Goldene Zeiten für Olympioniken im Rathaus
16.09.2012 | 15:37 Uhr 2012-09-16T15:37:00+0200
Dortmund. Voller Zukunftspläne steckt Hans-Peter Durst , der bei den Straßenradwettbewerben der Paralympics in London im Einzelzeitfahren über 7,6 km die Silbermedaille holte - trotz seines schweren Trainingsunfalls kurz zuvor am Phoenixsee. Mit den Olympioniken vom Ruder-Achter (Goldmedaille) und Carina Bär (Ruder-Doppelvierer, Silbermedaille) verewigte sich Durst im Goldenen Buch der Stadt.
OB Sierau empfing die Athleten am Samstag im Rathaus. Zu den Gästen gehörten auch Ursula Happe (85), Goldmedaillengewinnerin über 200 m Brust bei den olympischen Spielen 1956 in Melbourne, und Annegret Richter (61), als Sprinterin 1976 in Montreal Gold- und zweifache Silbermedaillengewinnerin. Sierau würdigte die Sportler als „ausgezeichnete Botschafter des Dortmunder Sports“: „Wir alle haben am Fernsehen mitgefiebert“. Nur durch große Disziplin, hartes Training und Verzicht im persönlichen Bereich seien diese Leistungen erreicht worden. Besonders würdigte der OB die „sensationelle Leistung“ von Hans-Peter Durst: „Die ganze Stadt hat nach dem schweren Sturz Anteil genommen“. Seine bewundernswerte Leistung sei Beweis dafür, „dass Menschen viel mehr leisten können, als man für möglich halten mag“.
In guter Gesellschaft
Nach und nach trugen sich die Sportler ins Goldene Buch ein und befinden sich nach dem Klarinetten-Virtuosen Giora Feldmann, dem polnischen Botschafter Marek Prawda und dem BVB in illustrer Gesellschaft. Als erster zückte Florian Mennigen (30) den Füllhalter, dann Lukas Müller (25), Richard Schmidt (25), Maximilian Reinelt (24), Eric Johannesen (24), Andreas Kuffner (25), Steuermann Martin Sauer (29), die Trainer Ralf Holtmeyer und Werner Nowack, Carina Bär (22) und schließlich Hans-Peter Durst (54). Die Ruderer Kristof Wilke, der in Radolfzell an einer Familienfeier teilnahm und Filip Adamski, ebenfalls verhindert, wurden von Manager Carsten Oberhagemann entschuldigt; sie werden den Eintrag nachholen. Steuermann Martin Sauer freute sich über die Ehrung und darüber, dass seit über 30 Jahren die Ruderer am Kanal eine Heimat gefunden haben.
Hans-Peter Durst nutzte die Chance, nicht nur den behandelnden Ärzten und Therapeuten im Klinikum Nord zu danken, sondern allen Menschen, die Kraft und Unterstützung gegeben haben und so „London einmalig gemacht haben“.
Durst hat sein nächstes Ziel schon vor Augen: die Teilnahme an der WM in Kanada. Der bei dem Unfall am Phoenixsee verletzte Daumen bleibe nach Aussagen der Ärzte „zu 90 Prozent dran“.
22:52
Ich habe auch mitgefiebert und finde es war eine Superleistung aller! Herzlichen Glückwunsch an alle!!! Und danke auch für die so sehenswerten Bilder aus London!!!