Gestiegener Umsatz bei Hoteliers und Gastronomen

Die Sonne scheint, das Wetter ist gut – und damit auch die Stimmung vieler Gastronomen und Hoteliers in der Region: Die Umsatzzahlen sind im Winterhalbjahr 2014/2015 gestiegen. Das ist das Ergebnis der aktuellen Tourismusumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK). Und auch in die Zukunft blicken die Betriebe optimistisch.

Dortmund.. Wer hat an der Umfrage teilgenommen?

An der Umfrage der IHK haben sich 59 Betriebe aus Dortmund, Hamm und dem Kreis Unna beteiligt: Hotels, Gastronomiebetriebe und Betriebe aus der Reisebranche.

Wie haben sich die Umsätze entwickelt?

Von 23 befragten Gastronomen gaben jeweils 41 Prozent, im Winterhalbjahr 2014/15 höhere beziehungsweise gleichbleibende Umsätze erzielt zu haben.

Die Hälfte der 14 befragten Hoteliers gab an, dass im Winter die Umsätze gestiegen seien; 43 Prozent der Betriebe verzeichneten gleichbleibende Umsätze. Die durchschnittliche Zimmerauslastung habe bei 55 Prozent gelegen.

Die befragten Betriebe der Reisebranche zeigten sich mit dem zurückliegenden Winterhalbjahr wegen weltweiter Krisen und der daraus resultierenden Unsicherheit nicht zufrieden. Bei einigen sanken sogar die Umsätze.

Wie bewertet die IHK die Ergebnisse?

"Dass bei den Hotel-Übernachtungen 2014 in Dortmund erneut die Millionen-Marke geknackt wurde, liegt an der guten konjunkturellen Lage und der hohen Zahl von Geschäftsreisenden", sagt Ulf Wollrath, IHK-Geschäftsführer für Handel, Dienstleistungen und Gründungen. Wollrath leitet aus der Umfrage aber auch ab, dass für Gäste der Städteurlaub in Dortmund und Region "immer attraktiver" werde.

Wie blicken die Betriebe in die Zukunft?

"Die Eröffnung des Fußballmuseums im Herbst wird nochmals einen deutlichen Zuwachs an Gästen bringen", sagt Ulf Wollrath. Auch deshalb gehen laut IHK-Umfrage 30 Prozent der Hoteliers und Gastronomen von günstigen, 50 Prozent von gleichbleibenden Geschäften in den nächsten Monaten aus.

Die 22 befragten Reisebüros und -Veranstalter gaben sich beim Blick auf die kommenden Monate eher pessimistisch: Nur 13 Prozent erwarten, dass sich ihre Geschäfte günstiger entwickeln.

Was beschäftigt die Unternehmen?

Getrübt werde die Zuversicht der befragten Hoteliers und Gastronomen vor allem durch wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen wie den Mindestlohn, steigende Bürokratiebelastungen und das Arbeitszeitgesetz. Aufgrund steigender Kosten für Energie und Rohstoffe sowie fürs Personal planen laut Umfrage je knapp die Hälfte der Hoteliers und Gastronomen, ihre Preise zu erhöhen.