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Rechtsradikale

Gewerkschaften organisieren Fest gegen Nazis in Dortmund

13.08.2012 | 09:00 Uhr
Wie bei der Frühjahrs-Demo gegen Nazis wollen die Gewerkschaften auch im Herbst 2012 gegen Rechtsradikale in Dortmund protestieren. Foto: Knut Vahlensieck

Dortmund.  Ein buntes Dortmund gegen Rechts – das fordern die Gewerkschaften der Stadt und organisieren 2012 zum zweiten Mal in Folge das Friedensfestival am Katharinentor. Vom 27. August bis 2. September soll den Nazis Protest auch von Musikern und Künstlern entgegenschallen.

Friedensfestival am Katharinentor gegen Rechtsextremismus in der Stadt: Vom 27. August bis zum 1. September verwandelt sich das Dortmunder Eingangsportal zum Ort gegen Rechtsextremismus. Das sechstägige Programm umfasst neben Beiträgen von Respekt-Botschaftern und anderen viele musikalische und künstlerische Acts. Der Festivalcharakter soll trotz oder gerade aufgrund der ernsten Thematik im Mittelpunkt stehen – ebenso wie die Forderung nach Vielfalt, Toleranz und Demokratie.

„Wir wollen den positiven Charakter der Stadt zeigen“, sagt Ralf Beltermann, Organisationsmitglied der DGB-Region Dortmunder Hellweg. Als Zeichen gegen den Aufmarsch von Neonazis und Faschisten aus ganz Europa hat die Gewerkschaft Verdi bereits im vergangenen Jahr das Friedensfestival am Katharinentor organisiert – mit großem Erfolg und Zustimmung aus der Bevölkerung. 2012 soll das Fest nun wiederholt werden.

Stadt für alle Bürger und Besucher offen halten

„Wir wollen die Stadt für alle Bürger und Besucher offen halten“, meint Jutta Reiter, Vorsitzende der DGB-Region Dortmunder Hellweg. Das Katharinentor, ein Ort mit Symbolcharakter: „Es ist der Eingang zur Stadt Dortmund“, schildert Beltermann. Hier will man den Protest gegen Rechtsextremismus unter die Leute bringen. Das Motto: Dortmund ist bunt und nicht braun.

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Die rechte Szene marschiert auf der Rheinischen Straße zur Rettung ihres Versammlungshauses. Dagegen protestierten zahllose Bürger friedlich in der Innenstadt. Aufgerufen hatten dazu u.a. Bündnis 90/Grüne.

Sechs Festivaltage, eine Gemeinschaft. Anders als im Vorjahr ist die Gestaltung des Friedensfestivals 2012 ein Kooperationsprojekt der Dortmunder Gewerkschaften. Das Tagesprogramm wird jeweils von einer Organisation individuell veranstaltet. So erhoffe man sich mehr Zulauf als im vergangenen Jahr, erklärt Beltermann. Die Organisatoren rechnen mit bis zu 100 Leuten, die sich stündlich an den Veranstaltungspunkten bewegen werden.

Friedensfestival wird am 27. August nachmittags eröffnet

Los geht es am Montag. Um 17 Uhr eröffnen Reiter und Oberbürgermeister Ullrich Sierau das Friedensfestival am Katharinentor. Es folgen Beiträge, u.a. des Polizeipräsidenten Norbert Wesseler. Am Dienstag ruft die IG Metall zu mehr Respekt auf. Neben der ehemaligen Fußballnationalspielerin Sandra Minert wird auch Poetry-Slammer Tilman Döring vor Ort sein. „Auch musikalisch sind wir gut aufgestellt – der Festivalcharakter kommt nicht zu kurz“, verspricht Reiter. So gibt es an den verschiedenen Festivaltagen ordentlich was auf die Ohren: von Irish Folk über HipHop und Rap aus der Dortmunder Nordstadt. Knapp 20 000 Euro lassen sich die Gewerkschaften den Protest gegen Rechts an den sechs Tagen kosten.

Knackpunkt ist der letzte Festivaltag am Samstag. Anlässlich des Antikriegstages und dem damit verbundenen Aufmarsch der Neonazis muss das Programm eventuell kurzfristig angepasst werden. Besucher sollen auf aktuelle Presseveröffentlichungen achten. „Unser Ziel ist es, trotzdem in Sicht- und Hörweite zu bleiben“, sagt Reiter. Entsprechende Verhandlungen mit der Polizei laufen. Die Organisatoren sind zuversichtlich. Das Friedensfestival endet mit einem Fest auf dem Wilhelmplatz in Dorstfeld. Mehr Infos zum Thema und Programm unter www.dortmund-hellweg.dgb.de.

Protest gegen Naziaufmarsch

 

Von Hannah Biermann

Kommentare
14.08.2012
12:17
Wohlmöglich
von Vergeltung | #7

noch mit Die Bandbreite bei der IG Metall (so bereits geschehen!)
oder gleich mit einer von Nazis getarnten "Antifaschistischen Aktion" der Antifa!

1 Antwort
@ Vergeltung
von casella | #7-1

Gar keine schlechte Idee ...

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Gewerkschaften organisieren Fest gegen Nazis in Dortmund
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http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/gewerkschaften-organisieren-fest-gegen-nazis-in-dortmund-id6974800.html
2012-08-13 09:00
Nazis, Dortmund, Rechtsradikale, Friedenfest, Gewerkschaften, Rechtsextremismus
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