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4. September

Gewaltfrei gegen den „Terror“ der Nazis

31.08.2010 | 18:42 Uhr
Gewaltfrei gegen den „Terror“ der Nazis

Dortmund.„Die Dimensionen haben sich verändert. Das, was die Neonazis in Dortmund betreiben, ist Terror“. Mit deutlichen Worten ruft DGB-Chefin Jutta Reiter zum Protest gegen den Naziaufmarsch am 4. September auf. „Aber vollkommen friedlich“, darin sind sich die Protagonisten des Arbeitskreises gegen Rechtsextremismus einig, die zur Kundgebung auf dem Nordmarkt, „der Seele der Nordstadt“ (ab 12 Uhr), aufrufen, wie es der Sprecher des Arbeitskreises, Friedrich Stiller, ausdrückt.

Die Rechtsextremen in der Stadt seien hochgewaltbereit und hochdynamisch. Das betrachte man mit großer Sorge. Um so wichtiger sei es, viele Bürger auf die Straße zu bekommen. Die Kundgebung „Bunt statt Braun“ sei die Klammer der vielen Tagesaktivitäten zum Friedensfest (ab 18 Uhr) in Dorstfeld.

Man sei bemüht, möglichst nah am Aufmarsch der Nazis zu sein, „damit wir denen zeigen, wie entschlossen wir sind.“ Und das habe man mit dem Nordmarkt geschafft. „Und das wollen wir absolut gewaltfrei tun“, betonte Stiller noch einmal. Man sei nicht damit einverstanden, dass Nazis in Dortmund marschieren, man sei entschieden wie seit langem nicht mehr. Aber man achte das Versammlungsrecht. Auf der anderen Seite bringe ein Verbal-Antifaschismus einen nicht mehr weiter. „Wir brauchen die Bürger auf der Straße“, forderte Stiller.

Nachhaltiger Kampf

Für OB Ullrich Sierau beschränke sich ein nachhaltiger Kampf gegen die Rechtsextremen nicht auf einen Tag. Aber es sei eine Provokation, dass die Rechten ihren Aufmarschbereich in der Nordstadt hätten, vor allem für die Menschen, die dort leben: „Wir lassen uns die Errungenschaften in der Nordstadt nicht durch Springerstiefel zertrampeln“.

Langfristig müsse man den Rechtsextremismus aus den Köpfen bekommen, „da helfen uns auch keine Sitzblockaden“ erklärte Jutta Reiter weiter. Doch sei der akute Terror gegen Einzelne und ganze Straßenzüge unerträglich. Man müsse den Nazis zeigen, „dass wo immer sie auch hinkommen, die Demokraten schon da sind.“

Man werde auch nach Ende der Kundgebung (14 Uhr) den Menschen in der Nordstadt zur Seite stehen, veranstalte mit den Quartiersmangements Aktionen mit Kindern und Migranten-Organisationen.

Am Freitag, zur Marktzeit, werde man den Bewohnern rund um den Nordmarkt noch einmal signalisieren „Wir sind für euch da“.

Andreas Winkelsträter

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