Gedenken am Absturzort geplant

Noch hat sich wenig getan an dem überwucherten Gedenkstein, der an das Hubschrauberunglück von 1996 mit 13 Toten erinnert. Vor rund 14 Tagen hatte unsere Redaktion über den Zustand der Gedenkstelle berichtet. Nun soll es eine langfristige Lösung geben - und ein jährliches Gedenken am Absturzort.

Dortmund.. Die Bundeswehr hatte anschließend nach unserer Berichterstattung zugesichert, sich um die Stelle zu kümmern. Bisher aber wurde lediglich ein wenig Unkraut entfernt und ein kleines Gesteck abgelegt. Beim Landeskommando der Bundeswehr in Düsseldorf weiß man nichts von einer in den letzten Tagen vorgenommenen Pflege an dem Denkmal, das am 17. Mai 1997 aufgestellt worden war. "Der Zustand der Gedenkstelle geht uns nahe, wir nehmen das Thema sehr ernst", so ein Mitarbeiter der Bundeswehr am Dienstag.

Die Bundeswehr heute sei nicht mehr die Bundeswehr von 1996, Zuständigkeiten hätten geklärt werden müssen, "so zügig das in einer so großen Institution eben gehen kann." Jetzt will die Bundeswehr eine langfristige Lösung finden und die auch so schnell, wie es geht, umsetzen.

Der am 6. Juni 1996 abgestürzte Hubschrauber war eine Maschine der Flugbereitschaft des Verteidigungsministeriums. Wie sich später herausstellen sollte, hatten zu riskante Flugmanöver des Piloten zu der Katastrophe geführt, unter den Opfern waren größtenteils junge Menschen. Die Maschine war bei der Jugendmesse You gestartet, die Flugplätze waren teilweise verlost worden.

Gedenkstätte liegt in einem Waldgebiet

Der Gedenkstein kam dann ein knappes Jahr später an den Unglücksort, Angehörige hatten ihn und den Gedenkort mitgestaltet und zum Beispiel die Rhododendren eingepflanzt. Und zumindest in den ersten Jahren war der Ort von Angehörigen gepflegt worden. Auch die Bundeswehr hatte damals, bei der Aufstellung des Gedenksteins, zugesagt, sich um die Pflege der Stelle in einem Waldgebiet an der A 45 zu kümmern. Das hat sie auch über mehrere Jahre geleistet, mindestens vor den Jahrestagen war die Stelle immer wieder gepflegt worden.

Doch irgendwann wurde das eingestellt. Angehörige ihrerseits waren teilweise körperlich nicht mehr in der Lage, die Stelle zu pflegen, die Natur okkupierte allmählich den Platz. Ein Zustand, den Bezirksbürgermeister Hans Semmler inakzeptabel findet. Er will in Zukunft wieder jährlich am Absturztag eine kleine Gedenkveranstaltung etablieren. In diesem Jahr, am 20. Jahrestag der Katastrophe, wurde das versäumt. Und soll jetzt, am Totensonntag (20.11.), nachgeholt werden. Semmler: "Ich denke an eine kleine, würdevolle Veranstaltung, um ein Zeichen zu setzen - aber der Ort muss dann wieder in einem ordentlichen Zustand sein."

Hier befindet sich die Gedenkstätte: