Giftspinne erweist sich als tote Hausspinne
02.09.2010 | 12:34 Uhr 2010-09-02T12:34:00+0200
Dortmund.Große Aufregung im Edeka in Dortmunds Kaiserstraße: Wegen einer vermeintlichen Giftspinne war der Supermarkt am Donnerstag abgeriegelt worden. Doch Experten fanden nur eine Hausspinne, die nach der Suche mit dem Kompressor getötet wurde.
Welch ein hektischer Vormittag im Edeka in Dortmunds Kaiserstraße. Eine Verkäuferin öffnete am Donnerstagmorgen in Dortmund eine Bananen-Kiste. Aus dem zugeklebten Pappkarton beobachtete sie dann nach eigener Aussage, wie eine Spinne aus dem Behälter kam und sich in Richtung Regale entfernte. Nachdem sie ihren Chef davon in Kenntnis gesetzt hatten, schauten sie im Internet nach. Und dabei wurde ihr Verdacht bestärkt, dass es sich um eine äußerst giftige Art, eine sogenannte Bananenspinne, handeln könnte.
Also verständigten die Supermarkt-Mitarbeiter die Dortmunder Feuerwehr. Die rückte mit einem Spinnen-Experten an, der über langjährige Erfahrung verfügt. „Auch er hält es für durchaus möglich, dass sich in einem Bananenkarton eine solch gefährliche Spinne befindet“, sagte Feuerwehrsprecher Thomas Osthoff auf Anfrage. Also wurde der Edeka geräumt und abgesperrt, anschließend begaben sich der Experte und dick in Schutzanzüge gekleidete Einsatzkräfte auf die Suche.
Und siehe da: Nachdem mit einem Kompressor die Spinne unter den Regalen hervorgescheucht worden war, kam eine ganz gewöhnliche Hausspinne zum Vorschein, die den Feuerwehrstiefel dann nicht mehr überlebte. Die Verkäuferin „identifizierte“ laut Osthoff das Tier, das sie am Vormittag gesehen hatte. Die Feuerwehr hatte wie die Experten die Aussage der Frau nicht in Zweifel gezogen, allerdings schwante dem Sprecher während der langwierigen Suche schon: „Wir ziehen alle Register. Die Frage wird sein, was für eine Spinne da gesehen wurde...“
12:04
@Arachnohachoahum: Da haben Sie recht, aber die Spinnenleiche, die gezeigt wurde ist definitiv nicht so groß. Man hätte es erkennen können.
11:24
@vera:
Die Bananenspinne hat nicht die Größe von Vogelspinnen. Eine Bananenspinne mit 10 cm Spannweite, 3 cm Körper - das schaffen auch hiesige Hausspinnen manchmal (meine Freundin liebt die...).
Vogelspinnen sind dreimal so groß wie das Viech, das Sie hier selbst verlinkt haben.
10:55
Die Frau schaut im Internet nach und vermutet dann, dass es eine gefährliche Giftspinne ist ? Wenn man nach dem Begriff Spinne und Bananen suchen lässt, findet man Verweise auf Spinne, die die Größe von Vogelspinnen haben (http://de.wikipedia.org/wiki/Phoneutria). Wie kann man so ein großes Tier mit der kleinen 0/8/15-Spinne verwechseln ?
09:28
Es war eine ungefährliche Spinne, nun heißt es hier Arachnophobie und vor allem Panikmache.
Alternativtext in der Zeitung:
...wurde am 03.09. eine ältere Kundin im Edeka X von einer giftigen Soundso-Spinne gebissen und befindet sich derzeit im künstlichen Koma. [...] Wie inzwischen bekannt wurde, hat eine Mitarbeiterin das Tier am Vortag bereits gesehen, hielt es aber für eine ungefährliche Hausspinne.
Dann hieße es jetzt hier:
Verantwortungslos, Profitgier und man würde die Mitarbeiterin an den Pranger stellen wollen.
Insofern: Alles richtig gemacht, die Dame.
07:33
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07:32
Die gequirlten und hirnverbrannten Gehirnfürze mancher Kommentarschreiber sind einfach nur bedauerlich für Deutschland! An sowas hatten die Erfinder des Internetz bestimmt nicht gedacht früher!
Wenn auch nur ein älterer Mann einem Kind ein Bonbon gibt muss er sofort in die Psychatrie, aber wenn es um eine Spinne geht die unter umständen die tödlichste der Welt ist wird sich das maul zerrissen hier! Die Filialleitung hat bestimmt nicht freiwillig auf den Umsatz verzichtet und bezahlt so einen Grosseinsatz freiwillig. Hier ist gesunder Verstand und Verantwortung wichtig. Mein Respekt gilt der Filialleitung für so einen mutigen und vor allem richtigen Schritt. Und Shit Happens!
22:54
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22:40
@30 Stefanwieauchimmer
Falls das an mich ging, ich hab bei uns im Laden und ummen Laden drum rum schon genug andere Tiere gerettet, gefangen und in die Natur gebracht, und andere Kollegen taten das auch. Nur geh ich damit nicht SO an die Öffentlichkeit wie die Mannschaft das hier getan hat...
Und ja, es ist auch schade um die Spinne, die kann ja schliesslich nichts dafür, dass sie einfach so innen Karton gesperrt wurde.. Und ich hasse Spinnen.....
21:31
Die entstandenen Kosten (und selbstredend die Umsatzausfälle wg. Geschäftsschliessung) werden von EDEKA der Bananenreiferei am Dortmunder Grossmarkt angelastet.
Die Lagerfachkräfte, welche die Reiferäume mit
Bananenkartons bestücken, haben augenscheinlich nicht jeden Karton gründlich auf blinde Passagiere untersucht.
DIESE Spinne musste gefährlich sein, denn nur MUTANTENSPINNEN überstehen eine Giftdusche vor der Verpackung der Bananen in Kartons, eine wochenlange Seereise auf einem Kühlschiff (bei niedrigen Temperaturen und CO2-Begasung), ohne Futter (die Schiffsratten lassen sich nicht von Spinnen überwältigen, sind dafür zu abgeklärt) , oder den ebensolangen Seetransport im Kühlcontainer.
Hoffentlich haben Sie in Dortmund die richtige Spinne erwischt.....
Fortsetzung folgt....
19:54
Ach Leute ... der Vorfall gehört nicht in die Zeitung, da belanglos. Soweit richtig. Auf der anderen Seite finde ich es absolut in Ordnung, dass die Ladenleitung bewusst auf Einnahmen verzichtet hat um auf der sicheren Seite zu sein. Wenn hier auf diesen Menschen eingehackt wird, reagieren sie beim zweiten Mal bestimmt anders, aber wehe dann passiert etwas. Dann möchte ich die Lautsprecher hier einmal erleben ...
#8 sehr witzig - selbst in so einer Situation gesteckt haben, sie nicht gemeistert haben, da erschrocken und hier grölen ... grossartig