Frauen prüfen die Kandidaten Sierau und Pohlmann
20.04.2010 | 19:13 Uhr 2010-04-20T19:13:00+0200
Dortmund. Spätestens seit dieser Woche ist sie angelaufen, die heiße Phase um die erneute Oberbürgermeisterwahl am 9. Mai in Dortmund. Bei einem der wenigen Aufeinandertrefften bezogen die beiden OB-Kandidaten Sierau und Pohlmann vor dem veranstaltenden Frauennetzwerk Stellung.
Bei einer Podiumsdiskussion im Hörsaal der Fachhochschule trafen die Kandidaten Joachim Pohlmann (CDU/FDP/Bürgerliste) und Ullrich Sierau (SPD) jetzt bei einem der wenigen gemeinsamen Foren aufeinander.
Organisiert wurde das Treffen vom Frauennetzwerk „Ladies' Goal", das sich mit dem Motto „Frauenpower trotzt Wirtschaftskrise: Dortmunderinnnen fordern OB-Kandidaten" den frauenpolitschen Themen des Wahlkampfs widmete.
Es mangelt an Betreuungsplätzen
Ein Schwerpunkt auch: Frauen in Führungspositionen. Den Hauptteil der Veranstaltung bildete die von Britt Lorenzen moderierte Fragerunde. Zunächst einmal gab es hier die Gelegenheit, etwas über die persönliche Seite Pohlmanns und Sieraus zu erfahren. Nach bekanntem Muster gab Lorenzen Sätze vor, die von den OB-Kandidaten ergänzt werden mussten. Anlass für Sierau, gleich in den Wahlkampf einzusteigen. Den Satz, Erfolge feiere ich, vervollständigte er mit „zu selten”.
Zum Schwerpunkt: Der Anteil von Frauen in Führungspositionen ist auch in Dortmund noch immer zu gering. Kandidat und Planungsdezernent Ullrich Sierau forderte, auch in der Verwaltung Frauen mehr Verantwortung zu übertragen. In speziellen Trainee- und Mentoringprogrammen würden sie schon jetzt auf Führungspositionen vorbereitet. Pohlmann sprach sich in diesem Zusammenhang gegen den Begriff der Frauenquote aus. Es reiche aus, in Ausschreibungen zu formulieren, dass Frauen bei gleicher Qualifikation bevorzugt eingestellt würden.
Und natürlich diskutierten die Anwesenden auch über die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Denn insbesondere an Betreuungsplätzen für unter Dreijährige mangelt es in Dortmund. SPD-Kandidat Sierau verwies hier auf die Notwendigkeit von ehrenamtlichem Engagement und nannte das Mütterzentrum Dorstfeld als Beispiel. CDU-Vetreter Pohlmann präsentierte seinen Ansatz der sogenannten „Kinderstuben”. Im Rahmen dieser Übergangslösung sollen leere Wohnungen von der Stadt finanziert und ausgestattet werden. Tagesmütter würden dann dort zur Betreuung der Kinder eingesetzt. Zudem forderte Pohlmann, städtische Kindergärten in die Hand von privaten Trägerschaften oder Kirchen zu geben, um somit unter anderem die „Zentralisierung” von Streiks zu verhindern. Ein Vorschlag, der im Publikum auf Widerspruch stieß.
Grundsätzliches zum Wahlkampf
Abseits von frauenpolitischen Themen kam auch Grundsätzliches zum aktuellen OB-Wahlkampf zur Sprache, was die gereizte und angespannte Stimmung zwischen beiden Kandidaten deutlich werden ließ.
So forderte Pohlmann mehr Transparenz und „Schluss mit dem Selbstbedienungsladen”, eine Anspielung auf den Betrugsfall in der Stadtverwaltung. „Ehrlichkeit, das wäre mal was”, sagte er.
Sierau konterte: „Die Bürger mögen selbst beurteilen, wer die Stadt durch diese Krise führen wird.”
11:07
@14 Der kleine Vampir
Verraten sie uns doch einmal, welcher der Kandidaten
ihr Favorit ist ?
Oder wählen sie gar garnicht und halten das für die bessere Lösung?
18:49
Es ist doch recht nett und aufbauend, nach des Nächtens Müh und Plag, soviel wohl geformte Intelligenz, brillierenden Witz, und kantendes philosophisches Wissen, speziell in bezug auf Plato und sein Werk über den Staat anheischig zu werden.
Vielen Dank Tagesmutter DO.
Jede Stimme für Herrn Manz Philosoph kommt von Herzen!. Ja wirklich gar trefflich. Hedwig Courts-Mahler oder die Marlitt hätten es nicht besser und lebendiger in Die Gartenlaube präsentieren können.
Viele Zuhörende und Er-, bzw. Sie-Lauschende bei des Herrn Manz Philosoph Ausführungen, auf einigen Wahlkampf-Veranstaltungen, hätten gerne den Satz:Die Philosophie ist keine Esoterik sondern die höchste Kunst des Denkens, in der wohl geformtesten Form erheischt.
