Gedenkstein soll in Dortmund an mutmaßliches Opfer der NSU erinnern
17.09.2012 | 15:31 Uhr 2012-09-17T15:31:02+0200
Dortmund. Mit einem Gedenkstein will die Stadt Dortmund die Erinnerung an das mutmaßliche NSU-Opfer Mehmet Kubasik lebendig halten. Am 24. September soll die Tafel vor dem Gebäude, in dem der Deutschtürke gewohnt hat, enthüllt werden. Zudem ist das Aufstellen einer weiteren Tafel in Planung.
Ein Gedenkstein soll künftig in Dortmund an Mehmet Kubasik , eines der mutmaßlichen Mordopfer der rechtsextremistischen Terrorzelle NSU, erinnern. Der 50 mal 50 Zentimeter große Stein solle am 24. September vor jenem Gebäude enthüllt werden, in dem der Deutschtürke im April 2006 umgebracht worden sei, sagte ein Sprecher der Stadt am Montag.
Weitere Tafel für alle zehn Opfer der Mordserie
Darüber hinaus will Dortmund eine Gedenktafel für alle zehn Opfer der bundesweiten Mordserie aufstellen. Darauf hatten sich die Stadtoberhäupter von Dortmund, Heilbronn, Kassel, Nürnberg, München, Rostock und Hamburg im Frühjahr verständigt. In allen diesen Städten waren Morde geschehen, die dem NSU zugerechnet werden . Sie alle wollen daher an die Mordopfer erinnern. (dapd)
20:12
Natürlich hat der Staat im Umfeld der Mordserie total versagt.
Das ist aber auch bei vielen anderen Morden leider der Fall.
Ich kann deshalb nicht nachvollziehen, warum in diesem Fall ein Gedenkstein aufgestellt wird. Warum nicht bei anderen Morden?
Der Staat sollte lieber in den Behörden aufräumen und den Fall aufklären. Das ist wichtiger. Hierbei ist insbesondere die Rolle der V-Männer zu beleuchten.
16:56
Da es in der Mordserie keine Zeugen gibt, keine DNA Spuren, keine Fingerabdrücke, usw. wird man möglicherweise die Morde niemals auf klären.
Im Fall der erschossenen Polizistin hat der NSU Ausschuss ja schon gesagt das man die Tat wohl niemals aufklären werde.
15:58
Ein Gedenkstein und schon gezahlte staatliche Entschädigungen an die Angehörigen für ein "mutmassliches" Opfer des ominösen NSU - ist das nicht einerseits zu voreilig und andererseits ungerecht gegenüber den weitaus zahlreicheren deutschen Opfern und deren Angehörigen, die durch Täter mit "Migrationshintergrund" in den vergangenen 10 Jahren getötet wurden?
So weit mir bekannt ist, fehlen im Fall des NSU nach wie vor - trotz aufwendiger Ermittlungsarbeit - "harte" Beweise für die Täterschaft des NSU. Statt dessen wird immer mehr die Verwicklung deutscher Geheimdienste - zuletzt des MAD und des Berliner LKA - in den ominösen NSU deutlich. In Anbetracht der Folgen der NSU-Aufdeckung im Kampf gegen rechts, entsteht mittlerweile der Eindruck, dass der NSU dem Staat regelrecht "sehr gelegen" kam und möglicherweise durch die Geheimdienste "gezüchtet" wurde - da sollte man sicherheitshalber erst einmal die endgültigen - wird es die geben? -Ermittlungsergebnisse abwarten.