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Gewitterschäden an der TU Dortmund und Sorgen an der Schnettkerbrücke

11.07.2012 | 12:48 Uhr
Starker Regen sorgte auch am Dienstag für zahlreiche Einsätze bei der Feuerwehr. An der TU Dortmund gab es erneut einen Wasserschaden. Foto: Rottmann

Dortmund.   16 Einsätze hat das erneute Unwetter am Dienstag der Feuerwehr Dortmund beschert. In dem leidgeprüften TU-Gebäude an der Emil-Figge-Straße drang nach dem Deckeneinsturz am 5. Juli wieder Wasser ein. An der Schnettkerbrücke gab es Sorgen um unterspülte Bahngleise, am Westenhellweg liefen Keller voll.

Von den örtlichen Gewittern am Dienstagabend war vor allem der Dortmunder Westen sowie die südlichen Stadtteile in Dortmund betroffen. Insgesamt rückte die Feuerwehr zu 16 gewitterbedingten Einsätzen aus. Laut Mitteilung gab es keine Verletzten.

Ein besonderer Schwerpunkt war dabei unter anderem die Einsatzstelle an der Universität Dortmund. Am Campus Nord drang erneut Wasser in das TU-Gebäude an der Emil-Figge-Straße 50 ein, in dem bereits am Donnerstag eine Decke durch die Wassermassen eingestürzt war. In der Herrentoilette im Erdgeschoss im Bauteil C/D war ein Rohr gebrochen. Dies leitet Regenwasser vom Dach ab. Das Regenwasser breitete sich nach unten aus, daher lief auch der Toilettenraum im Untergeschoss voll. Diese Räume sowie die Aufzugsanlage im Treppenhauskern C/D bleiben geschlossen bzw. außer Betrieb.

Vor Ort entdeckte der gegen 18.30 Uhr alarmierte Löschzug 19 (Lütgendortmund) Wasser im Flur und einen vollgelaufenen Aufzugschacht. Das Gebäude war bereits vor Eintreffen der Feuerwehr von den Haustechnikern abgesperrt worden. Mit einer Feuerwehrpumpe wurde das Wasser abgepumpt.

Einsätze an Schnettkerbrücke und am Westenhellweg

Ein weiterer Schwerpunkt am Dienstagabend war eine Einsatzstelle an der Schnettkerbrücke. Hier platzte durch die Wassermassen eine Regenwasserleitung. Durch das herabfließende Wasser aus dem Rohr wurde vermutet, dass die unter der Brücke verlaufende Bahnstrecke gefährdet war und es möglicherweise zu einer Unterspülung der Gleise kommen könnte. Aus diesem Grund wurde der Notfallmanager der Deutschen Bahn zur Einsatzstelle gerufen. Nach einer Begutachtung von Seiten des Notfallmanagers konnte die Strecke wieder freigegeben werden. Die Straße unterhalb der Schnettkerbrücke musste gesperrt werden. Vor Ort war der Löschzug der Feuerwache 4 (Hörde).

Als dritter Schwerpunkt steltte sich ein Einsatz des Löschzugs 1 (Mitte) sowie der ABC-Einheit der Feuerwache 8 (Eichlinghofen) am Dienstag um 19.50 Uhr in der Innenstadt heraus. Auf dem Westenhellweg lief ein Keller eines Geschäftshauses voll gelaufen. Auf der Lagerfläche von etwa 2.500 Quadratmetern stand das Wasser etwa zehn Meter hoch. Mit einer Tauchpumpe und einem Trockensauger der Spezialeinheit ABC der Feuerwehrwache 8 (Eichlinghofen) konnte das Wasser abgepumpt und so erhebliche Sachgegenstände erhalten werden.

Lehrbetrieb läuft normal weiter

Der Lehrbetrieb konnte am Mittwoch trotz des erneuten Wasserschadens laut Mitteilung der TU Dortmund uneingeschränkt aufgenommen werden. Die Regenwasserleitungen im gesamten Gebäude werden durch einen Sachverständigen geprüft. Dies veranlasst der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW, der für das Land NRW die Eigentümerfunktion für die Hochschulgebäude wahrnimmt.

Aufgrund eines Wasserschadens musste das Gebäude nach dem Einsturz einer Decke bereits am 5. Juli aus Sicherheitsgründen komplett gesperrt werden . Es gebe noch Einschränkungen im Bereich des Untergeschosses (Bauteil B+C). Das Regenwasser war aus der Decke des Erdgeschosses aus den innenliegenden Abflussrohren ausgetreten und hatte die Zwischendeckenplatten durchweicht. Infolgedessen fielen diese herunter.

Decke an der TU eingestürzt

Heftige Regenfälle in NRW

 

Kommentare
11.07.2012
14:13
Mein Kellerraum...
von hamicha | #1

ist 30 Meter hoch und nix ist passiert.
..."Auf der Lagerfläche von etwa 2.500 Quadratmetern stand das Wasser etwa zehn Meter hoch"...
Werden dann vmtl. auch nur 250 Quadratmeter gewesen sein bei 10 cm Wasserstand.
Immer diese reisserischen Berichte !! ??

1 Antwort
Gewitterschäden an der TU Dortmund und Sorgen an der Schnettkerbrücke
von Babelfisch | #1-1

Nun, hoffen wir für die Kameraden, dass es wirklich nur ein Kommafehler ist. Andernfalls dürften Sie bei der Wassermenge und nur einer Tauchpumpe rein rechnerisch in gut 2,5 Tagen, also pünktlich zum Wochenende, fertig sein.

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Gewitterschäden an der TU Dortmund und Sorgen an der Schnettkerbrücke
Gewitterschäden an der TU Dortmund und Sorgen an der Schnettkerbrücke
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2012-07-11 12:48
Dortmund