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Dortmunder Fußballer muss nach Foul 900 Euro Schmerzensgeld zahlen

25.01.2013 | 16:12 Uhr
Dortmunder Fußballer muss nach Foul 900 Euro Schmerzensgeld zahlen
Nach einem brutalen Foul blieb ein Stürmer von Viktoria Kirchderne bewusstlos am Boden liegen.

Dortmund.   Nach einem bösen Foul muss ein Spieler des SV Scharnhorst einem Stürmer von Viktoria Kirchderne 900 Euro Schmerzensgeld zahlen. Im Gegenzug stellte das Amtsgericht den Prozess wegen gefährlicher Körperverletzung ein.

Der Stürmer von Viktoria Kirchderne war keine fünf Minuten auf dem Spielfeld, da stürzte er nach einem brutalen Foul zu Boden. „Ich war kurz bewusstlos, konnte auch nicht mehr alleine aufstehen.“ Ein Verteidiger des SV Scharnhorst hatte ihn am 9. August 2012 bei einem Freundschaftsspiel mit gestrecktem Bein in den Rücken getreten. Laut Staatsanwaltschaft ein Fall von gefährlicher Körperverletzung.

Schließlich seien die scharfen Stollen an den Fußballschuhen juristisch als „Waffe“ zu werten. Warum die Attacke vom 9. August letzten Jahres beim Freundschaftsspiel der beiden Amateurvereine gestern im Amtsgericht verhandelt wurde und nicht, wie eigentlich üblich, vor dem Sportgericht?

Keine Attacke „außerhalb des Spielgeschehens“

Die Erklärung liegt in drei Worten, die sich fälschlicherweise in die Anklage geschlichen hatten: Demnach geschah die Attacke mit dem Stollenschuh „außerhalb des Spielgeschehens“, also theoretisch auf dem Weg in die Kabine oder gar auf dem Parkplatz. Was jedoch nicht stimmte, wie sowohl Spieler als auch Schiedsrichter erklärten. Vielmehr habe es sich um ein besonders mieses Foul gehandelt.

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Wie auch immer: Da nun alle Geladenen zum Prozess erschienen waren, pfiff Amtsrichter Mario Pawlowski die Partie auch an. Allerdings konnte der Verteidiger des SV Scharnhorst nicht so recht verstehen, warum er auf der Anklagebank landete: „Es war Einwurf, der Stürmer nahm den Ball mit der Brust an. Ich wollte da irgendwie zwischen und habe ihn in den Rücken getreten. Klar, das war ein Foul, ich bin ja auch vom Platz geflogen. Aber das war keine Absicht.“

Rote Karte und vier Wochen lang gesperrt

Vier Wochen lang war der 35-Jährige gesperrt. Der damals arg malträtierte Kirchderner Stürmer wusste nur noch so viel: „Ich bekam einen Tritt, konnte nicht alleine aufstehen.“ Er trug damals unter anderem eine Gehirnerschütterung davon.

Der Schiedsrichter zeigte sich auch gestern noch entsetzt über die Brutalität der Attacke: „Ich mache das seit ‘99, aber so etwas habe ich noch nicht erlebt.“ So mies das Foul auch war – dass es nicht im Kampfgetümmel eines Fußballspiels geschah, konnte dem Verteidiger ihm nicht nachgewiesen werden. Und so stellte Amtsrichter Mario Pawlowski das Verfahren gegen Zahlung von 900 Euro Schmerzensgeld ein. Die Kicker von Kirchderne hatten damals übrigens 2:4 verloren – auch das noch.

Kathrin Melliwa

Kommentare
26.01.2013
10:27
Dortmunder Fußballer muss nach Foul 900 Euro Schmerzensgeld zahlen
von Widerspruch | #2

Hoffentlich greifen die Gerichte jetzt öfters ein.

Das hält hoffentlich, gerade in den unteren Klassen, die Leute ab den Fußball zum Frustabbau zu nutzen. Gerade bei unseren "Internationalen Vereinen".

25.01.2013
16:37
Fußballer muss nach rüdem Foul zahlen
von xxyz | #1

Es ist eine eher geringe Summe.

Ich habe Zweifel, ob eine Gerichtsverhandlung in einem Artikel mit Fußballbegriffen beschrieben werden sollte.

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Dortmunder Fußballer muss nach Foul 900 Euro Schmerzensgeld zahlen
Dortmunder Fußballer muss nach Foul 900 Euro Schmerzensgeld zahlen
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http://www.derwesten.de/staedte/dortmund/fussballer-muss-nach-ruedem-foul-zahlen-id7521932.html
2013-01-25 16:12
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