Google lässt Dortmunder Hafenbecken verschwinden

Das Luftbild des Dortmunder Hafens im Vergleich mit der Google-Karte als Screenshots der Google-Maps-Seite.
Das Luftbild des Dortmunder Hafens im Vergleich mit der Google-Karte als Screenshots der Google-Maps-Seite.
Was wir bereits wissen
Urplötzlich fehlten dem Dortmunder Hafen zwei seiner Becken. Grund für den Schwund war allerdings kein Leck, sondern ein Fehler bei Google.

Dortmund.. Rund 3000 Schiffe steuern den Dortmunder Kanalhafen jedes Jahr an und bringen drei Millionen Tonnen Fracht mit. Wäre es in den letzten Tagen nach Google gegangen, wären diese Schiffe an ihrem Ziel gestrandet: Zwei Hafenbecken waren auf der Internet-Karte plötzlich für mehrere Tage verschwunden.

Dort, wo Hardenberg- und Industriehafen liegen sollten, wies Google nur eine graue Gewerbefläche aus. Andererseits: Wenn man dem Schiffsmeldesystem "Marine Traffic" im Internet glaubt, liegen dort aktuell gerade mehrere Schiffe. "Marine Traffic" meldet weltweit die Position von Schiffen auf dem Meer, Flüssen, Kanälen oder Hafenbecken. Es sei denn, Google lässt die Hafenbecken, in denen sie ankern, einfach verschwinden.

Wirtschaft Rainer Pubanz, Prokurist der Dortmunder Hafen AG, nimmt es gelassen: "Unsere Hafenmeister schwören Stein und Bein, dass die Becken noch da sind", sagt er. Auch sind die Kanäle weder durch einen Tagebruch leer gelaufen noch die Becken spontan verlandet. Im Hafen gehe alles seinen gewohnten Gang.

Die Welt ist wieder in Ordnung

"Man darf eben nicht alles glauben, was man im Internet sieht", rät Pubanz. Mittlerweile ist auch bei Google die Dortmunder Hafen-Welt wieder in Ordnung: Auf Nachfrage unserer Redaktion hat der Internetriese sofort reagiert und die beiden Hafenbecken in den Karten wieder eingefügt.

"Das war ein Fehler, den wir schnellstmöglich behoben haben", teilte ein Google-Sprecher mit. Eine Erklärung für diesen kuriosen Fehler lieferte der Internet-Gigant nicht. Das ist aber egal: Auch virtuell haben die Schiffe nun wieder mehr als nur einen Handbreit Wasser unter dem Kiel.