Germanwings-Flug in Dortmund Start verweigert

Foto: Linz/PiLi

Dortmund.. Unangenehme Überraschung für die Passagiere des „Germanwings“-Abendfluges nach München: Statt wie geplant um 18.35 Uhr starten zu können, wurde Flug Nummer 4U 4062 gestern Abend am Boden gehalten.

Als der Pilot des Germanwings-Fluges Dortmund-München am Montagabend den Flieger betreten wollte, wurde er stutzig: Das Siegel am Eingang war durchbrochen. Er alarmierte die entsprechenden Flughafenmitarbeiter, die wiederum eine zweifache Sicherheitskontrolle des Flugzeugs veranlassten. Die Passagiere im Boarding-Bereich durften das Flugzeug nicht betreten, stattdessen gingen Polizei- und Sicherheitskräfte an Bord. Nach der „Bomb-Search“ (es wurde kein Sprengstoff gefunden) gab es schnell Entwarnung. Und die Ursachenforschung begann.

Der Flieger hatte sich zwischen Ankunft und Weiterflug in der vorgeschriebenen, in diesem Fall sogar einer besonderen Sicherheitszone befunden. „Da dies ohnehin ein ganz sensibler Bereich mit starken Sicherheitsvorkehrungen ist, hätte ein dort abgestelltes Flugzeug eigentlich gar nicht versiegelt werden müssen“, sagte Sigrun Rittrich, Pressesprecherin der zuständigen Bezirksregierung Münster. Doch angesichts eines Siegel-Bruchs habe der Pilot absolut richtig gehandelt und Vorsichtsmaßnahmen getroffen.

Putz-Crew war zwischenzeitlich an Bord

Auch nach Angaben der zuständigen Luftsicherheit Münster war eine Versiegelung der Flugzeuge in diesen Sicherheitsbereichen nach neuer EU-Regelung zwar nicht zwingend erforderlich. Aber gut, lieber ein Mal zu viel als zu wenig kontrolliert, dachten wohl alle Beteiligten. „Dabei geht es auch um die Verhältnismäßigkeit“, so Rittrich, wobei bei ernsten Sprengstoff-Befürchtungen die Suche schon mal mehrere Stunden dauern könne.

Des Rätsels Lösung: Eine Putz-Crew hatte das Siegel durchbrochen und dies entweder nicht bemerkt oder gemeldet. Mit einer Stunde und zehn Minuten Verspätung konnte 4U 4062 dann schließlich abheben.