Fünf Dinge, die Patienten beim Arzt vermeiden sollten

Wie läuft der Artzbesuch reibungslos? Fünf Experten-Tipps.
Wie läuft der Artzbesuch reibungslos? Fünf Experten-Tipps.
Foto: Patrick Pleul
Was wir bereits wissen
  • Viele Fehler bei der Kommunikation zwischen Arzt und Patient
  • Beide müssen eine gemeinsame Ebene finden
  • Gute Vorbereitung ist wichtig

Dortmund.. Beim Arztbesuch lauern viele Fallstricke. Ganz abgesehen vom Fachchinesisch des Mediziners, das der medizinische Laie oft nicht versteht. Auch in der Kommunikation hakt es häufig. Aber wie sorgt ein Patient dafür, dass der Arztbesuch beide Seiten zufriedenstellt?

Sabine Hübener vom Klinikum Dortmund klärt auf. Sie kennt beiden Seiten: Als Leiterin der "AkademieDO" organisiert sie nicht nur Fortbildungen fürs Klinikpersonal. Sie ist auch für die neue Dortmunder Patienten-Hochschule zuständig, in der sich interessierte Laien über Gesundheitspolitik, Krankheiten und Klinikalltag informieren können.

1. Nichts voraussetzen!

Klar, Ärzte sind Profis. Aber gerade deshalb sollte man nicht voraussetzen, dass sie ihre Patienten auf Anhieb verstehen. Oft erklären Laien ihre Leiden ganz anders als der Arzt es aus professioneller Sicht tun würde. Sabine Hübener erklärt es so: "Patient und Arzt kommunizieren in zwei Wirklichkeiten." Man muss also eine gemeinsame Ebene finden. Der Arzt darf nicht zu schnell zur Diagnose kommen, während sich der Patient fragen muss: "Habe ich mein Anliegen konkret genug verdeutlicht?"

2. Nicht schummeln!

"Ja, ich habe meine Medikamente regelmäßig genommen." "Nein, weitere Probleme oder Schmerzen habe ich nicht." Wer den Arzt anflunkert muss damit rechnen, dass es nicht besser wird. Der Arzt verlässt sich auf die Angaben seiner Patienten. Wenn er aber zum Beispiel die (Neben-)Wirkung eines Medikaments falsch einschätzt, ordnet er eine falsche Therapie an – und der Patient muss länger auf Linderung warten.

3. Vorbereitet sein!

Wie äußert sich die Krankheit? Was hat sich seit dem letzten Arztbesuch verändert? Was hat der andere Facharzt gesagt, und welche Medikamente nehme ich wegen der anderen Erkrankung? Vor dem Arzttermin sollte ein Patient genau wissen, was er ansprechen möchte und welche Fragen er hat. Im Zweifel, rät Hübener, schreibt man sich eben eine Liste. Das hilft beiden Seiten: Am Ende bleiben keine Fragen offen, und der Termin läuft stressfreier und schneller ab.

Gesundheit 4. Hartnäckig sein und nachfragen!

Patienten lassen sich allzu oft vom Arzt einschüchtern. Weniger von seiner Person als von seiner Profi-Rolle. Aber wenn ein Patient keine Antwort auf seine Frage bekommt, darf er nicht locker lassen. Schließlich geht es um seine Gesundheit, und nur wenn er die Therapie versteht, kann er auch daran mitarbeiten. Genauso ist es bei Fachwörtern: Wer etwas nicht versteht, muss hemmungslos nachfragen.

5. Nichts abnicken!

Ein Patient muss seinem Arzt vertrauen. Das darf aber nicht so weit gehen, dass er alles abnickt, meint Hübener. Verschreibt der Arzt ein Medikament, dass dem Patienten unsympathisch ist? Schlägt er eine Therapie vor, die sich aus zeitlichen oder familiären Gründen gar nicht einhalten lässt? Dann sollte der Patient das sagen. Meist gibt es Alternativen.