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Frei.Wild-Sänger skandierte "Nazis raus"

02.11.2012 | 15:27 Uhr
Frei.Wild-Sänger skandierte "Nazis raus"
Der Auftritt der Band Frei.Wild in der Westfalenhalle hatte im Vorfeld des Konzertes für Empörung gesorgt.Foto: Jan Dinter / WAZ FotoPool

Dortmund.  Das umstrittene Konzert der südtiroler Band Frei.Wild in der Dortmunder Westfalenhalle verlief nach Angaben der Polizei ohne besondere Vorkommnisse. Es sei zu keinen rechtsradikalen Äußerungen gekommen, alles sei ruhig verlaufen.

Aus Sicht der Polizei verlief das Konzert der Südtiroler Band Frei-Wild am Donnerstagabend in der Westfalenhalle ohne besondere Vorkommnisse. Die wegen ihrer völkisch-nationalen Texte umstrittene Band war vom Staatsschutz der Dortmunder Polizei beobachtet worden, der sich auch vor Ort ein Bild gemacht hat. Doch sei der Einsatz in der Westfalenhalle ruhig verlaufen, erklärte ein Polizeisprecher am Freitag.

Im Vorfeld des Konzertes hatte der Auftritt in einer städtischen Halle für Empörung gesorgt und viele Kritiker auf den Plan gerufen. Zwar hatte sich Sänger Philipp Burger von seiner seiner Neonazi-Vergangenheit mehrfach distanziert, doch für viele waren diese Aussagen nicht glaubhaft. Auch OB Ullrich Sierau hatte sich in die Diskussion eingeschaltet , die Band vor dem Verbreiten rechten Gedankenguts gewarnt.

Plakativ hatte die Band beim Konzert ein Banner „Gemeinsam gegen Rassismus“ in der Halle aufgehängt. Und gemeinsam skandierte Sänger Philipp Burger „Nazis raus“ mit den Fans. (awi)



Kommentare
06.11.2012
22:55
Arm
von mellow | #16

Wie lächerlich. Man macht absichtlich ein paar kontroverse Aussagen, aber gerade so, dass einem noch keine extreme Gesinnung nachgewiesen werden kann und empört sich dann über die Empörung. Die "Gegner" nennt man dann durch die Reihe "***********", "Linke", "DDR-Fans", "political correct" etc. Gleichzeitig erklärt man aber auch noch die Kapitalistenheuschrecken als seine Feinde. So ist man zu allen Seiten hin abgesichert und gilt als Rebell gegen eine Art Unrechtsregime und Kämpfer für die Meinungsfreiheit. Jedes kritische Gedankengut kann man so für sich vereinnahmen und sich auch als Vorreiter sehen. Man geilt sich an billigen Parolen auf. Und da stechen Frei.Wild in ein Wespennest und machen damit auch noch verdammt viel Kohle! Sarazzin hat es vorgemacht. Und wieder fällt der Mob drauf rein.

05.11.2012
21:34
Frei.Wild-Sänger skandierte
von lis_at_home | #15

Ich finde, es spricht Bände, wenn man sich einmal die umfangreiche negative Vorberichterstattung zu dem Konzert ansieht, und nun diesen halbherzigen Nachbericht, bei dem auch in jedem zweiten Satz die Meinung zu lesen, dass Frei.Wild nicht "sauber" sind.
Ich denke, es ist nur gerecht, die Band auch einmal genauer zu betrachten. Durch die Aussage oder die Frage nach der Gesinnung polarisieren gerade Sie als Medienvertreter. Schlagworte wie "rechtsextrem" o.ä. lösen mit sofotiger Wirkung (glücklicherweise) eine "Die-sind-gefährlich/schlimm/*hierbittepassendesnegativesworteinsetzen*-Gefühl aus. Doch ist es wirklich immer gerechtfertigt?
Gesprächsangebote der Band gab es immer wieder. Unzählige Schlagertexte haben den gleichen Inhalt wie Frei.Wild-Texte, bitte unersuchen Sie beispielsweise einmal die Texte der Bands "Kastelruther Spatzen". Vielleicht ist es ja nur fair, auch einmal diese Seite zu lesen: http://www.rockhard.de/news/newsarchiv/newsansicht/34170-frei-wild-wehren-sich.html

1 Antwort
Frei.Wild-Sänger skandierte
von Das-Pe | #15-1

Glaubst du allen ersntes Die Medien, sei es auch die WAZ, WOLLEN Frei.Wild die Wahrheit nachsagen? Das wäre langweilig. Wir haben es bei den Onkelz gesehen. Da haben die Medien gelogen das selbst Kruppstahl anfangen würde weich zu werden.
WAZ ist ne Klatschpresse wie jedes andere Blatt auch und an Wahrheit null interessiert. Dumme Menschen fallen auf die Lügen natürlich rein. Deutsch darf ein Deutscher nicht sein.... erst recht keine Musik machen mit deutscher Sprache...Geld regiert die Welt....auch bei der Berichterstattung....

