Gefeuerte Mitarbeiterin zieht gegen Stadt Dortmund vor Gericht

Foto: WR/Franz Luthe
Was wir bereits wissen
Die wegen Untreue-Verdachts geschasste Stadtmitarbeiterin zieht gegen ihre fristlose Kündigung vor Gericht. Die Stadt wirft ihr vor, 400.000 Euro unterschlagen zu haben. Das Arbeitsgericht hat einen Gütetermin für den 16. Juli anberaumt. Eine Einigung ist nicht in Sicht.

Dortmund.. Der 56-jährigen Frau wird vorgeworfen, bei den Bürgerdiensten in Hombruch in den Jahren 2008 bis 2012 rund 400,000 Euro aus Gebühreneinnahmen etwa für Reisepässe oder Personalausweise unterschlagen zu haben.

Das Arbeitsgericht hat einen Gütetermin für den 16. Juli anberaumt. Allerdings ist nicht zu erwarten, dass es zu einer Einigung kommen wird. Die Frau ist nicht geständig, aus Sicht der Stadt aber haben sich die Verdachtsmomente gegen die Ex-Mitarbeiterin so verdichtet, dass mit ihr "eine weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit und damit die Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses nicht mehr möglich ist".

Seit 1978 bei der Stadt beschäftigt

Die Frau ist seit dem 15. November 1978 bei der Stadt beschäftigt, anfangs als Schreibkraft in der Bezirksverwaltungsstelle Mengede. 1999 kam sie nach Hombruch, rutschte dort rauf in die mittlere Verwaltungsebene. Aufgrund einer Umorganisation innerhalb der Bürgerdienste wechselte sie auf eine andere Stelle. Vermutlich hat dieser Wechsel dazu beigetragen, dass die Veruntreuung im April auffiel.

Die für die Kassengeschäfte zuständige Frau soll die Gebühreneinnahmen bei der Sparkasse, die in Hombruch im selben Gebäude untergebracht ist wie die Bezirksverwaltungsstelle, nicht in voller Höhe eingezahlt haben.

Im Rechnungsprüfungsausschuss wird am 27. Juni dazu berichtet - hinter verschlossenen Türen. Unabhängig davon gehen die strafrechtlichen Ermittlungen weiter.