Für die SPD lebt die Nordstadt von Dortmund nach Straßenstrich-Aus auf
24.05.2011 | 13:03 Uhr 2011-05-24T13:03:00+0200
Dortmund.„Die Schließung des Straßenstrichs zeigt Wirkung!“ Diese erste Bilanz zieht die Nordstadt-SPD in Dortmund. Eine Woche nach Inkrafttreten des Sperrbezirks lebe der Problembezirk auf. Das Aus für den Straßenstrichs habe Menschenhändler und Geiz-ist-geil-Freier vertrieben, wie etwa in einem einschlägigen Online-Forum zu erkennen sei.
Eine erste positive Zwischenbilanz zieht die Vorsitzende des Dortmunder SPD-Stadtbezirks Innenstadt-Nord. „Die Nordstadt lebt auf!“, sagte Dr. Marita Hetmeier nachdem vor knapp einer Woche die vom Rat beschlossene Erweiterung der Sperrbezirksverordnung in Kraft getreten ist.
„Die Menschen in der Nordstadt atmen auf. Die Präsenz von Polizei und Task-Force führt dazu, dass bulgarische Zuhälter, Prostituierte und Drogendealer nicht länger den öffentlichen Raum auf der Mallinckrodtstraße beherrschen“, so Hetmeier. „Und es gibt erste Anzeichen, dass organisierte Menschenhändler und Geiz-ist-geil-Freier den Standort Dortmund räumen.“
Die SPD-Politikerin aus der Nordstadt bezieht sich für ihre Einschätzung vor allem auf die Diskussionsbeiträge von Freiern in einem Internet-Straßenstrich-Forum. „Die Freier haben verstanden, dass Polizei und Ordnungsamt Ernst machen und die illegale Prostitution im Sperrbezirk nicht laufen wird“, meint Marita Hetmeier. Aufschlussreich sei für sie etwa der Beitrag des Forumsteilnehmers „knaller“ vom 19.5.2011: „…DORTMUND IST TOT!...Die Stadt zieht das volle Pulle durch. Jederzeit in allen Straße Grüne und Ordnungsamt… Wer gehofft hat, in den bekannten Seitenstraßen noch zum Zuge zu kommen, kann sich das abschminken… in 3 Std. keine einzige Gelegenheit … KEINE!!! … MAN BIN ICH GENERVT!!!!“ Auch „Schneckenliebhaber“ postet unter dem 21.5.2011: „Ich werde die Nordstadt meiden…“
Bei den Clan-Fürsten und Menschenhändlern aus dem bulgarischen Plowdiw sei die Botschaft ebenfalls angekommen. So berichte Forums-Teilnehmer „Ringo“ unter dem 21.5.2011: „… Die Maßnahmen der Task-Force zeigen allerdings auch schon erste Wirkungen. Heute Umzug/Wegzug miterlebt. Ein bulg(arischer) Benz … hat in der Missundestraße 4 das Handtuch geworfen und ist mit Sack und Pack abgerückt!!!“. Ein anderer Forums-Teilnehmer schließt sich dieser Einschätzung an: „…ich denke auch, dass die Roma abrücken werden, da die schnelle Mark nicht mehr zu machen ist…“, postet er unter dem 21.5.2011. „Ringo“ berichtet in einem weiteren Beitrag: „Heute wurde der CLS 55 von AMG eines Clan-Mitgliedes stillgelegt… Scheinbar geht die Task-Force … nunmehr verstärkt gegen die Dealer und gegen Mitglieder der Clans vor. Gut so.“
Es gebe sogar Freier, die aus Verantwortung gegenüber der Wohnbevölkerung die Polizei bei ihrem Einsatz gegen illegale Prostitution unterstützen. Hetmeier zitiert einen Diskussionsbeitrag des Forumsteilnehmers „SoulBrother“ vom 18.5.2011: „…(Offensichtlich) bulgarische Dame auf Kundenfang. Ecke Schüchtermannstraße / Mallinckrodtstraße. An dieser Stelle fehl am Platze. Der Anruf bei der bekannt gegebenen Nummer, ein paar Minuten gewartet. Ein (offensichtlicher) Freier nimmt sie ins Auto, zwei Zivilbeamte steigen aus einem silbernen Golf. Festnahme der Dame, Personalien des Freiers aufgenommen…“
Nach Auffassung der Nordstadt-SPD entscheidet sich in der Auseinandersetzung um den Straßenstrich und die illegale Prostitution die Zukunft der Stadt. „Keine andere Stadt hat so viele Zuwanderer aus Bulgarien, Rumänien und Ungarn wie Dortmund. Inzwischen reden wir über 5000 – 6000 Menschen, die aus prekärsten Verhältnissen nach Dortmund zugewandert sind. In Berlin, der deutschen Hauptstadt, die sechsmal so groß ist wie Dortmund und weiter östlich liegt, sind es gerade einmal die Hälfte“, meint Hetmeier: „Dortmund hat mit dem Straßenstrich einen Anreiz geschaffen, der sich verheerend zum Nachteil der Stadt ausgewirkt hat. Wir hoffen, dass die Schließung des Straßenstrichs noch rechtzeitig kommt, um die bedrohliche Entwicklung aufzuhalten.“
21:12
Wie konservativ ist die WAZ Mediengruppe denn geworden? Die Artikel der letzten tage sind besorgniserregend!
21:11
Ihr habt doch alle keine Ahnung von der Nordstadt. Weder von ihren Problemen, noch von ihren Vorzügen!
21:09
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21:06
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21:04
Unterm Strich mal ein erfolgreicher Bericht... Fortschritte die sich sehen lassen können. Prädikat Gefällt mir.
@ WEhrlich - wollen wir mal nicht hoffen das die SPD Fantasien und Gespinste die sie selbst angezettelt haben dann wirklich noch zum tragen kommen - denn dann war das unsere leichteste Übung ;-) Was war zuerst da? Huhn, Ei oder SPD inkl. der Grünen? Webei die letzte Kombi doch so einiges kaputt gemacht hat....
Ergo - im Ansatz alles fein - so kann es weitergehen....
21:03
#3 von vaikl , am 24.05.2011 um 20:59
Es sind definitiv mind. 1000-2000 Bulgaren.
21:00
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20:59
Inzwischen reden wir über 5000 – 6000 Menschen
Über das, was die Nordstadt-SPD so mit sich selbst im stillen Kämmerlein redet, kann man schlecht schreiben. Über eine solche Äußerung aus dem Munde eines/einer Immobilien-Makler/in würde ich sagen: Ok, man ist ja auch mit Quadratmeter-Angaben nicht immer so gaaanz genau.
Aber von einer SPD-Ratsfrau erwarte ich schon einen gewissenhafteren Umgang mit Zahlen, wenn man sie selbst überhaupt nicht belegen kann. Und wenn man sie nun nach Belieben auf alle möglichen Nationalitäten ausdehnen möchte.
20:55
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20:29
Genau - denn die SPD wusste schon immer, was gut für die Nordstadt war und ist. Daher haben wir da ja auch diese Probleme.
Auch was gut für Dortmund war und ist wusste die SPD schon immer. Kein Wunder, dass wir in ein -wachsendes - Haushaltsloch von 153,5 Millionen Euro schauen und ab heute - mal wieder - eine Haushaltssperre in Dortmund haben.
Wenn das Problem der ungeregelten Migration und die Finanzkrise auf EU- und Bundesebene nicht bald und umfassend gelöst wird, dann werden wir noch erleben, was die SPD und andere Demokraten so alles für uns vorausgesehen haben.