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DFB-Ausstellung

Fußballmuseum interaktiv und mit „Hall of fame“

16.09.2010 | 12:57 Uhr
Fußballmuseum interaktiv und mit „Hall of fame“
Der WM-Ball von 1954 ist da: Für das DFB-Fußballmuseum in Dortmund zeigen Manuel Neukirchner, Wolfgang Niersbach und Ullrich Sierau das wertvolle Exponat. Foto: DFB-Fußballmuseum

Dortmund.Der DFB hat sein Ausstellungskonzept für das nationale Fußballmuseum präsentiert. Am Dortmunder Hauptbahnhof soll ab 2014 Historisches und Aktuelles interaktiv und multimedial gezeigt werden. Zudem gibt es eine „Hall of fame“.

Die Stiftung DFB Fußballmuseum hat heute in Dortmund ihr Ausstellungskonzept für ein nationales Fußballmuseum präsentiert. Das vom Deutschen Fußball-Bund und der Stadt Dortmund getragene Projekt will dem Fußball in seiner historischen und aktuellen Dimension mit einem erlebnisorientierten Ausstellungsformat einen dauerhaft öffentlichen Raum geben. Die Eröffnung ist für 2014 vorgesehen. Als erstes Ausstellungsstück übergab DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach am Donnerstag den Ball des WM-Endspiels von 1954. „Ein herausragende Exponat, das großartige deutsche Fußballgeschichte lebendig macht. Dieser Ball wird in unserer Ausstellung einmal einen besonderen Platz bekommen“, sagte Manuel Neukirchner, Sprecher der Fußballmuseum-Geschäftsführung.

Gemeinsam mit Niersbach und dem Dortmunder Oberbürgermeister Ullrich Sierau stellte Neukirchner das inhaltliche Konzept vor. „Wir wollen informieren, zum Nachdenken anregen, überraschen, berühren und vor allem begeistern. Wir möchten mit diesem einzigartigen Projekt die Herzen der Menschen erreichen, für die der Fußball ein Teil ihres Lebens ist.”

Thematische Vielfalt in fünf Ausstellungsbereichen

Die thematische Vielfalt des Fußballsports und seine gesellschaftlichen, sozialen, kulturellen und ökonomischen Effekte sollen in dem Museum in einer klaren, leicht verständlichen Anordnung vermittelt werden. Dazu lehne sich die Ausstellung dramaturgisch an das Fußballspiel selbst an und soll so eine klare Struktur für eine emotionale Inszenierung des Phänomens Fußball schaffen.

Der Kubus mit zehn Metern Kantenlänge weist auf den Bau des Fußballmuseums am Busbahnhof hin.

In den fünf Ausstellungsbereichen „Vor dem Spiel” (Emotionale Einstimmung), „1. Halbzeit” (Die Welt der Nationalmannschaften und des deutschen Fußballs), „Halbzeitpause” (Trainer und Taktik), „2. Halbzeit” (Die Welt des Vereinsfußballs) und „Nach dem Spiel” (Spielzone) soll der Besucher durch technisch innovative, aber auch durch klassische Vermittlungsformen möglichst viele Facetten des Fußballs erleben. Eine Multivision zur Geschichte des deutschen Fußballs, die Schatzkammer mit den wertvollsten Pokalen der Nationalmannschaft und des Klubfußballs sowie eine „Hall of fame” für die großen deutschen Spielerpersönlichkeiten liefern weitere Szenen und Emotionen in der Ausstellung.

Jährlich 250.000 bis 300.000 Besucher anlocken

Das Museum soll aber nicht nur ein Ort des Bewahrens und Ausstellens sein, sondern gleichzeitig ein lebendiges Forum der Begegnung und Diskussion für alle Mitglieder der Fußballfamilie werden. Fans und Vereine sowie Verbände, Freunde und Förderer, Partner oder Sponsoren sollen sich angesprochen fühlen. Dazu sollen Veranstaltungen wie Preisverleihungen, Pressekonferenzen, Lesungen oder TV-Produktionen in einem eigenen Veranstaltungsbereich beitragen.