10:28
@schmitzi,
wenn sie den ANSCHEIN haben, Herr Manz hätte keine Ideen, dann ist das eben so.
Ich denke, nein, ich weiß es, Herr Manz hat sehr viele konstruktive Ideen.
Im Rat umsetzten könnte er sie aber wohl nicht,
da haben ja ihre SPD-GenossInnen,
mit ihren Klagen gegen eine Wiederholungswahl des Rates, erstmal dafür gesorgt, ihren eigenen Hintern am Stuhle festzukleben, auch wenn uns allen eine Wiederholungswahl zusammen mit der NRW-Wahl viel besser und viel günstiger zu Gesicht gestanden hätte.
Ich wünsche unserer Stadt eben den besten OB aller Zeiten.
Keinen Anwalt, keinen Stadtangestellten und keinen Ingenieur.
Schon PLATON schrieb in seinem Buch Politeia,
welches er mit etwa fünfzig Jahren verfasste,
dass ein Guter Staatsmann ein Philosoph sei.
Da ich aber nicht nur träume, sondern auch Realistin bin, weiß ich natürlich auch, dass es nur ein Rennen zwischen Pohlmann und Sierau geben wird und das liegt u.a. daran, dass hier aus Tradition die SPD gewählt wird, auch wenn es nur rotlackierte Besenstiele sind.
SCHADE, dass es keine Stichwahl mehr gibt...
07:27
@tagesmutter der linken: Es sollte doch nicht den Ausschlag geben, welchen Beruf der KAndidat hat. Es ist doch egal, ob der OB Philosoph, Anwalt, Stadtangestellter oder Ingenieur ist. Es kommt doch viel mehr darauf an, welche Ideen der Kandidat hat und ob er in der Lage ist, seine Ideen im Rat durchzusetzen. Zumindest Ihr Philosoph macht mir bei letzterem nicht den Anschein.
17:11
Tagesmutter DO,
ausnahmesweise stimme ich mit Ihnen überein, wenn auch aus anderen Motiven als Sie. Es sollen möglichst viele Herrn Manz und Herrn Krüger wählen. Das schadet Sierau und hilft Pohlmann.
16:33
@ 5
Ach Horst,
das kommt mir doch irgendwie bekannt vor...
Lieber nicht Herrn Manz und Herrn Krüger wählen, denn das begünstigt Herrn Pohlmann.
Lieber nicht DIE LINKE in NRW wählen, denn das begünstigt dann Schwarz - Gelb.
Seh ich anders:
Jede Stimme für Herrn Manz Philosoph kommt von Herzen!
Die Philosophie ist keine Esoterik sondern
die höchste Kunst des Denkens.
Sie ist zwingend notwendig, um mit und in unserer Welt klarzukommen.
Philosophie ist kein Luxus, sondern essentieller Bestandteil von qualitativ hochwertiger Bildung.
Und jede Stimme für DIE LINKE steht für ein sozialeres NRW.
Und Horst: Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!
Und wer war mit dabei? Die grüne Partei!
15:48
Ich hoffe, dass viele Linksorientierte Krüger oder Manz wählen. Dann gewinnt Pohlmann mit Sicherheit. Zumal er bei Frauen viel besser ankommt als der eiskalte Sierau. Das müsste sogar die SPD-Hofschranze Horst Wenzel wissen.
15:17
Irgendwie wird so getan, als gäbe es nur zwei Kandidaten. Schade.
Und meine Stimme geht an grün. Herr Krüger wäre ein toller OB, weil er noch an die Menschen denkt und nicht nur Kultur und Prestige im Kopf hat.
15:14
@ #6 ;-
Interessant finde ich den Unterschied auf den Webseiten der Kandidaten.
Ulli Sierau geht auf die Inhalte der Veranstaltung ein und gibt klare Antworten : http://www.ullisierau.de/?p=1138
Pohlmann schreibt in dem entsprechenden Artikel nichts inhaltliches zum Thema von Ladies Goal.
Stattdessen wird wieder als einziges Thema gebetsmühlenartig über die fiesen verschwörerischen Machenschaften der Sozialdemokraten im Mai 2009 und das Haushaltsloch orakelt. http://joachim-pohlmann.de/?p=306
Herr Pohlmann, rufen Sie ihren noch-Ministerpräsidenten doch an und sagen ihm, er soll die noch ausstehenden Soli-Millionen an Dortmund zahlen, die die Landes CDU zurückhält, sowie und die Schlüsselzuweisungen am realen Bedarf der kommunalen Aufgaben anpassen. Dann können Sie sich auch wieder mit anderen Themen in der Stadt beschäftigen.
14:50
Sierau hat niemanden betrogen und oder begelogen, schreiben Sie konkret Sie Bauer oder lassen Sie es bleiben.