Gemeinsame "Nacht der Religionen"
22.05.2007 | 06:42 Uhr 2007-05-22T06:42:08+0200Wenn sich am Pfingstsonntag die Pforte der evangelischen Pauluskirche in der Nordstadt öffnet, wird das Kreuz nicht mehr das einzige religiöse Symbol am Altar sein.
Für eine Nacht - die "Nacht der Religionen" - sollen sich muslimische Kalligrafien und das buddhistische Dharma-Rad dazugesellen. Ab 19.30 Uhr laden die evangelische Kirche in der Nordstadt und die Al Fath-Moschee zu ihrer ersten gemeinsamen Veranstaltung ein. "Wir möchten die Bürger unterschiedlicher Glaubensgemeinschaften zusammenbringen und Hemmschwellen abbauen", erklärt Pfarrer Friedrich Laker.
Fünf Stunden lang soll sich im Kirchenschiff alles um verschiedene Religionen und Kulturen drehen - mit indisch-orientalischer Musik der Gruppe "Nava'i", mit der muslimischen Band "Saad & Brothers" und dem Gospelchor "Just Gospel". Der buddhistische Mönch Dhammananda aus Sri Lanka beantwortet Fragen zu seinem Glauben. Und auch die Übersetzung einzelner Koran-Texte soll offene Fragen aus dem Weg räumen.
"Damit möchten wir zeigen, wie viele Gemeinsamkeiten es zwischen unseren Religionen gibt", sagt Mohamed Bouzian vom Verein der Kulturfreunde Dortmund. "Wir sind hier unmittelbare Nachbarn und haben schon lange sehr guten Kontakt. Da ist diese gemeinsame Aktion nur konsequent."
Viele Menschen interessierten sich zwar für andere Glaubensgemeinschaften, hätten aber Berührungsängste. Die sollen bei internationalen Häppchen und gemütlicher Atmosphäre abgebaut werden. "Unser großes Ziel wäre es, dass diese Nacht ein Anfang ist", sagt Pfarrer Friedrich Laker. "Dann könnte sie künftig jedes Jahr stattfinden." (Dani)
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