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Gemeinsam gegen die rechte Szene

20.02.2011 | 17:41 Uhr
Gemeinsam gegen die rechte Szene
Fusionierung des Fördervereins Gedenkstätte Steinwache und des Rombergpark-Komitees. Foto: Marcus Simaitis

Dortmund.Viele Gedenkstätten gibt es in Dortmund, die dazu beitragen, die Erinnerung an die Verbrechen der Nazi-Zeit wachzuhalten. Um diese Gedenkstätten herum konzentrieren sich auch zahlreiche antifaschistischen Organisationen. Zwei von ihnen gaben am vergangenen Samstag ihren Zusammenschluss bekannt: Der Förderverein Gedenkstätte Steinwache und das Internationale Rombergpark-Komitee werden in Zukunft zusammenarbeiten.

In einer gemeinsamen Mitgliederversammlung wurde dieser Zusammenschluss formal beschlossen und eine neue Satzung verabschiedet. Der neue Vorstand unter dem Vorsitz von Ernst Söder und seine zahlreichen Beisitzer definierten ihre Aufgaben und dokumentieren damit Kontinuität. Auch weiterhin wird der Förderverein die Mahn- und Gedenkstätte Steinwache unterstützen und gleichzeitig die jährlich am Karfreitag stattfindende Gedenkveranstaltung an dem erschütternden Mahnmal von Karel Niestrath in der Bittermark mitgestalten. Ohne das große Engagement der Mitglieder,wäre es nicht möglich, die seit Jahren vielen internationalen Gäste zum Gedenktag einzuladen und vor Ort zu betreuen.

Zeit ohne Zeitzeugen

Im Rahmen des Zusammenschlusses betonte der stellvertretende Vorsitzende Norbert Schilff, dass nun eine Zeit ohne Zeitzeugen des faschistischen Terrors anbreche. Wichtig sei es daher, auf Personen zurückzugreifen, die aus persönlichen Gesprächen mit Zeitzeugen die schrecklichen Erinnerungen wachhielten. Man plane auch verstärkt, Bildungsarbeit mit Schulen und Studenten zu diesem Thema durchzuführen. Ebenfalls sind Fahrten zu den ehemaligen Konzentrationslagern in Auschwitz und Dachau angedacht. Fachvorträge, wie zum Beispiel von Dr. Ulrich Schneider, dem renommierten Antifaschisten, zur Rechtsentwicklung in Europa, ergänzen die zukünftigen Aktivitäten.

Hervorgehoben wurde von Seiten des Fördervereins, wie wichtig ein derartiges Engagement gerade in Dortmund sei. Schilff erklärte: „Die rechte Szene hat sich Dortmund zum Aufmarschgebiet vorgenommen. Wir werden versuchen, hier entgegenzuwirken, durch Aufklärung mit einem klaren Bekenntnis zum demokratischen Staatswesen und unserem Rechtsstaat.“ Dies, so Schilff, schließe völlige Gewaltfreiheit ein. Eindeutig beziehe man sich hier auf die Resolution des Rats der Stadt, dem sogenannten Dortmunder Manifest, das ausdrücklich dazu aufruft, rechtem Gedankengut in der Stadt wirksam, aber friedlich entgegenzutreten.

Die Verantwortlichen betonten ihr Verständnis der nun gemeinsam vorhandenen Satzung als „Beschlüsse unter Freunden“.

Cathérine Wenk

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