04.11.2012
14:11
Frei.Wild-Sänger skandierte
von Hubelwusel | #14

Gestern 15 Uhr Westfalenhalle 2 : Die MLPD hatte das 30 jährige Bestehen. Warnende Worte von OB Sierau angesichts dieser Veranstaltung in einer städtischen Halle waren Fehlanzeige. Sind linke Sektierer dem OB willkommen ? Oder gilt die MLPD mittlerweile als demokratische Partei und Säule der Verfssungstreue ?

03.11.2012
22:39
Frei.Wild-Sänger skandierte
von keinervondaoben | #13

Uiiii, "völkisch-nationale Texte ", Ne, das geht ja gar nicht. Welche Texte gab es denn bei den Hardcore-Nazis den "Grauen Wölfen" in Essen ??? Ach ja , da traut sich ja keiner dran.

1 Antwort
Traut sich keiner ran?
von Stefan2 | #13-1

"Keiner von da oben", ich finde es richtig, dass Sie das thematisieren. Nicht richtig ist, dass sich ans Thema türkische Nationalisten "niemand" herantraut. Es gibt durchaus Antifaschisten, die darüber Informationen veröffentlichen und versuchen, Einfluss auf Entscheidungsträger zu nehmen. Was würden Sie denn vorschlagen?

03.11.2012
20:18
@6
von knutmithut | #12

Da schmeisst du wieder einiges durcheinander: Nationalismus ist erstmal nicht das gleiche wie Nationalsozialismus und Patriotismus ist noch einmal eine andere Geschichte.
Und nationalistisch sind die Südtirol-Ansichten der Band sehr wohl.

Deine Kritik an Kuban verstehe ich nicht einmal ansatzweise. Hast du dir den Film überhaupt mal angesehen? Oder aber eines seienr Interviews komplett gelesen?

1 Antwort
Frei.Wild-Sänger skandierte
von leobing | #12-1

Wieso schmeisse ich WIEDER einiges durcheinander?
Wegen dieser Aussage: "Kann nicht verstehen das man ein Nationalsoziallist sein soll, nur weil man seine Heimat liebt"?Was ist daran falsch?In BRD ist es ja leider so!Flagge zeigen ist nicht gern gesehen außer bei einer WM/EM

Ich habe seinen Auftritt beim Jauch Live gesehen und daraufhin auch ein Interview gelesen.Jemand der die Band nicht kennt und die Sendung gesehen hat,muss denken,das es bei Frei.Wild auf den Konzerten genauso zugeht wie auf den Konzerten die in der Sendung gezeigt wurden.Glatzen die mit Hitlergruss dort stehen und "Ausländer raus" brüllen.Und das finde ich einen Skandal, weil dies nicht der Fall ist, so wie man es in dem Bericht auf WDR deutlich sehen kann.Und man muss jetzt nicht glauben das dies alles nur inszeniert wurde, sondern so ist es auf jedem Konzert.Und wie ich schon sagte, ich war mittlerweile auf 6.Und Texteausschnitte zu verwenden und diese so zu drehen wie man das braucht, kann nicht richtig sein.

03.11.2012
15:11
Frei.Wild-Sänger skandierte
von Eifelzebra | #11

Deja vu...die Onkelz lassen grüßen? Bin nach erster Vereinnahmung durch einseitige Presse schnell Onkelz Fan geworden, habe mich durch Songs und Texte gewühlt und sage klar, da ist nix mit Rechts. Glaubwürdiger Weg, klar und gradlinig.

Ein paar Texte von Frei.Wild habe mich mir zu Gemüte geführt und weiß noch nicht so genau. Daher mache ich das, was ich anderen ohne Ahnung empfehle: Zurückhaltung bei der Beurteilung, wenn man keine oder zu wenig Fakten hat. Nur weil die Medien eine Meinung haben muss sie noch lange nicht die richtige sein.

03.11.2012
09:55
Frei.Wild-Sänger skandierte
von Ruhrdream1963 | #10

Diesen Weg sind die "neuen" Onkelz und Rammstein auch bereits gegangen...Vielleicht sind mehr Menschen die die "schwarze Barbara" singen/ hören politisch verpeilt...Vielleicht

03.11.2012
08:53
Der WDR hat das ganze auch ganz gut dargestellt...!
von dawee | #9

http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/rueckschau/2012/11/02/lokalzeit_dortmund.xml?mo=46

War auf jeden Fall ein spitzen Konzert am Donnerstag.

