Gefährlicher Tabak - Großrazzia in Dortmunder Shisha-Bars

Shisha-Bars sind bei Freunden von Wasserpfeifen-Tabak beliebt.
Shisha-Bars sind bei Freunden von Wasserpfeifen-Tabak beliebt.
Foto: dpa
Sieben Shisha-Bars in der Nordstadt und Eving haben Zoll, Ordnungsamt, Feuerwehr und Polizei am Montag unter die Lupe genommen. In jedem überprüften Lokal, in dem Besucher Wasserpfeifen-Tabak rauchen können, wurden die Kontrolleure fündig. Einige Bars waren gefährlich für die Gesundheit der Gäste.

Dortmund.. Das Hauptzollamt Dortmund, der Gewerbeabteilung des Ordnungsamtes, die Dortmunder Feuerwehr Dortmund und Polizisten des Schwerpunkdienstes Nord gingen am Montagabend von 19 bis 23.30 Uhr auf gemeinsame Kontroll-Tour. Wie die Stadt in einer Pressemitteilung erklärte, überprüften die Beteiligten sechs Shisha-Bars in der Nordstadt und eine in Eving. Das Ordnungsamt leitet demnach gegen alle Betriebe ein Verfahren ein.

Insgesamt 100 Kilo

Denn in jeder der sieben Bars hätten die Kontrolleure unversteuerten Tabak oder Hinweise auf dessen Konsum gefunden. Die unversteuerte Menge liege insgesamt bei etwa 100 Kilo. Allein im Keller einer der Bars habe man ein Lager mit verschiedenen Tabaksorten - alle ohne Steuerbanderole - und Streckmittel gefunden. Dem Barbetreiber werde der Verkauf von gut 65 Kilo unversteuertem Tabak vorgeworfen. Außerdem leitete der Zoll zwei Verfahren wegen des Verdachts auf illegale Beschäftigung ein.

Weil in den Bars beim Rauchen Holzkohle verglüht, prüfte die Feuerwehr, wie hoch die Kohlenmonoxid-Belastung in den Räumlichkeiten ist. In mehreren Bars sei der Wert nicht nur überschritten worden, sondern habe gesundheitsschädliche Ausmaße erreicht.

Mehrere Strafverfahren

Ein Betreiber war anscheinend sehr risikofreudig: In der Bar wurden Kohlen in einem geschlossenen Raum vorgeglüht - in dem unter anderem mehrere Gasflaschen lagerten.Nun werden laut Stadt mehrere Strafverfahren eingeleitet. Weil es in einer Bar wiederholt zu Verstößen gegen Auflagen kam, werde geprüft, ob ein Gewerbeverbot ausgesprochen wird.

Die am häufigsten festgestellten Verstöße:

  • Verstoß gegen das Nichtraucherschutzgesetz
  • Fehlende Sozialversicherungsnachweise
  • Wasserpfeifentabak unzulässigerweise nachgefeuchtet
  • Kohlenstoffmonoxidkonzentrationen im gesundheitsschädlichen Bereich
  • Betrieb eines Holzkohlegrills in geschlossenem Raum, zusammen mit Gasflaschen
  • Tabakverkauf in nicht für den Endverbraucher bestimmten Packungsgrößen
  • Tabak nicht versteuert
  • Geldspielgeräte nicht im Sichtbereich der Aufsicht