Für 87 Prozent ist Vorsorge Fremdwort
13.05.2011 | 12:42 Uhr 2011-05-13T12:42:00+0200
Dortmund. Mediziner des Knappschaftskrankenhauses rieten dringend: „Nehmen Sie die Gelegenheit zur Untersuchung wahr und mindern so das Krebsrisiko!“
War es die lockere Art der Mediziner? Bei „Live-Medizin“ zum Thema Erkrankungen des Enddarms und Afters hatten 80 Zuhörer geschätzt 100 Fragen. Chefarzt Prof. Thomas Griga und Leitender Oberarzt Dr. Andreas Ludwig vom Knappschaftskrankenhaus hatten im Reinoldinum bei diesem tabuisierten Thema genau den richtigen Ton gefunden.
Lockerer Ton
So, als ginge es um das Sprunggelenk, referierte Griga über die wenig appetitlichen Krankheiten am Darmende. Ein Thema waren natürlich auch die berühmt-berüchtigten Hämorrhoiden, eine im Prinzip nützliche organische Einrichtung mit wichtigen Nerven.
Dr. Ludwig warnte, die Beschwerden des Darms dürften nicht einfach auf die leichte Schulter genommen werden. Wer zulange wartet, lebt gefährlich. „Jeder zehnte Patient, der auf Hämorrhoiden behandelt wird, hat auch noch ein Krebsleiden!“
Risiko minimieren
Und Prof. Griga ergänzte: „87 Prozent der Deutschen gehen überhaupt nicht zur Vorsorge.“ Sie riskieren eine tödliche Erkrankung, während die sogenannte Koloskopie ein völlig harmloser Eingriff ist, der zehn Jahre lang Sicherheit bringe, an keinem Darmtumor zu erkranken. Mit 2300 Darmspiegelungen verfüge die Knappschaft in Brackel über sehr viel Erfahrung bei der Untersuchung.
Im Tumorzentrum des Hauses würden übrigens mehr Darm-Operationen als in jedem anderen Dortmunder Krankenhaus durchgeführt, erfuhren die Zuhörer.
Ursachen finden
Griga fing mit den harmlosen Erkrankungen des Ausscheidungsorgans an und riet bei Infektionen und Pilzen nach der Ursache zu suchen. Die kann etwa in der Diabetes gefunden werden. Er riet, cortisonhaltige Salben zur Bekämpfung von Ekzemen und Juckreiz nicht länger als eine Woche anzuwenden. Und er riet gänzlich von Feuchttüchern mit ihren reizenden Zusätzen ab: „Vermeiden Sie solche Dinge!“
Dann die Hämorrhoiden: Schon die Ägypter verbrannten sie 1000 vor Christus bei Beschwerden mit heißen Stäben. Heute wird in harmlosen Fällen verödet. Bei hartnäckigen Ausstülpungen hilft die Gummibandbehandlung.
neue Methoden
Erst im Extremfall kommt der Chirurg zum Zug, der einen „kleeblattförmigen Schnitt“ verwendet, um die nützlichen Funktionen für die Kontinenz zu erhalten. Auch das „Liften“ sei eine neue, schon bewährte Methode.
Eindrucksvoll waren auch die Filmsequenzen, die Ludwig von Operationen mitbrachte. Da konnten die Zuschauer von „Live Medizin“ sehen, wie unblutig heute operiert wird und wie sauber zwei Darmstücke wieder verbunden werden, nachdem zuvor ein erkranktes Stück herausgeschnitten wurde. Moderne Medizin ermöglicht mehr Lebensqualität, so die Botschaft. Die Patienten müssen die Angebote nur annehmen!
Nach den Vorträgen hatten die Zuhörer - wie immer bei den Veranstaltungen „Live-Medizin“ - die Gelegenheit, intime Fragen direkt an die Referenten zu richten.
21:28
Das Herausschneiden von Gewebeproben ist ein Problem, das bei vielen Patienten anderen Ortes innerhalb des Köpers für neues Zellwachstum sorgt.
Krebszellen hat jeder Mensch in sich, im Normalfall ist der Mensch, wie das Tier, in der Lage die Zellen unter Kontrolle zu halten.
Aus welchen Gründen auch immer, kommt der Überwachungs- und Bekämpfungsmechanismus durcheinander und es kommt zu Krebsgewächsen.
Nun kommt der Mediziner und entnimmt eine Gewebepreobe.
Ist das Gewebe als bösartig erkannt, kommt es zum 2. grösseren Eingriff.
Mit dem 1 allerdings, hat man Zellen gelöst, entnommen und auch innerhalb des Körpers freigesetzt und bereits differenziete Zellen zur Teilung angeregt.
In der Folge kommt es meist zur Salamitaktik, Im Laufe der Zeit, neue Scheiben von der Wurst schneidend.-
Wir haben den Krebs bekämpft wird getönt, nach wenigen Monaten das böse Erwachen, tut uns leid, wir haben wieder etwas gefunden.
Ohne OP kommt mancher Krebsträger länger, auch bis ins hohe Alter, davon, als mancher Krebspatient der nach der OP nur wenige Monate oder Jahre zu erwarten hat und zudem Bestrahlungen und Medikamenten ausgesetzt wird,.
Abgesehen von Behandlungsfehlern mit schnellem tötlichen Ausgang, wie zB. falscher Lungenflügel entfernt, sind manche Eingriffe Lebenszeit verkürzend, Lensqualität verschlechternd.
Nicht nur Prostatakrebspatienten haben erhebliche Einbussen und neue Krebsherde zu erwarten..