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Geständnis in allerletzter Minute

04.06.2007 | 12:45 Uhr

Drei Jahre Haft wegen versuchter Vergewaltigung

Zu Prozessbeginn hatte der Familienvater den Vergewaltigungsversuch an einer 34-Jährigen noch bestritten. Erst gestern entschloss er sich zu einem späten Geständnis, bevor ihn die 39. Kammer des Landgerichts wegen versuchter besonders schwerer Vergewaltigung zu drei Jahren Haft verurteilte.

Sein späteres Opfer kannte der Angeklagte vom Sehen. In der Nacht zum 18. November 2005 hatte er der Frau in einer Kneipe noch einen Drink spendiert. Später hatte er ihr angeboten, sie auf dem Heimweg zu begleiten. In der Nähe seiner Werkstatt am Borsigplatz, so fasste Staatsanwalt Volker Bittner in seinem Plädoyer zusammen, habe ihr der Angeklagte plötzlich einen Schraubenzieher an den Hals gehalten und sie in seine Werkstatt gezerrt.

Unter Schlägen soll der Angeklagte die Frau gezwungen haben, Whisky zu trinken, um sie sich gefügig zu machen. Erst nach einer Stunde gelang es der wehrhaften 34-Jährigen mit einem Trick, aus der vorher verschlossenen Werkstatt zu fliehen.

Staatsanwalt Bittner kritisierte den Angeklagten dafür, dass er durch "Zeugen" immer wieder versucht habe, die Glaubwürdigkeit des Opfers zu erschüttern. Auch habe er der Frau 500 Euro angeboten, damit diese die Anzeige bei der Polizei zurücknehme.

Von Bianca Belouanas

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