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Gongschläge in der Kulturkirche

30.12.2012 | 15:15 Uhr
Gongschläge in der Kulturkirche
Die Band Groove Attack spielte Musik von Pink Floyd der Pauluskirche.Foto: Anja Cord

Links steht die Krippe, rechts ging in der Pauluskirche eine Rockshow ab.

Pink Floyd und „The Wall“: Seit 2010 ist Roger Waters mit dem millionenfach verkauften Album auf großer Tournee und steht abermals auf den Bühnen dieser Welt. Am Freitagabend erklangen die Töne der britischen Rockband in Dortmund – wenn auch nicht im Original. In der Pauluskirche spielte die Pink Floyd Tribute Band Giganight das Auftaktkonzert für Groove Attack, eine monatliche Konzertreihe von und mit Kultdrummer Tony Liotta, der sich für seine Inszenierungen bekannte Studiomusiker als Sidemen holt. Die Show war mit knapp 500 Besuchern ausverkauft und die Kirche an der Schützenstraße bis auf den letzten Platz gefüllt. Ab Februar 2013 sollen hier an jedem dritten Freitag im Monat namhafte internationale Musiker auftreten.

„Eine tolle Erfahrung“, sagt der Pfarrer

Im Altarraum ist eine große Leinwand aufgebaut, davor eine Bühne mit Instrumenten, Verstärkern und einem der für Pink Floyd typischen Riesengongs. Rechts davon liegt das Jesuskind in seiner Krippe, über ihm ein Weihnachtsstern. Kirche und Kultur – seit 2002 finden in der Pauluskirche regelmäßig musikalische Events statt. Mit dabei ist die Konzertreihe Groove Attack, die im neuen Jahr von Aplerbeck in den Dortmunder Norden umzieht. „Dass die Kirche als Kulturraum genutzt wird, ist eine tolle Erfahrung“, sagt Pfarrer Friedrich Laker beim Auftaktkonzert.

Zum Einstieg spielt der „Chief of Groove“ Tony Liotta einen virtuosen Trommelwirbel, gefolgt von elektronischen Sounds und einem mächtigen Anschlag auf dem Gong. Das bombastische Klangbild geht über in das erste Lied des Abends „In the Flesh?“ – zugleich der erste Song des legendären Albums „The Wall“. Erst dann betritt Robert Collins, die Pink-Floyd-Stimme für diesen Abend, samt Band die Bühne. Die Musiker werden mit Beifall begrüßt. Scheinwerfer projizieren ein Lichtspiel an die Leinwand und die hohen Kirchendecken.

Eingeleitet mit dem Geräusch eines Hubschraubers folgt „Another Brick In The Wall“, einer der bekanntesten Hits der Briten. Gitarrist Paddy Boy überzeugt mit einer hervorragenden Performance und beweist bei Songs wie „Comfortably Numb“, „Breathe“ und „Time“ sein außerordentliches Können. Zwischen einzelnen Liedern baut Liotta Klanggebilde mit Perkussionsinstrumenten ein. Wer hierbei die Augen schließt, wird stark an die Klänge eines Regenwaldes erinnert. Nach einer kurzen Pause spielt die Band Stücke aus den Alben „The Dark Side of the Moon“ und „Wish you were here“ – am Ende hallt tosender Applaus durch das Kirchengemäuer.

Hannah Biermann



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