit nunmehr 20 Jahren kümmert sich der Staatsanwalt als einer der Dezernenten um Verstöße gegen das Lebensmittelgesetz. Über das Verhalten des Großbäckers konnte er nur den Kopf schütteln: „Wenn jemand so häufig wie Sie auffällt, dann ist doch klar, dass er auch häufiger kontrolliert wird.“ Zuvor hatte sich der Betriebsleiter über den häufig auftauchenden Überraschungsbesucht aufgeregt. Und darüber, dass er schließlich nicht überall seine Augen haben könne...
Fehlender „Spuckschutz“ auf der Ladentheke
Doch nicht nur die unappetitlichen Handtücher missfielen den Kontrolleuren. Im Laden wurden Leckereien ohne sogenannten „Spuckschutz“, also ohne Haube, angeboten. Da verging auch Amtsrichter Christian Henze der Appetit. „Wenn ich mir so vorstelle, dass da jemand drauf hustet oder mal niesen muss...“Als Richter und Staatsanwalt nach einem Blick in die Akten nicht nur die einzelnen Filialen, sondern auch die Brötchen-Fertigung im Betrieb ansprachen, sagte der Chef schließlich „Gut, ich nehme den Einspruch zurück.“
16:36
so werden Discounterbrötchen hergestellt:
http://www.zeit.de/2008/19/Wallraff-19?page=all
19:38
Es ist schon herzerfrischend, wie zügig das Gesetz bei diesem kleinen Fisch greift.
Dagegen sind die Zustände im Envio.Skandal ein besonders schräger Treppenwitz, zumal es da um wesentlich mehr geht, als um ein paar Keime, die zum Kackreiz führen.
15:52
# 3
hast mal gesehen wie die discounter-brötchen hergestellt werden?? mahlzeit.. und dazu.. menschenunwürdige arbeitsbedingungen..
aber unterstütz du das mal weiter...
11:12
Oh ja lieber zum Billig-Bäcker, weil die Hygiene da vorbildlich ist.(?) Weil irgend welche Thailänder den Teig backen und dann mit dem Flugzeug nach Deutschland senden.(Voll Sauber). Und die Leute die die Brötchen hier backen fassen die auch nicht an...nööö...Fliegen in die Tüte. Weil man ja am Personal spart. Lieber Teure Maschine und billiges Personal, was noch nie was von Hygiene Vorschrieften gehört hat. Ne ist klar.
Aber Trotzdem bei Hygiene Mangel sind für einen Großbäcker 1000 Euro ein wenig lächerlich...Wie so einige Straffen in unserem Land.
LG
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07:58
1000.- Euro Strafe für ein Großunternehmen -lächerlich und erbärmlich
06:59
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21:07
Endlich - die ganze Härte des Gesetzes gegen
wg. ein paar schmutziger Handtücher !
Es gibt noch Gerechtigkeit in diesem Land.
Da werden die Chefs von Envio ja schon zittern, ob der zu erwartenden Strafe für Ihre schmutzigen Lappen und staubigen Hallen.