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Singende Scrubs-Stars - The Blanks spielen am 7. Februar im FZW Dortmund

01.02.2012 | 11:40 Uhr
Singende Scrubs-Stars - The Blanks spielen am 7. Februar im FZW Dortmund
DerWesten verlost 5x2 Karten für The Blanks am 7. Februar im FZW Dortmund: Sam Ridiculous, Paul Zany, George Funny und Phillip Madcap (von links) bieten Comedy und A-cappella. Berühmt wurden sie durch die TV-Serie Scrubs.Foto: Nicholas Dawkes

Dortmund.   Die Kultband The Blanks aus der TV-Serie Scrubs tritt am 7. Februar im FZW Dortmund auf. Die Comedy- und A-capella-Truppe steht für einen unterhaltsamen Abend. Was "Teds Band" ausmacht, verriet uns Schauspieler Sam Lloyd, der in der Serie den ewigen Verlierer Ted Buckland darstellt, im Interview.

Kaum zu glauben, aber er ist es wirklich: Sam Lloyd, dieser selbstbewusste Sänger der A-capella-Band The Blanks, ist der Schauspieler des ewigen Verlierers Ted Buckland aus der Fernsehserie Scrubs, der immer Tabletten und einen Revolver mit sich herumträgt. Zitat: „Ich nehme die Tabletten, wenn ich traurig werde und den Revolver, wenn ich sehr traurig werde.“ In Wahrheit ist Lloyd ein lebensfroher Kerl, mit viel offenkundigem und tiefgründigem Witz.

Am 7. Februar spielt er mit seiner Band The Blanks im Dortmunder Freizeitzentrum West. Janis Brinkmann hat mit dem amerikanischen Schauspieler und Sänger gesprochen.

Mr. Lloyd, wo erwischen wir Sie gerade?

Sam Lloyd: „Im sonnigen Los Angeles. Ich habe gerade eine Tasse Kaffee getrunken, meine E-Mails gecheckt und begonnen, diesen herrlichen Tag zu genießen. Aber wenn ich ehrlich bin: Ich kann es kaum erwarten, dass unsere Tour durch Europa losgeht. Unterwegs zu sein - das ist das Beste, was es gibt.“

The Blanks werden insgesamt sechs Shows in Deutschland spielen, ein Konzert davon am 7. Februar im FZW in Dortmund. Was ist das Besondere am deutschen Publikum?

Lloyd: „Die Leute in Deutschland sind sehr enthusiastisch. Sie hören sehr genau zu und kriegen alle unsere Witze mit. Das ist gar nicht so einfach, weil wir selbst nur die Hälfte unserer Witze verstehen.“

Befürchten Sie keine sprachlichen Probleme? Immerhin sind nicht nur die Songs, sondern auch die Sketche und Comedy-Einlagen komplett auf Englisch…

Lloyd: „Bislang haben die Leute immer an den richtigen Stellen gelacht. Für unser Programm haben wir aber bewusst auf Bezüge zur amerikanischen Popkultur verzichtet und mehr auf Situationskomik gesetzt. Wenn wir tanzen wie Goofy oder eine sprechende Spielzeugfigur unsere Songs singen lassen, versteht das jeder. Außerdem haben wir ein paar deutsche Worte gelernt, die wir gerne in die Shows einbauen wollen.“

Als einflussreich für The Blanks nennen Sie die Marx Brothers oder Monty Python…

Lloyd: Wir wollen unsere Show so lustig wie möglich machen – auch für uns. Und das sind eben unsere Vorbilder, die wir wirklich witzig finden. Und: Bei diesen Sachen kommt es nicht darauf an, aus welchem Land du kommst oder welche Sprache du sprichst. Das Zeug ist einfach komisch. Humor ist sowieso universell. Denken Sie nur an Dick und Doof, die waren auch überall erfolgreich. Wenn es wirklich lustig ist, ist es überall auf der Welt lustig.

Die meisten Leute in Deutschland kennen Sie und The Blanks nur als den depressiven Anwalt Ted Buckland und seine Band „Die erbärmlichen Versager“ aus der TV-Serie „Scrubs“. Ist das Fluch oder Segen?

Lloyd: „Das ist ein zweischneidiges Schwert. Einerseits kommen viele Leute, weil sie uns aus dem Fernsehen kennen. Andererseits sind viele dann überrascht, dass dann nicht nur die vier Verlierer aus „Scrubs“ auf der Bühne stehen, die Werbejingles und Cartoontrailer singen. Unser Ziel ist es immer, dass die Leute als Scrubs-Fans kommen und als Blanks-Fans gehen.“

Was kann man von der Blanks-Show in Dortmund erwarten?

Lloyd: „Natürlich den ganzen Kram von Scrubs, die Songs, die Sketche und die Comedy. Alles wird am Ende zusammengeführt. Dazu gibt es unser ewiges Pop-Medley mit Liedern wie „Teenage dreams“ von Katie Perry, „Only girl“ von Rihanna oder „Dynamite“ von Taio Cruz.

Sam Lloyd, Paul Perry, George Miserlis und Philip McNiven, besser bekannt als „Ted’s Band“, spielen am Dienstag im FZW.

Ich schätze, die Leute können erwarten, von uns gut unterhalten zu werden. Wir werden unsere Ukulele mitbringen, aber ansonsten gibt es die Blanks pur – und das heißt: a capella.“

Sie sagen: „A capella ist hip!“ In Deutschland haben die meisten das noch nicht entdeckt…

Llyod: „In den USA wird das gerade immer größer. Das liegt wohl vor allem daran, dass die meisten Universitäten einen a capella-Chor haben. Für uns liegt die besondere Faszination darin, dass man quasi nackt auf der Bühne steht, nur mit seiner Stimme. Da sind keine Instrumente, hinter denen man sich verstecken könnte. Aber a capella hat für uns noch einen ganz praktischen Grund: Wir können uns nicht leisten, einen Komponisten und Musiker zu bezahlen…“

Der Tag ist noch jung, aber haben Sie heute schon über etwas herzhaft gelacht?

Llyod: „Ja, tatsächlich, über ein Youtube-Video. Ein Tag ohne Lachen ist doch wirklich traurig. Jeder mag es doch zu lachen, besonders wir. Humor ist unsere große, gemeinsame Liebe – neben der Musik.“

Sind die Blanks Kunst imitierendes Leben oder mehr Leben imitierende Kunst?

Llyod: „Vielleicht erklärt sich das am besten mit der Geschichte, wie die Band zu „Scrubs“ kam: Ich war schon Darsteller in der Serie und habe die Jungs mit auf die Weihnachtsfeier genommen. Dort haben wir gesungen und es war wirklich witzig. Der Regisseur hat sofort gesagt: ‚Das müssen wir unbedingt in die Sendung aufnehmen.‘ Da hat unsere Kunst das Leben nachgemacht. Heute haben wir viele Elemente von „Scrubs“ in unserem Programm. Dann ist es jetzt wohl unser Leben, das die Kunst nachahmt.“

Teilbestuhlt, kein Sitzplatzanspruch

Das Konzert ist eine teilbestuhlte Veranstaltung mit freier Platzwahl, es besteht kein Sitzplatzanspruch. Tickets gibt es auch noch im Vorverkauf für 25 Euro (zzgl. Gebühren). Die Verlosung von DerWesten-Karten ist beendet, die Gewinner wurden benachrichtigt.

Janis Brinkmann

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