Das aktuelle Wetter Dortmund 19°C
Insolvenzen

Geld ist futsch beim Eisenhauer-Trainingszentrum in Dortmund

18.10.2012 | 23:00 Uhr
Geld ist futsch beim Eisenhauer-Trainingszentrum in Dortmund
Das Eisenhauer-Trainingszentrum an der Bornstrasse ist seit dem 30. September 2012 geschlossen.Foto: Thomas Goedde

Dortmund.   Das Eisenhauer-Trainingszentrum in Dortmund hat Insolvenz angemeldet - und bis zu 800 Mitglieder stehen seit Oktober vor verschlossenen Türen. Besonders bitter: 150 Kunden müssen wohl ihren kompletten Jahresbeitrag abschreiben.

Bis zu 800 Mitglieder im Eisenhauer-Trainingszentrum an der Bornstraße 185 stehen seit Anfang Oktober nicht nur vor verschlossenen Türen. Für diejenigen, die den Mitgliedsbeitrag in Vorkasse leisteten, ist das Geld voraussichtlich futsch. Rund 150 bis 200 Kunden können wohl einen kompletten Jahresbeitrag abschreiben - immerhin 200 bis 300 Euro.

Nachdem die NET V UG & Co. KG, die das Trainingszentrum als Franchise-Partner der Eisenhauer Training GmbH & Co. KG (Oldenburg) betrieb, im Sommer 2012 den Insolvenzantrag stellte, suchte Rechtsanwalt Achim Thomas Thiele als Insolvenzverwalter einen neuen Betreiber. „Leider vergeblich“, bedauert Thiele im Gespräch mit der WAZ.

Wenig Aussicht für Rückerstattung

„Wir haben den Betrieb zunächst weitergeführt. Aber die Suche nach einem neuen Betreiber scheiterte“, so Thiele. Der Insolvenzverwalter hat in diesen Tagen alle Kunden angeschrieben und diejenigen, die Vorkasse leisteten, gebeten, ihre Forderungen zu benennen. „Allerdings“, räumt Thiele ganz offen ein, „besteht wenig Aussicht, dass die Beiträge rückerstattet werden können.“ Es sei voraussichtlich hierfür „zu wenig Masse vorhanden“.

Als Hemmschuh für die Suche nach einem Nachfolger habe sich die relativ hohe Zahl von Mitgliedern des Trainingszentrums erwiesen, die ihren vollen Jahresbeitrag erst kürzlich geleistet hätten. Diese Kunden hätte ein Nachfolger quasi gratis mitversorgen müssen, wenn er alle Eisenhauser-Nutzer übernommen hätte.

Die Eisenhauser-Zentrale in Oldenburg betont, dass der Betreiber des Dortmunder Zentrums, die NET V UG & Co. KG, wirtschaftlich und rechtlich unabhängig sei. Gleichwohl hat die Holding für die in Insolvenz gegangene „haftungsbeschränkte“ Gesellschaft die gleiche Postanschrift wie die Eisenhauer Zentrale. Die Geschäfte sind fein säuberlich getrennt - auch um Geschäftsrisiken zu minimieren.

Klaus Buske



Kommentare
19.10.2012
10:44
zu wenig Masse vorhanden...
von Berufshartzer | #1

jaja, erstmal bedient sich der Insolvenzverwalter. Und dann ist leiiiider nix mehr übrig ;-)
Aber wer einen kompletten Jahresbeitrag an einen Fitnessbanditen überweist, hat doch selber Schuld. Ist ja nicht der erste Laden dieser Art, der erst die Einnahmen beiseite schafft und dann Insolvenz anmeldet...

Aus dem Ressort
Auto überschlägt sich auf Rheinischer Straße
Straße gesperrt
Spektakulärer Unfall auf der Rheinischen Straße: Ein Audi hat sich am Montagnachmittag nach einer Kollision mit einem Kleinlaster überschlagen. Das Auto blieb auf dem Dach liegen, der Fahrer wurde leicht verletzt. Die Unfallstelle an der Shell-Tankstelle ist derzeit gesperrt, die Linie U43 ist...
Polizei sucht gefährliche Orte auf Dortmunds Straßen
Vor dem 7. Blitzmarathon
Dortmunds Autofahrer steuern auf den siebten Blitzmarathon zu. Am 18. und 19. September steht die Polizei an rund 130 Kontrollstellen, um Raser zu erkennen und zu stoppen. Im Fokus stehen auch die, die nicht einmal Auto fahren.
BVB-Star Kagawa hat Haus am Phoenix-See gekauft
Promis
Seit Sonntag ist Shinji Kagawa wieder ein Borusse - und wird demnächst wohl ein Hörder. Bereits im Frühjahr hat sich der BVB-Star ein Haus am Phoenix-See gekauft. Mit seiner Vorliebe ist der Japaner nicht alleine. Gleich mehrere Kollegen wohnen bereits an Dortmunds gefragtestem See.
Kopftuch-Debatte: Philosoph warnt vor Gruppendenken
Interview-Reihe
Dortmund diskutiert über das Kopftuch-Verbot im St.-Johannes-Hospital und die Äußerungen von CDU-Politikerin Gerda Horitzky. Im Interview erklärt uns der Philosph Dr. Christian Neuhäuser, wie er die aktuelle Debatte und die Kopftuch-Diskussion bewertet.
Zwei Tote bei Ferrari-Unfall auf der A40 in Dortmund
A40-Unfall
Auf der A40 in Dortmund ist am frühen Sonntagmorgen ein Ferrari ausgebrannt. Die Beifahrerin kam in den Flammen um, der Fahrer starb im Krankenhaus. Der Italiener hatte in einer langgezogenen Kurve die Kontrolle über den Wagen verloren — nur wenige Meter hinter einer Tankstelle.
Fotos und Videos
Hier wohnen die BVB-Stars
Bildgalerie
Fotostrecke
Der Heidemarkt im Rombergpark
Bildgalerie
Fotostrecke
Feuerwehrfest in Persebeck
Bildgalerie
Fotostrecke
Schlagerparty
Bildgalerie
Fotostrecke