03.11.2012
02:16
@leobing | #6
von vaikl2 | #8

"Rufmord" - bzw. die strafrechtlich richtige Bezeichnung Verleumdung - als Tatvorwurf basiert auf unwahren *Tatsachen*behauptungen. Kuban vertritt aber durchweg eine öffentliche *Meinung* über Frei.Wild, die ja auch in rechtsextremen Kreisen doch biddeschön "schon mal erlaubt sein darf", nicht wahr? Und Kubans Meinung darf man aufgrund seiner jahrelangen Recherchen durchaus fundiert nennen, anders als bei den Wald-/Wiesen-Relativierern aus dem spießbürgerlichem Law+Order-Lager.

Es ist überdies ziemlich lustig, PR-mäßig clever, aber auch pubertär-primitiv, wenn Frei.Wild in Dortmund permanent solche Meinungen den anwesenden Fans als Angriff auf *deren* Meinung einhämmern möchte - sozusagen als Blitzableiter, damit die Fans nochmal entrüsteter werden und bloß bei der Stange bleiben.

Genauso lustig ist übrigens auch dieser halbstündige "Monolog" von Philipp Burger auf YouTube, als er versucht, tirol-nationales Gedankengut ala Haider als nicht nationalsozialistisch zu verkaufen.

3 Antworten
Frei.Wild-Sänger skandierte
von Anatole | #8-1

"Genauso lustig ist übrigens auch dieser halbstündige "Monolog" von Philipp Burger auf YouTube, als er versucht, tirol-nationales Gedankengut ala Haider als nicht nationalsozialistisch zu verkaufen."

Davon habe ich mir nach rumgegoogle auch ca. 15 min angetan. Abgebrochen habe ich wegen der schlechten Rhetorik und mangelnder Gedankentiefe.

Allerdings: Ihre Gleichsetzung von nationalem Gedankengut mit nationalsozialistischem halte ich für schlicht falsch. Der Sänger gibt zu einen ausgeprägten Heimatbegriff zu vertreten (der. im Übrigen bei Tirolern nicht unbedingt national sein muss :). Ich kann damit wenig anfangen, aber es ist seine Meinung, die wir alle zu akzeptieren haben. Da er sich auch mehrfach klar von nationalsozialistischen und faschistischen Ideologien abgrenzt ist das dann auch seine Privatsache. Noch einmal: Weder Sie noch ich, noch Gewerkschaften oder unser Oberbürgermeister sind Mitglieder einer Gesinnungspolizei und das ist auch gut so!

Frei.Wild-Sänger skandierte
von leobing | #8-2

Wollen sie mir jetzt sagen das ich ein rechtsextremist bin?Oder was soll mir diese Aussage sagen:"...,die ja auch in rechtsextremen Kreisen doch biddeschön "schon mal erlaubt sein darf", nicht wahr?"?
Und mam muss den Fans das nicht einhämmern, sondern die Fans denken auch so schon nicht rechts.Und ehrlich gesagt geht mir das ständige gequatsche langsam sogar auf den Keks bei den Konzerten,die Zeit könnten sie lieber einen Song mehr spielen,da,wie man an ihnen sieht,diese Meinung sowieso bei vielen nicht geändert werden kann.
Sind die Volksmusiker auch alle Nationalsoziallistisch?Oder doch nur Nationallisten?Oder ist es bei denen doch nur Patriotismus?Sie singen doch genauso über ihre tolle Heimat und ihre tollen Bergen!

@Anatole | #8-1
von vaikl2 | #8-3

Nur ein kleiner Wiki-Ausschnitt zur Unterscheidung Nationalismus, Sozialismus, Nationalsozialismus:

"Der Historiker Hans-Ulrich Wehler urteilt daher, dass der Sozialismus im Nationalsozialismus „allenfalls in verballhornter Form“ fortlebte, nämlich in der Volksgemeinschaftsideologie."

Zusammen mit der permanenten "Opfer des Establishments"-Attitüde solcher "Heimatfans" bleibe ich dabei: Auch wenn eine Nazi-Nähe tatsächlich nicht existieren sollte, ist dieses Self-Marketing zur Steigerung der Verkaufszahlen mindestens unappetitlich.

03.11.2012
01:01
Frei.Wild-Sänger skandierte
von knutknutsen | #7

Frei.Wild und ihre Fans sind absolut vergleichbar mit den Onkelz. 100% Übereinstimmung mit Olli Schulz:
http://www.youtube.com/watch?v=i_KO1h3bRKs&feature=colike

1 Antwort
Frei.Wild-Sänger skandierte
von rulesofthegame | #7-1

Olli Schulz bringt es auf den Punkt.
Danke für den Link.

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