Gemischte Reaktionen bei den OB-Kandidaten
16.01.2009 | 19:19 Uhr 2009-01-16T19:19:15+0100Verhaltene Zuversicht bei CDU/FDP-OB-Kandidat Joachim Pohlmann, Gelassenheit bei SPD-Bewerber Ullrich Sierau und ein nachdenklicher Mario Krüger (Grüne): Die Ergebnisse der OB-Umfrage rufen gemischte Reaktionen hervor.
"Gar nicht schlecht für jemanden, der erst im Oktober 2008 in die Politik eingestiegen ist", kommentiert Joachim Pohlmann seinen Rückstand von drei Prozentpunkten auf Sierau (26 zu 29 Prozent). De facto sei das ein Gleichstand. "Das macht Mut." Es wundere ihn schon, so Pohlmann, "dass mein Gegenkandidat, der seit zehn Jahren in Dortmund aktiv ist, auch in seiner eigenen Partei "bemerkenswert wenig Unterstützung erfährt."
"Das ist nicht mehr als ein Stimmungsbild, eine Momentaufnahme", zeigt sich Ullrich Sierau nach außen gelassen. Die SPD sei eine Partei, die traditionell kritisch mit ihrem Führungspersonal umgehe. "Ich halte das Ergebnis nicht für besonders alarmierend, darüber muss man nicht bestürzt sein." Aber natürlich werde man im Parteivorstand darüber sprechen und die Zahlen genauer analysieren müssen. Im Übrigen fange der Wahlkampf erst noch richtig an.
Grünen-Kandidat Mario Krüger mag der Umfrage noch keine allzu hohe Aussagekraft beimessen. Überraschend sei für ihn die mit 35 Prozent hohe Zahl der Unentschiedenen. "Das ist ungewöhnlich." Gefragt, ob es denkbar sei, dass er, Krüger, seine Bewerbung doch noch zurückziehen werde und die Grünen ihre Wähler auf Sierau einschwören würden, wiederholte Krüger seine bisherige Linie: "Dann muss der SPD-Kandidat Sierau aber auch für grüne Inhalte stehen." Unter anderem dafür, den Flughafen nicht auszubauen. Bislang gebe es aber keine neue Resonanz aus der SPD. "Ich habe das Gefühl, Sierau will auf Zusagen gegenüber den Grünen verzichten und lieber versuchen, Stimmen aus dem bürgerlichen Lager zu gewinnen."
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