Gericht verurteilt Todesfahrer zu Geldstrafe

Die Ampel zeigte Rot - trotzdem trat der Geländewagenfahrer nicht auf die Bremse: Anderthalb Jahre nach einem tödlichen Unfall auf der Emscherallee ist ein 41-jähriger Dortmunder am Donnerstag wegen fahrlässiger Tötung zu 5850 Euro Geldstrafe verurteilt worden.

Dortmund.. Es war der 26. November um kurz vor zwölf. Der Angeklagte war mit seinem VW-Touareg in Richtung Huckarde unterwegs. Vor Gericht hat er am Donnerstag gesagt: "Ich bin mir eigentlich sicher, dass die Ampel auf Grün stand." Doch genau das war nicht der Fall. Die Folge: Auf der Kreuzung Emscherallee/ Bodelschwingher Straße kam es in Richtung Huckarde zu einem Zusammenprall mit verheerenden Folgen.

Der VW-Touareg krachte mit der Schnauze in die Beifahrerseite eines querenden Peugeots. Der Fahrer hatte keine Chance. Er wurde zwar noch ins Krankenhaus gebracht, die Ärzte konnten sein Leben jedoch nicht mehr retten. Der Angeklagte wurde dagegen gar nicht verletzt. "Ich hatte nur einen Schock", sagte er der Richterin.

Bilder verfolgen den Fahrer

Die Bilder verfolgen den 41-jährigen Familienvater allerdings bis heute. "Ich bin immer noch sehr traurig", sagte er im Prozess. Auch mit der Ehefrau des Verstorbenen hat er schon gesprochen.

Warum er die rote Ampel nicht wahrgenommen hat, musste vor Gericht offen bleiben. Möglich, dass er durch die tiefstehende Sonne geblendet war. Möglich ist auch, dass er einfach nicht aufgepasst hat. Das Gericht verurteilte ihn wegen fahrlässiger Tötung zu 5850 Euro Geldstrafe (90 Tagessätze).