Früherer SS-Mann wegen Massenmords an Juden angeklagt
28.07.2010 | 16:51 Uhr 2010-07-28T16:51:00+0200
Dortmund.Die Staatsanwaltschaft Dortmund hat Anklage gegen einen 88-jährigen ehemaligen SS-Mann wegen des Vorwurfs der Beihilfe zum Mord an 430.000 Juden erhoben.
Samuel K. werde beschuldigt, von 1942 bis 1943 im Konzentrationslager Belzec im damals von Deutschland besetzten Polen am Massenmord an den Juden beteiligt gewesen zu sein, sagte ein Sprecher der Ermittlungsbehörde am Mittwoch. Außerdem werde K. vorgeworfen, zehn Juden eigenhändig erschossen zu haben. Dem bei Bonn lebenden Beschuldigten sei die Anklageschrift inzwischen zugestellt worden.
Trotz der massiven Vorwürfe wurde K. nicht in Untersuchungshaft genommen. Wie der Sprecher der Staatsanwaltschaft zur Begründung sagte, besteht nach Einschätzung der Ermittler keine Fluchtgefahr. Das zuständige Landgericht Bonn muss nun entscheiden, ob es die Anklage zur Hauptverhandlung zulässt. Ein Termin für einen Prozess gegen K. ist deshalb noch nicht absehbar. Der Angeklagte wies gegenüber den Ermittlern die Vorwürfe zurück.
K. soll als sogenannter Volksdeutscher für die Wärtertätigkeit in Belzec zwangsrekrutiert worden sein. Er sollte auch als Zeuge in dem derzeit in München stattfindenden Kriegsverbrecherprozess gegen John Demjanjuk aussagen. Dieser ist wegen Beihilfe zum Mord in 27. 900 Fällen im KZ Sobibor angeklagt und streitet ebenfalls eine Schuld ab. (afp)
21:06
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20:36
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20:01
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19:41
und wie immer der Verweis auf die Kommunisten, die ja auch böse waren ... Damit ist ja alles so relativ ...
Ich finde es gut, wenn so ein Schwein nicht unschuldig in´s Grab geht ...
Auch eine reine Schuldfeststellung ist eine Genugtuung für die Nachkommen der ermordeten. Ob er die Haft noch antreten kann ist hierbei sekundär.
Und halten Sie mich ruhig für vorverurteilend: Jeder der seinerzeit auch nur ansatzweise etwas mit dem Regime zu tun hatte ist für mich Täter.
18:59
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18:58
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18:11
#1 Stimme Ihnen Voll und Ganz zu.Nach der gegenseitigen Entnazifizierung kam die wunderbare Amnesie bei den Betroffenen und der Justiz.Heute steht bei den Betroffenen die Demenz im Vordergrund.Tipp an Angehörige u.Betroffene:lassen sie eine Betreuung einrichten:Gesundheit-Vermögen-Aufenthalt-Mithilfe bei Behördenangelegenheiten.
Den MA der Sta.Dortmund eine präsenile Demenz und der Bevölkerung den Zauber des Vergessens.Es wird Zeit.
18:09
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18:05
Komisch, Honecker und Mielke waren angeblich zu alt, aber so einer wird nach 65 (!!) Jahren angeklagt. Lächerlich!! Wenn schon dann bitte mindestens 40 Jahre vorher, da hätte sich das wenigstens noch gelohnt!! So ist das nur noch eins: menschenverachtend!!
18:02
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