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Grippewelle führt zu Engpässen in Dortmunder Kliniken

22.02.2013 | 16:01 Uhr
Grippewelle führt zu Engpässen in Dortmunder Kliniken
Die Grippewelle führt dazu, dass die Dortmunder Krankenhäuser externe Kräfte einsetzen müssen.Foto: Felix Abraham

Dortmund.   Die Grippewelle hält Dortmunds Krankenhäuser in Atem: Immer häufiger kommt es zu Engpässen. Teilweise wurden Kranke in Kliniken außerhalb der Stadt gebracht, doch auch das Umland ist mittlerweile voll belegt. Und noch etwas kommt erschwerend hinzu: Auch die Ärzte und Pfleger werden krank.

Wegen der anhaltenden Grippewelle kommt es in Dortmunds Krankenhäusern immer häufiger zu Engpässen. Nach Informationen der WAZ-Mediengruppe mussten in Einzelfällen bereits Patienten zurückgewiesen werden. Rettungsdienste sollen aufgefordert worden sein, Kranke in Kliniken außerhalb der Stadt zu bringen.

Die Leiterin des Dortmunder Gesundheitsamtes, Dr. Annette Düsterhaus, bestätigte auf Nachfrage, dass es Überbelegungen gibt. Allerdings sei das für die Jahreszeit nicht unüblich. Vorsorglich hat das Gesundheitsamt alle Kliniken der Stadt aufgefordert, keine Patienten mehr abzuweisen oder in andere Krankenhäuser zu schicken. Düsterhaus: „Auch im Umland sind die Kliniken voll.“

Gefährliche Komplikationen möglich

Nach Einschätzung der Dortmunder Gesundheitsbehörde kommt in diesem Winter zu den üblichen Erkältungskrankheiten eine Influenza hinzu , die bei Erwachsenen mit hohem Fieber einhergehe und für den Körper besonders belastend sei. Bei Vorerkrankungen wie Asthma oder Herzleiden könne dies zu gefährlichen Komplikationen führen.

Dass der Grippevirus auch vor Pflegepersonal und Ärzten nicht Halt macht, setzt die Krankenhäuser zusätzlich unter Druck. Die Städtischen Kliniken mussten in einigen Abteilungen bereits externe Kräfte einsetzen, um die Lücken in der eigenen Belegschaft aufzufüllen. Notfälle würden natürlich nicht abgewiesen, hieß es. Engpässe gibt es auch im zweitgrößten Krankenhaus, dem Johannes-Hospital.

Einen Anstieg von 25 Prozent bei den Krankmeldungen meldete jüngst auch die AOK Nordwest. Das mache allein bei den AOK-Versicherten in Dortmund rund 600 zusätzliche Krankmeldungen aus. Im Vergleich zum Vorjahr sei der Krankenstand in den Betrieben deutlich erhöht.

Michael Kohlstadt

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Kommentare
23.02.2013
17:33
Grippewelle führt zu Engpässen in Dortmunder Kliniken
von Frau_Lieselotte | #2

Wenn die Grippe auch vor Pflegepersonal und Ärzten nicht halt macht scheint die vielbeworbene Grippeimpfung unwirksam zu sein. Oder lassen sich Ärzte etwa nicht die empfohlene Impfung verabreichen?

23.02.2013
12:07
Grippewelle führt zu Engpässen in Dortmunder Kliniken
von WattNuh | #1

"Engpässe"? - Ach neeh - erst kürzlich wurde doch in derWesten gemeldet, dass die rot-grüne NRW-Landesregierung weitere 10 000 Krankenhausbetten abbauen will - aus Kostengründen. Und jetzt haut eine ganz normale Grippewelle das marode Gesundheitssystem schon aus den Filzpantoffeln. Na - das kann ja Eiter werden, sagt Ohrenarzt Dr. Schmalz!

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