„Das Fußballmuseum soll eine zentrale Begegnungsstätte für den deutschen Fußball werden”, formuliert DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach den Anspruch an das ambitionierte Vorhaben im Herzen des Ruhrgebiets und wagt eine erste Prognose: „Das Konzept macht Geschichte emotional erlebbar und vermittelt die Freude am Fußball auf eine mitreißende Art und Weise. Ich halte es für realistisch, dass jährlich 250.000 bis 300.000 Besucher in das Museum nach Dortmund kommen werden.”

134 Kapitel und 10.220 museale Objekte

Seit ihrer Gründung im September 2009 hat die Stiftung 134 thematische Kapitel zur Geschichte und zu Einzelaspekten des Fußballs mit 19 Sporthistorikern und Wissenschaftlern aufgearbeitet. In Zahlen ausgedrückt bedeutet das: Fußballgeschichte und Fußballwissen auf rund 9000 Seiten, mit zudem rund 1440 recherchierten Medienobjekten und rund 10.220 recherchierten musealen Objekten.

Die Berliner Kommunikationsagentur Triad Projektgesellschaft hatte sich in einem europaweiten Kreativ-Wettbewerb gegen 26 Mitbewerber durchgesetzt und wird nun in den kommenden Monaten als Planungsbüro die inhaltliche, räumliche und gestalterische Detailplanung weiter vorantreiben.

Sierau beeindruckt

Beeindruckt zeigt sich Dortmunds Oberbürgermeister: „Das Konzept ist so intelligent gemacht, dass es einen sofort packt. Ich bin begeistert von dem gewählten Ansatz“, so Ullrich Sierau. „Das Fußballmuseum wird, da bin ich sicher, viele Besucher aus dem In- und Ausland nach Dortmund locken. Das Museum sehe ich als nationale Institution, die die weltweit beliebteste Sportart spektakulär und herausragend inszeniert.”

„Ein Projekt wie dieses hat es in Deutschland noch nicht gegeben”, skizziert Manuel Neukirchner die Möglichkeiten des Fußballmuseums, das auch pädagogische Ansätze für Kinder und Jugendliche entwickeln werde. „Wir werden für alle Besuchergruppen eine Ausstellung konzipieren: Für die Fußballfans, für Familien mit sportlichen und interaktiven Modulen, aber auch für Besucher, die an den zeitgeschichtlichen Zusammenhängen des Fußballs interessiert sind. Gleichzeitig wird unser Haus eine zentrale Kommunikationsplattform für den deutschen Fußball werden.”

Das Museum für den deutschen Fußball soll auf einer Grundstücksgröße von 6000 Quadratmetern in bester Citylage gegenüber des Dortmunder Hauptbahnhofs 2014 eröffnet werden. Der Architekturwettbewerb wird noch in diesem Jahr ausgelobt.

DerWesten

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Kommentare
17.09.2010
03:23
Fußballmuseum interaktiv und mit „Hall of fame“
von Pro Contra | #1

Ich bin beeindruckt!
Nicht, daß ich als Fußball,- und BVB-Fan was gegen dieses Museum hätte, nein, letztlich stört mich als Dortmunder, die Umgebung, die Finanzierung, und dieser Knebelvertrag, den sich die Stadt DO damit aufgehalst hat (Kommen nicht die erwarteten Besucherströme, muss die Stadt DO bluten). Aber vielleicht hat sich das ja schon wieder geändert. Besser als in Köln, oder Herne-West, ist das Museum hier in DO allemal aufgehoben, aber zu DEM Preis? Wat is eigentlich mim alten Busbahnhof? Abgesehen davon wird das Museum wahrscheinlich pompöser sein, als das Gegenüber, dem sogenannten HBF (renovierte Pommesbude mit Gleisanschluss). Aber der HBF kann ja ersma brachliegen. Hauptsache, die erhofften 250 000 - 300 000 Besucher kommen per Bus, nicht per Bahn. Oh, der neue Busbhf. soll auf die Nordseite des Bahnhofs, und die Gäste DURCH den Bahnhof zum Museum geleitet werden? Oh weia, wenn dass mal nicht ein Grund wäre, als Fußballtourist, gleich wieder einzusteigen, und abzuhauen. Schade eigentlich. Bin mal gespannt, ob dass, was es verspricht, auch gehalten wird, und wie erwähnt; Ich bin Fußballallgemein-, und BVB-Fan!

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