Friedhelm Steinhausen an Wespenstich gestorben
25.08.2009 | 18:57 Uhr 2009-08-25T18:57:00+0200Dortmund. Ein Wespenstich riss Friedhelm Steinhausen am Samstag aus dem Leben. Die Angehörigen und Freunde des 58-jährigen Ehemanns, zweifachen Vaters und Großvaters können den Verlust immer noch nicht fassen.
„Es ist unvorstellbar. Wir sind alle stark getroffen”, sagte Reinhard Sack, ein enger Freund und Vorsitzender der Interessengemeinschaft Lütgendortmunder Vereine und Verbände.
In "seinem" Stadtbezirk Lütgendortmund engagierte sich Steinhausen ganz besonders, war bei der Deutschen Lebensrettung (DLRG) und im Karneval aktiv. Der 58-Jährige war Ehrensenator im Festausschuss Dortmunder Karneval. Besonders für Senioren hatte der Mitarbeiter der Stadtwerke immer ein offenes Ohr und einen Rat.
Am Samstag war er mit seinem Info-Mobil auf dem Lütgendortmunder Marktplatz, um bei der Veranstaltung „Gesund alt werden” älteren Menschen Tipps für die Benutzung von Bus und Bahn zu geben. Gegen 12 Uhr war eine Wespe vermutlich über ein Getränk in seinen Hals geraten und hatte dort zugestochen. Friedhelm Steinhausen reagierte allergisch auf das Gift des Insekts und bekam keine Luft mehr. Etwa zehn Minuten später traf die Feuerwehr ein, doch Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos.
Gefahr auch für Nicht-Allergiker
„Der Stich einer Wespe im Mundraum kann auch für Nicht-Allergiker lebensgefährlich werden”, sagte Prof. Dr. Thomas Deitmer, Direktor der Hals-Nasen-Ohren-Abteilung des Klinikums. Im Falle eines Stichs sollte man sich schnellstens in ärztliche Behandlung mit Kortison begeben oder den Notarzt rufen. Vorsorglich würden Patienten nach einem Stich 24 Stunden stationär beobachtet.
Tipps von Allergologen
Immer wieder kommt es zu Todesfällen durch Wespenstiche. Besonders jetzt im Spätsommer sind die Insekten verstärkt unterwegs. Um sie nicht anzulocken, empfehlen Allergologen nicht mehr im Freien zu essen, kein Parfum aufzutragen und vor allem nicht in Panik zu geraten, wenn Wespen auftauchen. Zur Vorbeugung können sich Allergiker hyposensibilisieren lassen. Dafür müssen sie sich fünf Tage in eine Klinik begeben, da ihnen Insektengift in anstei-gender Menge gespritzt wird. Die Therapie wird zu Hause mit Spritzen fortgesetzt.
Für Friedhelm Steinhausen kam jede Hilfe zu spät. Die Trauerfeier findet am Freitag um 9 Uhr auf dem Katholischen Friedhof in Lütgendortmund statt.
13:31
Wenn ich den Kommentar mit der Flasche lese könnt ich durchdrehen.Das war mein Nachbar und die Tochter und ich sind zusammen aufgewachsen.Ich wünsche keinem das er jemals soviel schmerz und leid ertragen muß wie die Familie und Freunde grade erleiden!!!!!!!! Denk mal daran das es dir auch passieren kann dafür braucht man nicht aus einer Flasche zu trinken. Könnt echt Kotzen bei sowas!!!!!!!!!
12:24
@#2super...
Beruhigen sie sich, die meisten Leser wissen inzwischen, dass bei diesem Zeitgenossen von Kommentar#1 der Name Programm ist.
Der tritt ständig unterhalb der Gürtellinie (etwa dieses oberlehrerhafte Jaja, mussu beim Trinken aufpassen!) - aber hier den Tod eines Menschen unterschwellig mit der Privatisierung im Gesundheitswesen zu verbinden, ist nur noch und zwar höxtgradig geschmacklos!
Beileid den Angehörigen.
08:28
Der Vorfall ist im höchsten Maße sehr, sehr tragisch.
Aber hier nun die Schuldfrage auf den Dortmunder Rettungsdienst abzuwälzen (einem der best funkionierenden in Deutschland!) ist nicht fair.
Vielleicht könnte eine Stellungnahme der Berufsfeuerwehr Klärung herbeiführen.
23:46
Während der Wespenzeit aus eine Flasche zu trinken ist immer gefährlich. Das hätte der Mann eigentlich wissen müssen wenn er auch bei der DLRG war. Das war auch Pech.
10 Minuten bis Rettung kommt ist auch zu lang. Ist nicht in Dortmund 8 Minuten Höchstzeit? Eigentlich gab es in Lütgendortmund auch den privaten Rettungswagen den die Stadt nie wollte. Warum war der nicht da? Die Freiwilligen im Ort sind auch bei Notfällen schnell da. Hat die einer gerufen? Das muss alles untersucht werden.
Der Familie kann man nur Beileid aussprechen.
22:57
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