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Glanz auf den Ebenen im U

18.01.2013 | 00:11 Uhr

Alles ist gut im U! So könnte man die offizielle Bilanz des letzten Jahres zusammenfassen, die die Turmbewohner von der Dachkrone bis zur unteren Ebene gestern Kund taten. Museum Ostwall, Kunstverein, kulturelle Bildung, Gastronomie, Kino im U, die Fachhochschule und mit ihr Adolf Winkelmann, sie alle haben sich eingelebt. So gut, dass auch die Suche nach einem Gesamt-Direktor des Leuchtturms aufgegeben wurde, wie Kurt Eichler, Geschäftsführer der Kulturbetriebe und Leiter des Us in einer Person, bestätigte.

Aber nicht nur die Turm-Akteure sind zufrieden mit dem letzten Jahr auch die rund 1800 befragten Besucher verteilten gute Noten für die Ausstellungen, den gesamten Bau und den Service. Bilanz und Ausblick im Überblick:

Die Krone

Die Fliegenden Bilder von Regisseur Adolf Winkelmann und seinem Team sind nach wie vor ein echter Hingucker. „Wenn die Screens aus sind, haben die Menschen ein Gefühl von Mangel“, hat Adolf Winkelmann im Gespräch herausgefunden. Er möchte die Bilder aber noch weiter im Stadtgeschehen vernetzen: „Wir möchten, dass die Bilder widerspiegeln, was die Menschen in der Stadt beschäftigt.“ Sein großer Wunsch: „Bruder- und Schwestertürme überall in der Welt“, mit denen dann Bilder ausgetauscht würden.

Das Museum Ostwall

Auf große Ausstellungen und 800 Veranstaltungen wie Führungen, Workshops und Schulkurse kann das Museum zurückblicken. Erste große Sonderausstellung in diesem Jahr soll eine Schau der Kunstsammlung der DeutschenBank sein. Geplant ist sie, aber die Finanzierung ist noch nicht vollständig geklärt. Der Etat für Sonderausstellungen, der der Stadt zur Verfügung steht liegt laut Kurt Eichler unter 100 000 Euro. „Wir sind im Moment kräftig dabei die Finanzierung auf die Beine zu stellen. Aber die Schau wird stattfinden“, versichert der Leiter des Us.

Der HMKV

Über 23 000 Besucher kamen zu den Ausstellungen des Hartware Medienkunstvereins (HMKV) im letzten Jahr. „Mit ,Sounds like silence’ haben wir zum ersten Mal die 10 000-Marke knacken können“, freut sich Inke Arns, HMKV-Leiterin. In zwei Wochen ist schon die nächste Ausstellung zu sehen: „Fm-Scenario“ beschäftigt sich mit der Stimme.

Die U_2

Die Ebene der „Kulturellen Bildund“ hat sich im letzten vor allem um die Arbeit mit Jugendlichen und Kindern aus Dortmund gekümmert. „Wir wollen mehr in die Stadt vordringen“, erklärt Leiterin Martina Bracke.

Die Gastronomie

Das View habe sich von der sterilen Architektur zu einem trendigen Restaurant gemausert, findet Betreiber Till Hoppe. Er betreibt auch das Ruby im Erdgeschoss, das ab Sommer einen gemütlichen Biergarten bekommen soll. Am 10. September soll dann Auerbachs Keller als rustikale Ergänzung zum bisherigen Gastro-Angebot im Turm wiedereröffnen. Ob unter diesem Namen, darauf will sich Hoppe nicht festlegen.

Maike Rellecke


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